Jobmesse für Homosexuelle Kein Job für Heteros
Diskriminierung bei der Jobbewerbung wegen der sexuellen Orientierung? Die erste Karrieremesse für Homosexuelle soll auf die Benachteiligung aufmerksam machen.
© David McNew/Getty Images

Auf dem Arbeitsmarkt machen Schwule und Lesben immer wieder Diskriminierungserfahrungen
Es gibt ungefährlichere Orte für ein Coming-out als Singapur. Das war auch dem Schweden Anders Wikberg bewusst, der 2003 für ein Jahr in dem asiatischen Land lebte. Homosexuellen droht dort eine mehrjährige Gefängnisstrafe. Wikberg hatte aber die Nase voll. "Ich wollte einfach nicht mehr lügen", sagt er.
Rückblickend eine gute Entscheidung. Die Offenheit habe nicht nur die Beziehung zu Freunden und Familie gestärkt, sondern ihm auch im Beruf geholfen. Früher hatte er oft Angst, sich dort durch ein Geständnis Nachteile einzuhandeln. "Seit ich nicht mehr ständig aufpassen muss, was ich sage, kann ich mich viel besser konzentrieren", sagt er.
Heute lebt der inzwischen 31-Jährige in München. Eine Gefängnisstrafe muss er dort nicht mehr fürchten, allerdings findet er, dass es auch hierzulande Schwulen und Lesben im Berufsleben nicht immer leicht gemacht wird. "Viele Firmen halten sich für offen, bei mir kommt das aber überhaupt nicht an."
Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Stuart B. Cameron hat Wikberg deshalb die "Milk 2010" ins Leben gerufen – die nach eigenen Angaben erste Karriereveranstaltung Europas speziell für Homosexuelle. An diesem Freitag und Samstag findet sie erstmalig in München statt.
Den Namen borgten sich Wikberg und Cameron von Harvey Milk, dem ehemaligen Bürgermeister von San Francisco. "Ein Vorbild", sagt Wikberg. "Milk war der erste US-Politiker, der offen schwul und trotzdem erfolgreich war."
Gedacht ist die Veranstaltung als Plattform zum Netzwerken. Parallel gibt es Vorträge zu Themen wie "Sind wir anders? – Homosexuelle Führungskräfte auf dem Prüfstand" oder "Outing am Arbeitsplatz – Fluch oder Segen?" Außerdem soll ein Index präsentiert werden, der Firmen vorstellt, die sich für Gleichberechtigung einsetzen.
Acht Unternehmen werden persönlich auf der Milk 2010 vertreten sein, darunter Google, SAP, Cisco und Ford. Auch Volkswagen Financial Services und IBM wollen kommen. "Wenn wir die besten Mitarbeiter für unser Unternehmen gewinnen wollen, können wir es uns gar nicht leisten, irgendjemand auszuschließen", erklärt Uta Menges, bei IBM Deutschland für die Förderung der Mitarbeitervielfalt zuständig, ihr Engagement. Darüber hinaus sei eine bunte Mischung im Unternehmen etwas überaus wünschenswertes. Schließlich fördere das die Kreativität. Die anderen Unternehmen argumentieren ähnlich, verschweigen aber auch nicht, dass sich das Engagement positiv auf das Firmenimage auswirkt.
- Datum 03.03.2010 - 11:42 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Nichts gegen Schwule und Lesben.
Aber ich bin gegen Vorwürfe im Informellen, die in jeder Richtung zu behaupten und zu instrumentalisieren sind, ohne Fakten und Gesetze zu nennen.
Frau Rampf möge doch Arbeitsgesetze und Rechtsprechung nennen, die ihre Aussage stützen.
Anderenfalls hilft nur die Positivliste, z. B.:
Frauen, Lesben, Schwule und Migranten (diese gemäß jüngsten Anregungen) werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Und dann zur Klarstellung:
Frauen und Männer, die man gemeinhin als Deutsche bezeichnet und Familie haben oder wollen oder auch nicht, also gemeinhin als heterosexuell bezeichnet werden, kommen ganz zum Schluss, denn:
ihre Einstellung könnte möglicherweise als Diskriminierung der Vorgenannten aufgefasst werden.
Wäre es das, was sich Frau Rampf so vorstellt?
Es ist zwar eine gute Idee. Ich begrüße sie sehr. Doch viele schwule "Karrieren" haben einen elenden Knick, weil man immer an 2 Fronten kämpfen muss. Während unter Heterosexuellen Karrieren einfach durch Beziehungsnetzwerke entstehen, müssen Schwule andauernd gegen Vorurteile ankämpfen und immer doppelt so gut sein. Das erlittene Unrecht in Schulen und an Unis macht keine Firma wieder gut. Allerdings beantworte ich Fragen jetzt völlig klar. Wenn der Arbeitgeber nicht mit dieser Konfrontation klar kommt, ist er auch nicht der richtige. Ich hoffe nur, dass die Messe nicht als Ablass gedacht ist. Wenn ich unter den Namen eine Volkswagen Tochter sehe und selbst erfahren musste, wie wenig im Stammwerk Außendarstellung und Umsetzung eines Diversity Managements übereinstimmen, zweifle ich doch arg.
ist in Deutschland vielfaeltig, die sexuelle Orientierung nur einer von zahlreichen Gruenden. Anstelle all dieser verstreuten Bemuehungen und Wehklagen einzelner Grueppchen, die oftmals zu nichts fuehren als Kopfschuetteln bei der restlichen Mehrheitsbevoelkerung, hilft meines Erachtens nur eine geradlinige und strikt umgesetzte Anti-Diskriminierungs-Gesetzgebung. Dementsprechend muesste bereits das Bewerbungsverfahren geaendert werden und Positionen wie Familienstand, Alter, Foto (!) aus dem Lebenslauf entfernt werden.
... eigentlich ein Vorteil - keine kranken Kinder zu Hause, zudem ein Beziehungsstressfaktor weniger.
Gibt es irgendwelche Personaler, für die die sexuelle Orientierung bei der Einstellung eine Rolle spielt?
Vielleicht bei innerbetrieblichen Karrieren. Nun ja.
Was diese Messe soll, weiss ich wirklich nicht. Angesprochen ist wohl die Generation der jungen und aufstrebenden. Und in dieser Generation gibt es heutzutage doch keine Diskriminierung der Schwulen mehr. In den meisten Bereichen, insbesondere bei den karriereorien ist das Schwulsein doch kein Hindernisgrund mehr für eine Karriere. Wer heute noch Probleme mit dem Schwulsein hat, sollte die Ursache bei sich selbst suchen und nicht bei der Gesellschaft.
Die sexuelle Neigung hat bei einer Bewerbung keine Rolle zu spielen, ob der Bewerber nun hetero- oder homosexuell ist.
Der angesprochenen Messe liegt nun aber genau das Gegenteil zugrunde: Hervorheben und Bevorzugung durch sexuelle Orientierung. Hier entsteht eher der Eindruck, dass eine "Marktlücke" gesucht wurde, um persönliche Bevorzugung und Vorteilnahme durch das Schwulsein zu erlangen. Also völlig überflüssig diese Veranstaltung.
lebt es sich gut
das haben auch die frauenverbände begriffen und bekommen geld ohne ende, nur gegen diskrimminierung tun sie nichts im gegenteil es werden enue diskrimminierungen geschaffen
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