Wege zum neuen Job Das Bewerbungs-Alphabet
Von A wie Assessment-Center bis Z wie Zeugnis: Worauf bei Bewerbungen zu achten ist. Eine Übersicht. Von Tina Groll
Bewerbungsphasen gehören zum Berufsleben, zumal in der Krise, wenn freie Arbeitsplätze rar und begehrt sind. ZEIT ONLINE hat zusammengestellt, worauf Jobsuchende achten sollten - sortiert nach den Buchstaben des Alphabets.
A wie Assessmentcenter: Das AC, wie es abgekürzt von Personalern genannt wird, ist ein gängiges Auswahlverfahren, um Bewerber meist mehrere Tage lang unter Stressbedingungen auf ihre Kompetenzen, Flexibilität, Teamfähigkeit und Schnelligkeit zu testen. Ein AC umfasst sowohl Gruppen- als auch Einzelaufgaben, Rollenspiele und zumeist auch eine Diskussion und eine Selbstpräsentation. Meist sind mehrer Personaler und oft auch ein Psychologe anwesend. Sie beobachten die Jobanwärter und fällen auf Grundlage ihres so gewonnenen Eindrucks eine Entscheidung. Schlechte Chancen hat, wer sich verstellt oder zu nervös wirkt.
B wie Bild: Das Bewerbungsfoto ist seit Einführung des Antidiskriminierungsgesetzes nicht mehr Pflichtbestandteil einer Bewerbung. Trotzdem ist es sinnvoll, ihr auch ein Bild beizufügen. Prinzipiell gibt es keine allgemeingültigen Richtlinien für ein Bewerbungsbild: Format, Zuschnitt und Farbe kann der Bewerber frei entscheiden. Je nach Job und Branche kann ein ungewöhnlich geschnittenes Foto dazu beitragen, dass die Bewerbung heraussticht. Seriös sollte das Bild trotzdem sein, von einem professionellen Fotografen gefertigt, und es sollte zur Branche passen.
C wie (künftiger) Chef: Wer eine Bewerbung schreibt, sollte den Namen seiner Ansprechpartner kennen! "Sehr geehrte Damen und Herren" verrät: Der Bewerber interessiert sich offenbar nicht besonders für das Unternehmen, bei dem er arbeiten möchte.
C wie (früherer) Chef: Wer es zu einem Vorstellungsgespräch schafft, hält lieber mit seiner sehr ehrlichen Meinung über frühere Arbeitgeber hinterm Berg. Dass der frühere Vorgesetzte ein Choleriker war, bleibt besser ungesagt. Loyale Mitarbeiter haben bessere Chancen auf eine neue Stelle.
D wie Daten: Vorsicht mit Daten im Internet. Längst ist bekannt, dass Personaler das Profil ihrer Bewerber im Netz überprüfen. Doch meist haben sie nur wenige Minuten Zeit, um sich die ersten Namenstreffer einer Suchmaschine anzuschauen. Wer hier mit einer eigenen Website, beispielsweise einer Internetseite, die speziell für die Bewerbung angelegt wurde, zu finden ist, hat vieles richtig gemacht. Pluspunkte bekommt auch, wessen Name in Fachpublikationen auftaucht oder wer als Mitarbeiter der aktuellen oder früheren Firma im Netz zu finden ist. Auch ein Profil auf einer Businessplattform wie Xing oder LinkedIn, in der die angegebenen Berufsdaten mit denen in der Bewerbung übereinstimmen, hilft weiter. Andere Profile in sozialen Netzwerken sollten keine lasziven Partybilder enthalten oder so eingestellt sein, dass wirklich nur enge Freunde auf diese Daten, Videos oder Bilder Zugriff haben.
