Cover von "Führung braucht Klarheit" © PR: Hanser-Verlag

Darum geht es: Führung braucht Klarheit. Der Titel des neuen Buches von Thomas Breyer-Mayländer ist auch seine Kernthese. Der Professor für Medienmanagement, Marketing und Organisationsentwicklung an der Hochschule Offenburg ist überzeugt: Wer sich als Chef nicht über seine eigene Person, die Führungsrolle, den Führungsstil und die Führungsziele klar ist, kann sich auch nicht weiterentwickeln. Wer sich auf Verständlichkeit fokussiert, behält den Blick für die wirklich wichtigen Führungsthemen und verliert sich nicht in Nebenaspekten. 

Gut zu wissen: Breyer-Mayländer zeigt die verschiedenen Führungsstile im Überblick und geht darauf ein, wie Haltung oder Arbeitsstrukturen diesen Stil beeinflussen können. Viele Chefs führen aus dem Bauch heraus – mit manchmal gutem und häufig nur mittelmäßigem Ergebnis. Denn nicht immer passt das erste impulsive Verhalten zur Situation. Daher brauchen Führungskräfte ein Gespür dafür, ob das jeweilige situative Verhalten auf die Mitarbeiter, Kunden oder anderen Führungskräfte für die eigenen Ziele unterstützend wirkt.

Aufbau und Sprache: Der Autor möchte dem Leser konkrete Hilfestellungen zur Selbstreflexion geben. Dafür stellt er am Ende der Kapitel Kernfragen zusammen, die dem Selbstcoaching dienen sollen. Diverse Praxisbeispiele helfen außerdem, die Theorie einzuordnen. Verständlich geschrieben ist Führung braucht Klarheit jedoch nicht, denn der Autor schreibt sehr wissenschaftlich. Das muss man mögen.

Minuspunkte: Das Buch liefert Führungskräften viele Anregungen, aber ob der Transfer der Managementtheorien in den Alltag als Chef letztlich übertragbar ist, bleibt fraglich.

Bewertung: Führung braucht Klarheit ist ein anspruchsvolles Fachbuch. Breyer-Mayländer setzt sich intelligent mit der Führungsarbeit auseinander. Es ist allerdings kein Buch für Leser, die sich beiläufig informieren möchten.