Arbeitslosengeld Wie schlimm ist Hartz IV?
Viele Arbeitslose haben Angst vor Hartz IV. Sie fürchten, in eine Armutssackgasse gedrängt zu werden. ZEIT ONLINE klärt die wichtigsten Fragen zum Arbeitslosengeld II.
Ich werde arbeitslos. Welches Arbeitslosengeld erhalte ich denn überhaupt?
Arbeitslosengeld I: Das sogenannte Alg I bekommen alle, die innerhalb der Rahmenfrist von zwei Jahren mindestens ein Jahr lang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. Eingezahlt hat, wer in einem beitragspflichtigem Beschäftigungsverhältnis gearbeitet hat, Beamter war oder als Freiberufler eine freiwillige Arbeitslosenversicherung abgeschlossen hatte.
Arbeitslosengeld II: Das als Hartz IV bekannte sogenannte Alg II ist eine Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Hilfebedürftige nach dem SGB II. Das heißt: Wer mindestens 15 Jahre alt ist, erwerbsfähig, dauerhaft in Deutschland lebt und hilfebedürftig ist. Anspruch auf Alg II hat also jeder, der nicht aus eigener Kraft seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Das Alg II wird auch zusätzlich zum Alg I bezahlt, wenn dieses zu niedrig ist, um davon leben zu können. Monatlich gibt es 359 Euro für einen Alleinstehenden.
Muss ich jetzt jeden Job annehmen – auch 1-Euro-Jobs?
Arbeitslosengeld I: Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass man dreimal einen Vermittlungsvorschlag ablehnen darf, ehe Sanktionen eintreten. Das ist falsch. Arbeitslose müssen jedes zumutbare Beschäftigungsangebot annehmen. Das klingt strenger als es ist. Die Arbeitsagentur vermittelt in der Regel nur in das zuletzt ausgeübte Berufsfeld. Es sei denn, eine Einstellung in diesem Bereich erscheint nicht realistisch, weil keine geeigneten Stellenangebote auf dem relevanten Arbeitsmarkt vorhanden sind. Beim Gehalt gilt: In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit sind Beschäftigungen zumutbar, deren Arbeitsentgelt mindestens 80 Prozent des Entgelts entspricht, das der Arbeitslose zuvor verdient hat. In Hinblick auf die Fahrzeit gelten Pendelzeiten zwischen Wohn- und Arbeitsort von insgesamt zweieinhalb Stunden als angemessen und zumutbar.
Arbeitslosengeld II: 1- Euro-Jobs gibt es nur für Alg II Empfänger. Diese Arbeitsgelegenheiten sollten das "letzte" Mittel sein, falls ein Jobsuchender wirklich keine andere Arbeit finden kann. Vorab müssen die Arbeitsberater aber prüfen, ob andere Leistungen (je nach Qualifikation und Lebenslauf) der Arbeitsförderung wirksamer sind. Insbesondere Personen, die noch nicht lange beschäftigungslos sind – beispielsweise Studienabsolventen oder junge Fachkräfte, die im Anschluss an einen befristeten Vertrag nicht auf Anhieb eine Weiterbeschäftigung gefunden haben – wird zumeist kein 1-Euro-Job angeboten. Prinzipiell steht die Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt immer im Vordergrund. Langzeitarbeitslose sollen diese Arbeitsgelegenheiten jedoch der persönlichen wie beruflichen Stabilisierung dienen. Wer viele Jahre lang ohne Arbeit ist, hat durch diese Maßnahme die Chance, sich wieder an einen geregelten Arbeitstag zu gewöhnen.
Wird eine berufliche Weiterbildung gefördert?
