Die Dokumentation zeigt nicht nur, wie Mobbing verläuft. Sie sucht auch nach Motiven, beleuchtet die ökonomischen Folgen und zeigt, wo Opfer Hilfe bekommen. Interviews und Betroffenenberichte wechseln sich ab mit Szenen aus dem Theaterstück Lovely Rita, das sich mit Mobbing auseinandersetzt. Sie machen die Botschaft des Films besonders eindringlich klar.

Welchen Ausweg gibt es? Köster und  van den Belt zeigen einige Möglichkeiten. Betroffene sollten sich so rasch wie möglich Unterstützung organisieren. Das ist der erste Schritt, um wieder Kontrolle über die Situation zu erlangen. Eine Selbsthilfegruppe kann psychisch stabilisieren. Der Austausch mit anderen Betroffenen ist außerdem eine Chance, Alternativen zu erkennen.

Mobbingopfer sollten die Vorfälle auch dem Vorgesetzten und dem Betriebs- oder Personalrat melden. Manchmal kann ein externer Coach oder eine Mediation den Mobbingprozess stoppen. Wichtig sei, keine Rachefeldzüge zu führen und alle Beweise zu sichern. Hier helfen Juristen. Ein Tagebuch kann vor Gericht wichtig sein, und es hilft bei der Verarbeitung.

Rechtsbeistand ist auch wichtig, wenn das Mobbingopfer auf Unterlassung, Schadenersatz oder Schmerzensgeld klagen möchte, oder wenn es juristische Betreuung bei der Auflösung des Arbeitsvertrags braucht. Als Straftat gilt Mobbing juristisch allerdings nach wie vor nicht.

Mobbing und nun... ist eine eindringliche Dokumentation, die zeigt, dass Mobbing nur Opfer kennt. Sie kann auf der Website zur Doku auf DVD bestellt werden. Außerdem suchen die Filmemacher Kinos, die den Film zeigen möchten.