Eine Ernährungsumstellung ist gar nicht so einfach durchzuhalten. Der Job von Ernährungsberatern ist es, dabei zu helfen. Ob mit dem Ziel, Gewicht zu reduzieren oder ein Leben mit einer Lebensmittelmittelunverträglichkeit, eine besondere Diät für Sportler oder stillende Mütter – die Gründe für eine Ernährungsumstellung sind vielfältig. "Wir begleiten Menschen bei der Umsetzung", sagt Elisabeth Rohde 1. Vorsitzende vom Verband freier Ernährungsberater e.V..

Die Beratung findet in Seminaren zu bestimmten Ernährungsthemen für Gruppen, aber auch für Einzelpersonen statt. In der Regel sind die Berater auf einen Teilbereich spezialisiert. So geben Ernährungsberater, die sich auf die Altenernährung spezialisiert haben, Schulungen für Altenpfleger oder Krankenschwestern. "Die Ernährung ist ein breit gefächertes Spektrum, da kann man nicht über jeden Bereich genau Bescheid wissen", sagt Rohde.

Der Beruf ist nicht zu verwechseln mit den inhaltlich ähnlichen, aber wesentlich spezieller ausgerichteten Berufen Diätassistent und Ökotrophologe.

Der Beruf des Diätassistenten ist über eine dreijährige Ausbildung erlernbar und gehört zu den Medizinfachberufen. Sie betreuen Patienten sowohl klinisch als auch ambulant. Ökotrophologen dagegen haben sogar ein Studium der Haushalts- und Ernährungswissenschaften absolviert und arbeiten vorwiegend in Wissenschaft und Lehre.

Ernährungsberater dagegen benötigen grundsätzlich keine Ausbildung. Die Bezeichnung ist nicht geschützt. Der Zugang zum Beruf ist nicht einheitlich geregelt. Im Gegensatz zu Diätassistenten und Ökotrophologen dürfen sie auch nicht therapeutisch tätig sein. Viele aktive Ernährungsberater kommen allerdings aus Gesundheitsberufen und haben sich über eine Weiterbildung das benötigte Wissen angeeignet. Die Weiterbildungen sind vielfältig und durchaus umfangreich.  

Nur wenige können hauptberuflich davon leben

Hier lernen die angehenden Fachkräfte die Grundlagen der Ernährung und die Funktion des Stoffwechsels. Und sie bekommen vermittelt, wie Ernährungspläne für Kunden erstellt werden. Auch verschiedene Diätformen, Kochen sowie Ernährung für Menschen unterschiedlichen Alters sowie begleitende Ernährung bei Erkrankungen wird gelehrt.

Im Gegensatz zu den Diätassistenten und Ernährungswissenschaftlern, von denen die allermeisten als Festangestellte arbeiten, können viele Ernährungsberater nicht ausschließlich von ihrer Tätigkeit leben. Krankenkassen etwa zahlen für die Beratung der Ernährungsexperten in der Regel nicht. Die Kunden müssen schon selbst in die Tasche greifen. Vielen ist das zu teuer – und so übt die Mehrheit der Ernährungsberater diesen Beruf als Nebenerwerb zu einem anderen Gesundheitsjob aus. Ihr Verdienst variiert mit dem Auftragsvolumen.   

Schöne Seiten habe der Beruf jede Menge, sagt Rohde. "Wenn jemand richtig Gewicht verliert zum Beispiel. Zu sehen, welche Fortschritte meine Kunden machen, ist einfach nur toll."

  • Verdienst: abhängig vom Auftragsvolumen;
  • Ausbildung: keine Ausbildung vorgeschrieben;
  • Arbeitszeit: abhängig vom Auftragsvolumen;