Sowohl Alg-I- als auch für Alg-II-Empfänger haben die Möglichkeit, eine geförderte Weiterbildung in Anspruch zu nehmen. Für beide Personenkreise gelten dieselben gesetzlichen Regelungen. Der Arbeitsvermittler prüft anhand des individuellen beruflichen Werdeganges, ob eine Qualifizierung erforderlich ist. Zudem wird geschaut, ob die gewünschte Weiterbildung den aktuellen Arbeitsmarktanforderungen entspricht. Grundsätzlich können kurzzeitige und anerkannte Maßnahmen gefördert werden. Bei Interesse an einer Qualifizierung ist es ratsam, bereits vor dem Beratungsgespräch nach geeigneten Kursen zu recherchieren, um seinem Arbeitsvermittler gleich eine konkrete Bildungsmaßnahme benennen zu können. In der Weiterbildungsdatenbank Kursnet kann man sich überdies deutschlandweit über das Maßnahmeangebot informieren
Darf ich eine Nebentätigkeit aufnehmen? Wie viel darf ich dazuverdienen?
Arbeitslosengeld I: Als Empfänger von Alg I dürfen Jobsuchende eine Nebentätigkeit ausüben, wenn diese weniger 15 Stunden in der Woche umfasst. Der Verdienst ist bis zu 165 Euro im Monat anrechnungsfrei. Das heißt: 165 Euro dürfen verdient werden; alles darüber hinaus wird vom Arbeitslosengeld I abgezogen. Wer aber bereits mindestens zwölf Monate lang vor der Arbeitslosigkeit eine geringe Beschäftigung ausgeübt hat, die fortgesetzt werden kann, bekommt einen höheren Freibetrag. Die Einkommensgrenze richtet sich dann nach dem durchschnittlichen Verdienst, der zuvor mit Job und Nebentätigkeit erwirtschaftet wurde.
Arbeitslosengeld II: Hier gibt es keine Stundenbegrenzung. Es gilt, je mehr desto besser, um die Hilfebedürftigkeit zu verringern. Anders als das Alg I, ist das Alg II keine Versicherungsleistung für Arbeitslose, sondern eine Leistung an Bedürftige. Alg-II-Empfänger müssen daher nicht zwangsläufig beschäftigungslos sein. So erhalten auch Personen, die im Niedriglohnsektor arbeiten und von ihrem Lohn ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können, aufstockend Alg II. Ein monatlicher Nebenverdienst bis zu 100 Euro wird nicht auf das Alg II angerechnet. Bei höheren Verdiensten staffelt sich der Anrechnungssatz prozentual je nach Höhe des Einkommens.
- Gründungszuschuss
Der Gründungszuschuss wird in zwei Phasen geleistet: Für neun Monate gibt es den Zuschuss in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes. Danach können Gründer für sechs weitere Monate 300 Euro für ihre soziale Absicherung bekommen – jedoch nur, wenn sie mit ihrem Unternehmen Einnahmen erzielt haben. Anspruch auf den Gründungszuschuss haben alle, die bis zur Gründung noch mindestens 90 Tage Arbeitlosengeld I bekommen hätten.
- Einstiegsgeld
Wer vor seiner Gründung Arbeitslosengeld II bezogen hat, bekommt das sogenannte Einstiegsgeld. Über die Genehmigung entscheidet der Arbeitsberater. Die Höhe wird nach der monatlichen Regelleistung des Arbeitslosengeld II berechnet.
Bekomme ich Zuschüsse, wenn ich mich selbständig mache?
Arbeitslosengeld I: Sofern durch die Aufnahme einer Selbständigkeit die Arbeitslosigkeit beendet wird, gibt es einen Gründungszuschuss. Wichtig ist, dass es sich um eine Neugründung handelt und dass der Gründer zum Zeitpunkt der Aufnahme der selbständigen Tätigkeit noch mindestens 90 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld I hat (siehe Infobox). Der Gründungzuschuss wird in Höhe des Arbeitslosengeldes für eine Dauer von neun Monaten gezahlt. Zusätzlich werden 300 Euro für die Sozialversicherung gewährt, da Selbständige allein für die Sozialabgaben aufkommen müssen. Nach den neun Monaten können die Gründer, wenn sie Einkommen in dieser Zeit erwirtschaftet haben, für weitere sechs Monate die Pauschale von 300 Euro beantragen.
