76 Prozent der befragten Chinesen bewerten das Image deutscher Arbeitgeber mit gut oder sogar sehr gut. Etwa jeder Fünfte vergab dabei die Bestnote. Das ergab die Studie War for Talents 2014 vom Beratungsunternehmen Staufen.

Damit sind deutsche Arbeitgeber bei den 18- bis 34-jährigen Chinesen deutlich beliebter als die Konkurrenz aus den USA, Großbritannien und Frankreich. Unternehmen aus diesen Ländern erhielten nur von etwa jedem Zehnten das Prädikat sehr gut. Schon beim Arbeitgeberranking 2013 der Beratungsgesellschaft Universum schnitten vor allem die deutschen Autobauer im Reich der Mitte gut ab.

Die chinesischen Ingenieure wählten BMW, Volkswagen und Siemens unter die Top-Zwanzig.

Laut Markus Franz, China-Experte bei der Unternehmensberatung Staufen, werde der Fachkräftemangel in China aufgrund der Ein-Kind-Politik weiter zunehmen. Deutsche Unternehmen, die bereits heute eine duale Ausbildung anbieten, seien im Vorteil, da es vielen Absolventen an Praxiswissen mangele. Die befragten Chinesen legten vor allem Wert auf eine gute Bezahlung und eine faire Behandlung durch ihren Arbeitgeber.

"Die deutschen Firmen haben sich ein sehr gutes Image aufgebaut und profitieren natürlich auch von dem durchweg positiven Ruf deutscher Produkte und Dienstleistungen", sagt Franz. Da jobsuchende Chinesen am meisten auf Empfehlungen von Freunden und Kollegen vertrauen, hat dieses Image einen hohen Stellenwert.

Bei jungen Brasilianern, die ebenfalls für die Studie War for Talents 2014 befragt wurden, schneiden deutsche Arbeitgeber schlechter ab. Die Unternehmen aus der Bundesrepublik sind weniger beliebt als US-amerikanische und britische Arbeitgeber.

Erschienen in der WirtschaftsWoche