Das Mädchen und der Junge auf dem Foto sehen sehr nett aus, doch ist es kein Bewerbungsbild. Zwei Menschen, Hawai-Blumenkette und BIER auf dem Tisch - sehr entspannt, sehr freundlich und - Bewerbung abgewiesen.
Mir geht gerade die Sinnhaftigkeit dieses Beitrags ehrlichgestanden etwas ab.
Die Beispiele sind natürlich sehr plakativ und stellen Extreme gut dar - doch die hier dargestellten Szenen lassen sich in jedem 0815-Bewerbungsratgeber, sowohl off- als auch online, schnell nachlesen.
Zum anderen halte ich das extreme Blau im "empfohlenen" letzten Bild für deutlich zu krass, noch dazu, wo es die helle Haut des Modells sehr blass wirken lässt.
1. Blau als Hintergrundfarbe für Bewerbungsfotos ist schon seit Jahren out. Wer modern rüberkommen will, dem sei ein dezentes Grau empfohlen.
2. Wer nicht gern auf Fotos lächelt, sollte das auch nicht auf dem Bewerbungsfoto tun. Das wirkt meist eingefroren und künstlich. Mut zum Nichtlächeln. Der Gegensatz: Ein echtes, offenes Lächeln. Ist Typsache und nicht jedem gegeben.
3. Kleidung ist positionsabhängig. Als Software-Entwickler in der Open Source-Szene kann ich auch schon mal im T-Shirt kommen. In der Bank definitiv nicht.
4. Gute Bewerbungsfotos sind eine Investition und kosten Geld. Worauf man dabei achten muss, habe ich mal hier zusammengefasst: http://mensch-chance.de/b...
Man sollte das Passbild in den Bewerbungsunterlagen verbieten so wie in Amerika. Ich habe in einem Mittelständischen Betrieb in der Personalabteilung gearbeitet und wieviel da auf das Aufsehen geachtet wurde obwohl die Stelle auf die sich die Leute beworben haben nicht mal mit Kunden zutun hatte ist geradezu peinlich und diskriminierend. Hätte es kein Passbild gegeben wäre die/der Beste ausgewählt worden und nicht jemand der zufällig dem Personalchef gefällt!
Das als gut angepriesene Bild mit blauem Hintergrund lässt die Bewerberin blass erscheinen. Etwas Make Up hätte hier Wunder gewirkt! Und das Bild mit der bunte Kette - warum denn nicht? Für eine Empfangsdame zum Beispiel angemessen und gar nicht "aufgeregt". Hä?
Auch mich "schreit" der blaue Hintergrund quasi an. Und blauer Hintergrund mit blauer Bluse ist selbst für mich irgendwie irritierend. Außerdem sollte man meiner Meinung nach nicht jeden in "Zähne zeigen - Grinsen!"-Pose ablichten. Insbesondere nicht, wenn die jeweilige Person offensichtlich schiefe Zähne hat. Oder der Fotograf muss eben noch Photoshoppen dass die Schwarte kracht.
Wenn schon oberflächlich, dann wenigstens richtig.
Ich persönlich halte Bewerbungsfotos für diskriminierend, es sei denn, es gibt einen wichtigen Grund dafür (Hostessen usw.). Man kann doch sowieso spätestens im persönlichen Gespräch das Aussehen des Bewerbers erkennen.
Das sieht auf dem Bildschirm gut aus. Im Print/Ausdruck kommt oft nur noch schwarze Matsche weil die Kontraste abgesoffen sind. Im Beispiel ist die Belichtung gut gelungen. Wer sagt aber, dass z.B. bei einer Online-Bewerbungen der Drucker der Personalabteilung ähnlich gut kalibriert ist?
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Das Mädchen und der Junge auf dem Foto sehen sehr nett aus, doch ist es kein Bewerbungsbild. Zwei Menschen, Hawai-Blumenkette und BIER auf dem Tisch - sehr entspannt, sehr freundlich und - Bewerbung abgewiesen.
Mir geht gerade die Sinnhaftigkeit dieses Beitrags ehrlichgestanden etwas ab.
Die Beispiele sind natürlich sehr plakativ und stellen Extreme gut dar - doch die hier dargestellten Szenen lassen sich in jedem 0815-Bewerbungsratgeber, sowohl off- als auch online, schnell nachlesen.
Zum anderen halte ich das extreme Blau im "empfohlenen" letzten Bild für deutlich zu krass, noch dazu, wo es die helle Haut des Modells sehr blass wirken lässt.
1. Blau als Hintergrundfarbe für Bewerbungsfotos ist schon seit Jahren out. Wer modern rüberkommen will, dem sei ein dezentes Grau empfohlen.
2. Wer nicht gern auf Fotos lächelt, sollte das auch nicht auf dem Bewerbungsfoto tun. Das wirkt meist eingefroren und künstlich. Mut zum Nichtlächeln. Der Gegensatz: Ein echtes, offenes Lächeln. Ist Typsache und nicht jedem gegeben.
3. Kleidung ist positionsabhängig. Als Software-Entwickler in der Open Source-Szene kann ich auch schon mal im T-Shirt kommen. In der Bank definitiv nicht.
4. Gute Bewerbungsfotos sind eine Investition und kosten Geld. Worauf man dabei achten muss, habe ich mal hier zusammengefasst: http://mensch-chance.de/b...
Man sollte das Passbild in den Bewerbungsunterlagen verbieten so wie in Amerika. Ich habe in einem Mittelständischen Betrieb in der Personalabteilung gearbeitet und wieviel da auf das Aufsehen geachtet wurde obwohl die Stelle auf die sich die Leute beworben haben nicht mal mit Kunden zutun hatte ist geradezu peinlich und diskriminierend. Hätte es kein Passbild gegeben wäre die/der Beste ausgewählt worden und nicht jemand der zufällig dem Personalchef gefällt!
Das als gut angepriesene Bild mit blauem Hintergrund lässt die Bewerberin blass erscheinen. Etwas Make Up hätte hier Wunder gewirkt! Und das Bild mit der bunte Kette - warum denn nicht? Für eine Empfangsdame zum Beispiel angemessen und gar nicht "aufgeregt". Hä?
Auch mich "schreit" der blaue Hintergrund quasi an. Und blauer Hintergrund mit blauer Bluse ist selbst für mich irgendwie irritierend. Außerdem sollte man meiner Meinung nach nicht jeden in "Zähne zeigen - Grinsen!"-Pose ablichten. Insbesondere nicht, wenn die jeweilige Person offensichtlich schiefe Zähne hat. Oder der Fotograf muss eben noch Photoshoppen dass die Schwarte kracht.
Wenn schon oberflächlich, dann wenigstens richtig.
Ich persönlich halte Bewerbungsfotos für diskriminierend, es sei denn, es gibt einen wichtigen Grund dafür (Hostessen usw.). Man kann doch sowieso spätestens im persönlichen Gespräch das Aussehen des Bewerbers erkennen.
Das sieht auf dem Bildschirm gut aus. Im Print/Ausdruck kommt oft nur noch schwarze Matsche weil die Kontraste abgesoffen sind. Im Beispiel ist die Belichtung gut gelungen. Wer sagt aber, dass z.B. bei einer Online-Bewerbungen der Drucker der Personalabteilung ähnlich gut kalibriert ist?
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