Arbeitslosengeld II: Alg II Empfänger können bei Aufnahme einer Selbständigkeit durch ein Einstiegsgeld gefördert werden. Dies wird für maximal 24 Monate gewährt und beträgt meist die Hälfte des Regelsatzes des Alg II. Hierbei werden unter anderem die Dauer der Arbeitslosigkeit sowie die Größe der Bedarfsgemeinschaft berücksichtigt.
Habe ich Anspruch auf Urlaub?
Auch Arbeitslose haben Anspruch auf 21 Tage Urlaub (oder auch Ortsabwesenheit) im Kalenderjahr unter Fortzahlung der Leistungen, dies gilt sowohl für Alg I als auch für Alg II Empfänger. Der Antrag sollte kurzfristig etwa eine Woche vor Antritt des Urlaubs gestellt werden.
- Datum 07.01.2010 - 15:15 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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... nur eines wurde natürlich komplett weggelassen: das Aufzehren sämtlichen Eigentums, bis man endlich ganz unten angekommen ist und Staatsalmosen in Kauf nehmen darf. Gerade in einem bestimmten Alter, in dem ein erfolgreicher Neustart eher unrealistisch scheint, eine furchtbar depremierende Demütigung.
Das schlimme an H4 ist aber auch nur bedingt die Geldmenge, sondern eher die Abhängigkeit von der Behördenwillkür, als ob das Gefühl, nicht für sich sorgen zu können, nicht schon schlimm genug wäre, haarsträubende Fälle gibt es haufenweise, die Gerichte sind voll, von Streitigkeiten um Kleinstbeträge bis hin zur Existenzgefährdung:
http://arbeits-abc.de/for...
Dank H4 bekommen übrigens auch Obdachlose kein Geld mehr, ausweglos ganz unten, ohne Geld keine Wohnung, ohne Wohnung kein Geld, und natürlich null Jobchancen ohne festen Wohnort.
Von den bornierten Vorurteilen der Arbeitsplatzbesitzenden mal ganz abgesehen, ist H4 eine Katastrophe für die Betroffenen, schon deshalb weil die wenigsten eine Perspektive haben, da je wieder rauszukommen.
Ich würde H4 abschaffen und stattdessen den Staat verpflichten ausreichend Arbeitsstellen (mit Durchschnittsstundenlohn) anzubieten, damit man sich wenigstens an die Armutsgrenze selbst ranarbeiten kann und nicht mehr als Schmarotzer gesehen wird (natürlich mit Ausnahmen für Alleinerziehende usw.).
Sie schrieben:
Dank H4 bekommen übrigens auch Obdachlose kein Geld mehr, ausweglos ganz unten, ohne Geld keine Wohnung, ohne Wohnung kein Geld, und natürlich null Jobchancen ohne festen Wohnort.
Meine Kenntnisse über die Ursachen von Obdachlosigkeit sind zugegebenermaßen sehr begrenzt. Ihre Aussage habe ich dennoch mit Verwunderung und Skepsis zur Kenntnis genommen, da ich mir die von Ihnen geschilderte Situaton in unserem wohlorganisierten Sozialstaat nicht vorstellen konnte und bei Wikipedia unter dem Suchwort Obdachlosigkeit nachgeschlagen.
U.a. steht dort:
„In Deutschland unterscheidet das Polizei- und Ordnungsrecht zwischen „freiwilliger“ und „unfreiwilliger“ Obdachlosigkeit. Ein „freiwillig Obdachloser“ (veralterte Bezeichnung: Nichtsesshafter) hat als Person, die ohne feste Unterkunft von Ort zu Ort zieht, keinen Anspruch auf Unterbringung seitens der Ordnungs- und Sicherheitsbehörden. Erst wenn er sich dauerhaft um eine Unterkunft bemüht, gilt er bei der staatlichen Exekutive als „unfreiwillig Obdachloser“ (Obdachloser im eigentlichen Sinn). Dann besteht eine Verpflichtung zur Unterbringung aus den jeweiligen landesrechtlichen Generalklauseln (z. B. Art. 7 Abs. 2 Nr. 3 des bayerischen Landesstraf- und Verordnungsgesetzes).“
Mit anderen Worten: Wer sesshaft werden will, hat Anspruch auf Unterbringung durch die staatliche Exekutive und damit hätte er auch Anspruch auf HartzIV.