E wie Empfehlungsschreiben: Referenzschreiben sind im britischen und amerikanischen Sprachraum üblich. Sie sollen eine Bewerbung aufwerten und Vertrauen schaffen. In Deutschland hat sich das Empfehlungsschreiben bislang noch nicht durchgesetzt. Es wird überwiegend bei der Vergabe von Stipendien eingesetzt; auch Freiberufler können von ihm profitieren. Verfasst wird ein solches Schreiben von einer dritten Person, die hohes Ansehen besitzt und mit ihrem Namen bürgt. Es sollte maximal zwei Seiten umfassen, wenn möglich mit dem Briefkopf des Unternehmens oder der Institution des Verfassers versehen sein und eine persönliche Unterschrift tragen. Wichtig ist auch, die Gründe des Schreibens darzulegen und spezielle, für den künftigen Job relevante Eigenschaften des Bewerbers hervorzuheben.
- Datum 27.10.2009 - 18:55 Uhr
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"[Bild] von einem professionellen Fotografen gefertigt"
Wenn man das Bewerbungsfoto selber macht behält man ALLE Rechte am Bild und kann damit machen was man will, so z.B. das Bewerbungsfoto später auch auf der Firmenhomepage veröffentlichen wenn es mit dem Job geklappt hat. Kommt das Bild dahingegen vom professionellen Fotografen so hält dieser die Rechte daran und kann seinen Kunden abmahnen/verklagen/juristischen Ärger machen wenn dieser "sein" Foto (welches der Kunde bezahlt hat, aber juristisch ist das egal) verwendet. Deshalb: Finger weg vom professionellen Fotografen, selber machen, Kosten sparen und eventuellen juristischen Ärger vermeiden.
(Ich verstehe zwar nicht warum ein Fotograf einem Kunden deswegen juristischen Ärger machen würde denn dieser Kunde kommt sicher NICHT wieder und empfiehlt diesen Fotografen sicher ausdrücklih NICHT weiter, aber sicher ist sicher und esist schon vorgekommen dass professionelle Fotografen deshalb ihren Kunden juristischen Ärger gemacht haben und deshalb hilft nur selber machen)
Hallo!
Auch wenn meistens geschrieben wird, dass sich Bewerber durch Profile in Sozialen Netzwerken die Job-Chancen verbauen können, so können sich in meinen Augen auch Bewerber durch ein optimales Facebook-Profil ihre Job-Chancen erhöhen.
Eine Studienfreundin ist mittlerweile in der Personalabteilung eines mittelständischen Unternehmens tätig. Für eine Stelle waren am Ende noch 3 Bewerberinnen im Rennen. Neben der Ausbildung und der bisherigen Berufserfahrung war es der Firma sehr wichtig, dass der Bewerber ein selbstbewusstes, freundliches und nicht schüchternes Auftreten an den Tag legt. Letztendlich hat sich die Bewerberin durchgesetzt, die in einem Social Network ein Profil mit vielen Partybildern ( ich glaub es waren die http://r.ednetz.de Partybilder).
Wieso gerade wegen Partybildern?
Die Begründung meiner Studienfreundin war ganz einfach.
Weil die Bewerberin mit vielen Freunden gut drauf abgebildet war, wurde angenommen, dass die Bewerberin sehr beliebt ist. Somit scheint sie selbstbewusst, nicht schüchtern und sehr kommunikativ zu sein. Das war der Grund, wieso genau die Bewerberin ausgewählt wurde.
Ich hoffe, ich konnte mit dem positiv Beispiel aufzeigen, dass Soziale Netzwerke grundsätzlich bei normaler Nutzung sich nicht negativ auswirken. Aber natürlich könnte auch eine Negativ-Darstellung in Social Networks an einer Absage schuld sein.
liebe Grüße aus München
Sebastian
Wer einmal diesen Bewerbungsterror mitgemacht hat, wird dies nicht wieder tun.
Pech für die Deutsche Wirtschaft, dass sie mich trotz 100 Bewerbungen nicht wollte. Jetzt bin ich in der Schweiz gelandet und werde mir diesen Bewerbungsterror Deutscher Unternehmen so schnell nicht wieder antun.
Fachkräftemangel - selbst verschuldet!
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