Schon ein kleiner Riss kann große Folgen haben. Feuchtigkeitsschäden in Fassade und Mauerwerk machen sich oft erst bemerkbar, wenn der Schaden bereits weit fortgeschritten ist – und die Hausbesitzer alleine ihn nicht mehr reparieren können. Denn für die Instandsetzung von schadhaften Fassaden- oder Mauerteilen, Holz- und Dachkonstruktionen braucht man Fachwissen.

Wissen, das Holz- und Bautenschützer haben. Sie erkennen Schäden am Mauerwerk, setzen durch Salz oder Feuchtigkeit geschädigte Mauerteile instand und dichten innen und außen liegende Wände gegen eindringende Feuchtigkeit ab. Zudem beseitigen sie Schäden an Fachwerk- und Dachkonstruktionen aus Holz, die durch Pilze, Schwämme und Insekten hervorgerufen wurden, und schützen das Holz für die Zukunft.

Bevor sich Holz- und Bautenschützer zum Beispiel an die Sanierung einer von Feuchtigkeit befallenden Hauswand machen, müssen sie den Schaden gründlich analysieren. Sie begutachten das Gebäude und wählen anschließend aus unterschiedlichen Sanierungstechniken die geeignetste Variante aus. Bevor sie sich an die Arbeit machen, stellen sie das nötige Werkzeug und Material zusammen.

Auf der Baustelle graben sie den Boden auf, entfernen Putz oder Wandanstriche oder stemmen die Mauer sogar auf, je nach Schaden und Sanierungsmethode. Sie schleifen Mauerteile ab, bereiten den Untergrund für die Sanierung vor, mischen Putz und bearbeiten Steine. Zum Schutz vor Feuchtigkeit, oftmals bei Mauerwerk, das unter der Erde liegt, bringen sie Gewebematten zusammen mit einem Bitumenanstrich auf der Mauer auf. Ist die Gebäude von Pilzen und Schwämmen befallen, treiben sie Löcher in Wände, um eine spezielle Flüssigkeit hineinzupumpen und das Mauerwerk so zu erhalten. Sie bringen auch Kunstharze und andere Chemikalien in das Mauerwerk ein, um die Hauswand vor Feuchtigkeit zu schützen.

Die Beseitigung von Schäden an hölzernen Fachwerk- oder Dachkonstruktionen ist ähnlich anspruchsvoll, zum Beispiel wenn ein Dachstuhl, vor Feuchtigkeit, Pilzen oder Insektenbefall geschützt werden soll. Betroffene Holzbalken werden dazu mit geeigneten Chemikalien behandelt, schadhafte Teilstücke ausgetauscht und ersetzt, die Oberfläche zum Schutz behandelt und zu guter Letzt versiegelt.

Ganz gleich jedoch, ob feuchtes Mauerwerk oder baufälliger Dachstuhl: Jeder Arbeitsschritt muss von den Holz- und Bautenschützern im Detail dokumentiert werden. Sie schreiben Protokolle und halten den Baufortschritt im Bild fest.

Holz- und Bautenschützer tragen ein hohes Maß an Verantwortung. Mit ihrem Einsatz sollen sie Schäden nicht nur beheben, sondern ein Bauwerk für die nächsten Jahre dauerhaft schützen. Dafür brauchen sie Sorgfalt und Geduld; daneben technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und körperliche Fitness.