Sie schrieben:
Dank H4 bekommen übrigens auch Obdachlose kein Geld mehr, ausweglos ganz unten, ohne Geld keine Wohnung, ohne Wohnung kein Geld, und natürlich null Jobchancen ohne festen Wohnort.
Meine Kenntnisse über die Ursachen von Obdachlosigkeit sind zugegebenermaßen sehr begrenzt. Ihre Aussage habe ich dennoch mit Verwunderung und Skepsis zur Kenntnis genommen, da ich mir die von Ihnen geschilderte Situaton in unserem wohlorganisierten Sozialstaat nicht vorstellen konnte und bei Wikipedia unter dem Suchwort Obdachlosigkeit nachgeschlagen.
U.a. steht dort:
„In Deutschland unterscheidet das Polizei- und Ordnungsrecht zwischen „freiwilliger“ und „unfreiwilliger“ Obdachlosigkeit. Ein „freiwillig Obdachloser“ (veralterte Bezeichnung: Nichtsesshafter) hat als Person, die ohne feste Unterkunft von Ort zu Ort zieht, keinen Anspruch auf Unterbringung seitens der Ordnungs- und Sicherheitsbehörden. Erst wenn er sich dauerhaft um eine Unterkunft bemüht, gilt er bei der staatlichen Exekutive als „unfreiwillig Obdachloser“ (Obdachloser im eigentlichen Sinn). Dann besteht eine Verpflichtung zur Unterbringung aus den jeweiligen landesrechtlichen Generalklauseln (z. B. Art. 7 Abs. 2 Nr. 3 des bayerischen Landesstraf- und Verordnungsgesetzes).“
Mit anderen Worten: Wer sesshaft werden will, hat Anspruch auf Unterbringung durch die staatliche Exekutive und damit hätte er auch Anspruch auf HartzIV.
bei einem Verleiher von Arbeitskräften, dem modernen Pendant zum Sklavenhändler, ein Arbeitsangebot, dass man nicht ablehnen kann. Und schon ist man mitten drin, im deutschen Prekariat!
Man hat zwar einen Job (zumindest für eine kurze Zeitspanne), aber der bringt oft nicht mal bei Vollzeit genug Verdienst ein, um damit sich selbst und seine Familie angemessen zu ernähren. Das ist der Regierung dann allerdings ein kleines Zubrot in Form der Aufstockung wert; Hauptsache man ist raus aus der Arbeitslosenstatistik, die der Koalition wenig positive Publicity einbringt, sollte sich "zu hoch" (im Verhältnis zu was?) sein. Der einzige Vorteil dieser Art von menschenunwürdiger Beschäftigung, man ist ggf. schnell wieder raus aus dem meist miesen Job, da man der erste ist, der gekickt wird ;))
Das daraus eine feste Anstellung erwachsen würde ist eher ein Ammenmärchen denn die Wirklichkeit. Sollte dies aber dann doch einmal passieren, dann in aller Regel eher zum Nachteil eines bis dahin festen Vollzeit-Arbeitnehmers, der dann gegen den billigeren ehemaligen Lohnsklave ausgetauscht wird, auf das die Kosten sinken und die Rendite steige :))
Nebenbei schafft man so noch einen potentiell neuen, versierten (und jetzt billigeren) Lohnsklaven in spe...
Hartz IV - davon kann man existieren, nicht leben. Dieses zweifelhafte Vergnügen durfte ich einige Monate erfahren, da ich gesundheitsbedingt die für ALG I erforderliche Anwartschaft nicht erfüllt habe.
