Ich habe dieses Jahr zu Weihnachten das erste Mal Rufbereitschaft. Was muss ich dabei konkret beachten?, fragt Manuela Schneider.

Sehr geehrte Frau Schneider,

bei einer Rufbereitschaft, auch als Hintergrundbereitschaft bekannt, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, außerhalb seiner regelmäßigen Arbeitszeit seiner Arbeit auf Abruf nachzugehen. Das heißt, werden Sie angerufen, müssen Sie sich sofort auf den Weg zum Arbeitsort begeben.

Dafür müssen Sie Ihrem Arbeitgeber zuvor mitteilen, wo Sie sich während der Dauer der Rufbereitschaft aufhalten. Diese Information ist für Ihren Arbeitgeber wichtig, da er so feststellen kann, ob Sie auch zeitnah tatsächlich am Arbeitsort erscheinen können – was elementar für die Rufbereitschaft ist. Als Maßstab dient in der Regel die übliche Wegezeit zwischen Wohnort und Betrieb. Zudem müssen Sie für eine ständige Erreichbarkeit sorgen.

Können Mitarbeiter aufgrund der hohen Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort nicht zeitnah erscheinen – heutzutage ist es nicht unüblich, dass Arbeitnehmer zum Arbeitsort bis zu einer Stunde Wegezeit benötigen – müssen Arbeitgeber statt Rufbereitschaft den Bereitschaftsdienst anordnen. Der nämlich verpflichtet Mitarbeiter, sich an einem vom Arbeitgeber bestimmten Ort aufzuhalten.

Ihr Ulf Weigelt