In nächster Zeit werden diverse Mitarbeiter in Elternzeit gehen. Gerne würde ich vorher mit jedem Mitarbeiter ein Gespräch führen, um ihre Rückkehr zu besprechen. Gibt es Aspekte, die hier wichtig sind?, fragt Beate Heiser.

Sehr geehrte Frau Heiser,

Arbeitgeber, die bereits vor der Auszeit ihrer Mitarbeiter an den Wiedereinstieg denken, handeln vorausschauend. Für eine reibungslose Übergabe sollten Sie zunächst rechtzeitig das Gespräch suchen. Die Person, die für die Auszeit die Vertretung übernehmen wird, sollte selbstverständlich ebenfalls anwesend sein.

Das Personalgespräch sollte etwa vier bis sechs Wochen vor dem Ausstieg mit dem Mitarbeiter terminiert werden. Hierbei können rechtliche Fragen geklärt und Informationen umfassend ausgetauscht werden. Auch kann es sinnvoll sein, die Zusammenarbeit nach der Rückkehr zu besprechen. Zum Beispiel, ob der betroffene Mitarbeiter auf seinem jetzigen Posten bleibt oder ob sich eine Seite eine Veränderung wünscht. Arbeitgeber sind zwar verpflichtet, ihre Mitarbeiter nach der Elternzeit erneut zu beschäftigen, allerdings nicht notwendigerweise auf ein- und demselben Arbeitsplatz. Ausschlaggebend ist, was im Arbeitsvertrag vereinbart ist.

Und weil kurz vor dem Wiedereinstieg die Kommunikation wieder aufgenommen werden muss, sollte ebenfalls besprochen werden, wann genau der Zeitpunkt ist, welche Informationen dann nötig sind und wer im Unternehmen angesprochen werden soll.

Einige Mitarbeiter haben vielleicht trotz der Auszeit das Interesse, an Veranstaltungen wie Feiern oder Ähnlichem teilzunehmen. Auch kann es ratsam sein, Mitarbeiter trotz Auszeit über Neuerungen usw. zu informieren. Sprechen Sie daher auch an, ob und wie solche Informationen ausgetauscht werden können. Technische Neuerungen oder unternehmensspezifische Veränderungen gibt es immer. Wer seinem Arbeitgeber für einen gewissen Zeitraum den Rücken kehrt, wird bei seiner Rückkehr wichtige Informationen benötigen und hierfür dankbar sein, wenn er die Möglichkeit erhält, diese auch zeitnah zu erhalten. Damit der Wiedereinstieg nicht ganz so überraschend wird, kann ein regelmäßiger Kontakt daher sehr sinnvoll sein.

Ihr Ulf Weigelt