Diese freie Zeit ist keine Freizeit, soll sie ja auch nicht sein, da sie ja zur Jobsuche dienen soll. Doch selbst diese ist mit Hartz IV nur sehr eingeschränkt möglich.
Für mich war, neben dem viel zu knapp bemessenen Geld, das schlechte Gewissen das Schlimmste. Ich fühlte mich, als sei ich gebrandmarkt. Was bei dem Ansehen, das ein Hatz IV-Empfänger genießt, auch nicht ganz abwegig ist.
genau so war es Sinne seiner Erfinder und der jetzigen Regierung gedacht, Drangsalierung und Verunglimpfung wo es nur geht!
Das aber vernünftig bezahlte Vollzeit-Arbeitsplätze zu zehntausenden wegkapitalisiert und allein der optimierten Rendite geopfert werden, danach fragt in der Regierung keine Sau!
Vom Elfenbeinturm aus ist eben leicht Riemen schneiden vom Leder der anderen, ohnmächtigen Massen da ganz unten :(((
genau so war es Sinne seiner Erfinder und der jetzigen Regierung gedacht, Drangsalierung und Verunglimpfung wo es nur geht!
Das aber vernünftig bezahlte Vollzeit-Arbeitsplätze zu zehntausenden wegkapitalisiert und allein der optimierten Rendite geopfert werden, danach fragt in der Regierung keine Sau!
Vom Elfenbeinturm aus ist eben leicht Riemen schneiden vom Leder der anderen, ohnmächtigen Massen da ganz unten :(((
http://www.nachdenkseiten...
5 Jahre Hartz IV
genau so war es Sinne seiner Erfinder und der jetzigen Regierung gedacht, Drangsalierung und Verunglimpfung wo es nur geht!
Das aber vernünftig bezahlte Vollzeit-Arbeitsplätze zu zehntausenden wegkapitalisiert und allein der optimierten Rendite geopfert werden, danach fragt in der Regierung keine Sau!
Vom Elfenbeinturm aus ist eben leicht Riemen schneiden vom Leder der anderen, ohnmächtigen Massen da ganz unten :(((
Fragt sich eigentlich mal ein Langzeitarbeitsloser, was wer kann???
Ich halte Hartz IV nicht für ideal, aber irgendwie ertrage ich es nicht mehr, wenn völlig unfähige Leute hier behaupten, die bösen Arbeitgeber verdienen mit Ihnen Millionen; das ist einfach falsch.
"Ich halte Hartz IV nicht für ideal, aber irgendwie ertrage ich es nicht mehr, wenn völlig unfähige Leute hier behaupten,"
Na zum Glück gibt es dich, einen echten "Leistungsträger" ;-)
Sieht man ja schon an dem fundierten Beitrag, was du alles kannst.
"die bösen Arbeitgeber verdienen mit Ihnen Millionen; das ist einfach falsch."
Nö. Es ist zumindest teilweise richtig, nicht wenige Firmen haben ihre eigenen Zeitarbeitssubunternehmen gegründet (z.B. Schlecker), kündigen ihre Angestellten und Dank H4 und Co dürfen die dann als Aufstocker für die Hälfte des Lohnes dort wieder in Anstellung gehen. Dass dadurch die Preise massenhaft gesunken wären, konnte ich bisher allerdings nicht beobachten, also wo ist das ganze Geld hin?
Andere Firmen sind (angeblich) durch die globale Konkurrenz gezwungen ständig Löhne zu drücken, bei einigen mag das sogar stimmen. Aber wer bitte zwingt uns mit einem Dumpingstaat wie China in die Freihandelskonkurrenz? Auch das eine gewollte politische Entscheidung, vorangetrieben von den großen Exportkonzernen und Banken... und uns spielt man vor, es gäbe keine Alternative und nur Sachzwänge, ALLES LÜGEN!
"...wenn völlig unfähige Leute hier behaupten...."
