Die Lohnkluft zwischen Männern und Frauen ist auch 2013 nicht kleiner geworden. Frauen erhalten für ihre Arbeit insgesamt 22 Prozent weniger Geld, teilte das Statistische Bundesamt mit. Der durchschnittliche Bruttolohn pro Stunde lag bei 15,56 Euro, während Männer auf 19,84 Euro kamen.

Die Differenz bleibt damit das vierte Jahr in Folge unverändert. Im Westen ist die Lücke allerdings dreimal so hoch wie im Osten: Hier bekommen Frauen 23 (2012: 24) Prozent weniger, in den östlichen Bundesländern ist die Differenz mit acht Prozent deutlich geringer.

Die großen Lohnunterschiede führen die Statistiker auf unterschiedliche Branchen- und Berufswahl zurück sowie auf die Tatsache, dass Frauen seltener Führungspositionen bekleiden. Zudem arbeiten Frauen öfter in Teilzeit und sind weniger lang in ihren Berufen beschäftigt – vor allem wegen längerer Auszeiten nach der Geburt von Kindern.

Vergleicht man Männer und Frauen mit ähnlicher Qualifikation und ähnlichem Job, so liegt der Verdienstunterschied pro Stunde bei sieben Prozent. Hierfür liegen zwar erst Daten für 2010 vor. "Dies dürfte 2013 allerdings ähnlich gewesen sein", sagte ein Statistiker.