Mit Verlaub, Ihre Äußerungen sagen mehr über Sie, als über diejenigen, die Sie so gehässig diffamieren.
Wie können Sie Menschen beurteilen, von denen Sie nichts wissen?
Wenn ein Arbeitgeber nichts verdient, warum sollte er dann Leute einstellen?. So was habe ich ja noch nie gehört. Kosten drücken ist doch wohl zur Zeit das häufigste Mittel zur Gewinnerzielung.
Ohne auf die großen Zusammenhänge zurückgreifen zu müssen, ist einfach festzuhalten, dass die kritischen Kommentare recht haben. Rein rechnerisch mögen die Regeln der Hartz IV Gesetze aufgehen.
Die Fortbildungsmöglichkeiten für junge Menschen bieten auch eine Menge, wenn man sich entschliesst, an die Zukunft zu glauben. Aber ab Mitte 40 ist an den Menschen vorbei geregelt und bislang sind keine Absichten bemerkbar, dies zu ändern.
Es kann nicht sein, dass es sich als größter Fehler des Lebens erweist, nicht die möglichere mittlere Beamtenlaufbahn oder nicht überhaupt im öffentlichen Dienst angefangen zu haben. Im übrigen wird da auch der Praktikant zum Auffüllen der Leerstellen genutzt und die Möglichkeiten sind mittlerweile ordentlich reduziert.
Mal sehen, ob die geistig politische Wende auch den Bereich der Abstiegsbedrohten erfasst oder lediglich einen Appell zum Durchhalten der Glücklichen bdeutet. Noch immer wird in erster Linie Arbeitslosigkeit statt Arbeit finanziert.
Ein 1 Euro Job ist menschenverachtend, weil man hier nichts damit anfangen kann. Die Dubai Turm Bauer bekamen Euro 5,60 am Tag. Entscheidend ist nicht die Höhe, sondern was sie damit anfangen können. Die Pyramiden, nicht die Alterspyramiden, wurden von hoch angesehenen Könnern gebaut und nicht von Sklaven.
"Ich halte Hartz IV nicht für ideal, aber irgendwie ertrage ich es nicht mehr, wenn völlig unfähige Leute hier behaupten,"
Na zum Glück gibt es dich, einen echten "Leistungsträger" ;-)
Sieht man ja schon an dem fundierten Beitrag, was du alles kannst.
"die bösen Arbeitgeber verdienen mit Ihnen Millionen; das ist einfach falsch."
Nö. Es ist zumindest teilweise richtig, nicht wenige Firmen haben ihre eigenen Zeitarbeitssubunternehmen gegründet (z.B. Schlecker), kündigen ihre Angestellten und Dank H4 und Co dürfen die dann als Aufstocker für die Hälfte des Lohnes dort wieder in Anstellung gehen. Dass dadurch die Preise massenhaft gesunken wären, konnte ich bisher allerdings nicht beobachten, also wo ist das ganze Geld hin?
Andere Firmen sind (angeblich) durch die globale Konkurrenz gezwungen ständig Löhne zu drücken, bei einigen mag das sogar stimmen. Aber wer bitte zwingt uns mit einem Dumpingstaat wie China in die Freihandelskonkurrenz? Auch das eine gewollte politische Entscheidung, vorangetrieben von den großen Exportkonzernen und Banken... und uns spielt man vor, es gäbe keine Alternative und nur Sachzwänge, ALLES LÜGEN!
"...wenn völlig unfähige Leute hier behaupten...."
Mit Verlaub, Ihre Äußerungen sagen mehr über Sie, als über diejenigen, die Sie so gehässig diffamieren.
Wie können Sie Menschen beurteilen, von denen Sie nichts wissen?
Wenn ein Arbeitgeber nichts verdient, warum sollte er dann Leute einstellen?. So was habe ich ja noch nie gehört. Kosten drücken ist doch wohl zur Zeit das häufigste Mittel zur Gewinnerzielung.
Ohne auf die großen Zusammenhänge zurückgreifen zu müssen, ist einfach festzuhalten, dass die kritischen Kommentare recht haben. Rein rechnerisch mögen die Regeln der Hartz IV Gesetze aufgehen.
Die Fortbildungsmöglichkeiten für junge Menschen bieten auch eine Menge, wenn man sich entschliesst, an die Zukunft zu glauben. Aber ab Mitte 40 ist an den Menschen vorbei geregelt und bislang sind keine Absichten bemerkbar, dies zu ändern.
Es kann nicht sein, dass es sich als größter Fehler des Lebens erweist, nicht die möglichere mittlere Beamtenlaufbahn oder nicht überhaupt im öffentlichen Dienst angefangen zu haben. Im übrigen wird da auch der Praktikant zum Auffüllen der Leerstellen genutzt und die Möglichkeiten sind mittlerweile ordentlich reduziert.
Mal sehen, ob die geistig politische Wende auch den Bereich der Abstiegsbedrohten erfasst oder lediglich einen Appell zum Durchhalten der Glücklichen bdeutet. Noch immer wird in erster Linie Arbeitslosigkeit statt Arbeit finanziert.
Ein 1 Euro Job ist menschenverachtend, weil man hier nichts damit anfangen kann. Die Dubai Turm Bauer bekamen Euro 5,60 am Tag. Entscheidend ist nicht die Höhe, sondern was sie damit anfangen können. Die Pyramiden, nicht die Alterspyramiden, wurden von hoch angesehenen Könnern gebaut und nicht von Sklaven.
wird Jounalismus durch Vervielfältigung von BA-Faltblattinhalten? mit Verbalklopsen "Hartz IV sogenanntes ALG II" - die Wohlstandsregelung für unsere ausgegrenzten Mitbürger ist das ALG II und wird - nach dem verurteilten Meister Hartz aus der Mangement-Elite - sogenannt. Darf in der ZEIT jetzt jeder Alles schreiben bis die Seite voll ist, die selbstgestellte Frage wird nirgendwo beantwortet. Menschenskinder - hat die Redaktionsleitung geschlafen oder ist die Journalismuskrise überall angekommen.
Wie schon weiter oben gesagt wurde ist nicht das Geld das Problem bei H4, sondern die Tatsache, daß zunächst Vermögen (das als Altersversorgung gedacht ist) aufgebraucht werden muß bevor H4 greift.
Mit Sicherheit sind nicht die jungen (bis 50-jährigen)Qualifizierten von H4 betroffen, sondern einerseits Unterqualifizerte bzw. Alleinerziehende, andererseits aber alle über 50-Jährigen, wenn sie nicht im Öfffentliche Dienst beschäftigt sind. Darunter finden sich hunderttausende von Höchstqualifizierte, die ausschließlich auf Grund ihres Geburtsdatums aussortiert werden. Und das vor dem Hintergrund, daß sie ja eigentlich noch bis 67 Jahre arbeiten sollten, was sie auch könnten und wozu sie bereit wären. Da einem 50-Jährigen heutzutage bei Arbeitslosigkeit die Rückkehr ins Berufsleben in aller Regel verwehrt bleibt, ist seine Altersarmut vorprogrammiert. Er hat ausgerechnet in den wichtigen letzten Jahren vor der Rente kein Einkommen mehr und wird systematisch zum Sozialfall heruntergezüchtet. Das ist Altersrassismus pur, der radikal und unausweichlich ist. Unternehmen wirken heute wie Jugendherbergen.
Natürlich ist die Verdrängung der Älteren auch unter den Aspekten Kosten und Profit zu sehen. Nicht von ungefähr verdient man nach einer kürzlichen Untersuchung in hundert Berufen 2009 weniger als im Jahr 1990. Der Weg in Dritte-Welt-Verhältnisse ist vorgezeichnet...jedes Gehalt ist nach unten verhandelbar.
Hartz 4 in Verzahnung mit Globalisierung und Migration macht´s möglich.
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