Lohnunterschied"Frauen kommt es stärker auf ihre Leistung an"

Frauen verdienen trotz besserer Ausbildung weniger als Männer. Psychologin Brigitte Burkhart fordert deshalb im Interview mehr Transparenz bei den Gehaltsstrukturen. von 

Eine Frau im Bewerbungsgespräch

Haben die Frauen schlechter verhandelt? Eine neue Studie stellt fest, dass Absolventinnen schon beim Berufseinstieg acht Prozent weniger Gehalt bekommen als ihre männlichen Mitbewerber  |  © Rick Wilking/Reuters

ZEIT ONLINE: Frau Burkart, Sie haben gemeinsam mit Ihrer Kollegin untersucht, wie sich die Einstiegsgehälter von Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Pforzheim unterscheiden und dabei festgestellt, dass die Frauen durchschnittlich acht Prozent weniger verdienen. Als Erklärungen könnten aber nicht Erwerbsunterbrechungen, Teilzeitarbeit, geringer qualifizierte Jobs oder andere Branchen greifen. Wieso nicht?

Brigitte Burkart: Das liegt am Forschungsdesign. 3000 Absolventinnen und Absolventen der Hochschule wurden seit 1998 unmittelbar nach ihrem Studienabschluss, sowie nach vier bis neun Jahren im Beruf befragt. Wir konzentrieren uns auf die Daten beim Berufseinstieg, und können so viele für den Lohnunterschied verantwortlich gemachten Variablen als Erklärungsgrund ausschließen. Wir betrachten nur Personen, die einen Vertrag für eine Vollzeitbeschäftigung haben, und die das gleiche Fach an derselben Hochschule studiert haben, wir vergleichen also keine Kunsthistorikerinnen mit Maschinenbauern. Und beim Einstieg in den Beruf unmittelbar nach dem Abschluss liegen noch keine Erwerbsunterbrechungen vor.

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Studie

Die Diplom-Psychologin Brigitte Burkart hat mit ihrer Kollegin Kirsten Wüst die Studie Womit haben wir das verdient im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführt. Die Studie vergleicht die Einstiegsgehälter von Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Pforzheim unmittelbar nach ihrem Hochschulabschluss.

Forschungsdesign

3000 Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Pforzheim wurden seit 1998 unmittelbar nach ihrem Studienabschluss, sowie nach vier bis neun Jahren im Beruf befragt. Verglichen wurden dabei nur diejenigen aus einem Studiengang – also nicht etwa Ingenieure und Pädagoginnen. Berücksichtigt wurden auch die Abschlussnote, ob ein Auslandsaufenthalt ins Studium integriert wurde und das Engagement in studentischen Organisationen, die Zeit, die in Praktika verbracht wurde, der Schulabschluss, die berufliche Vorbildung, die Erwerbstätigkeit während des Studiums und die Mobilität der Studierenden, gemessen daran, ob eine Stellensuchen bundesweit erfolgte oder nur regional. So konnten die Variablen Ausbildung, Erwerbsunterbrechung u.a. für die Geschlechter konstant gehalten werden. Die Gehaltsdaten nach mehreren Berufsjahren wurden nicht in die Studie aufgenommen.

Beachtet wurden zudem nur solche Personen, die zum Berufseinstieg eine Vollzeit-Stelle antraten.

Ergebnisse

Durchschnittlich verdienten die Frauen schon beim Berufseintritt acht Prozent weniger als die Männer – und zwar über alle Studiengänge hinweg. In Zahlen verdienten die Männer durchschnittlich 3000 Euro mehr im Jahr als die Frauen.

Die schulische Ausbildung unterscheidet sich signifikant: 76,7 Prozent der Studentinnen hatten ein Gymnasium oder Fachgymnasium besucht, aber nur 63,2 Prozent der Männer.

Allerdings hatten 55,1 Prozent der Männer bereits eine Lehre abgeschlossen, aber nur 47,4 Prozent der Frauen.

Dafür war die Abschlussnote der Frauen im Durchschnitt mit 2,13 leicht besser als die der Männer mit 2,24. Zudem waren mehr Frauen als Männer im Ausland und in studentischen Organisationen aktiv. In der Erwerbstätigkeit unterschieden sich die Studierenden hingegen nicht.

Die Studie stellte auch fest, dass mehr Männer sich bundesweit bewarben, die Frauen eher regional nach einem Job suchten.

Erklärungen

Der Lohnunterschied kann mit der Jobauswahl der Frauen erklärt werden. Möglicherweise haben sie sich bei kleineren Unternehmen für solche Stellen beworben, die später eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf zulassen, aber schlechter bezahlt werden. Möglicherweise haben die Frauen auch schlechter ihr Gehalt verhandelt. Es befanden sich allerdings auch eine Vielzahl von Absolventinnen und Absolventen in der Studie, die bei großen Unternehmen mit einheitlichem Einstiegsgehalt anfingen.

Möglicherweise haben auch nur solche Männer den Fragebogen zurückgeschickt, die einen gut bezahlten Job hatten und somit könnten die schlecht bezahlten Männer nicht von der Befragung erfasst worden sein.

Dennoch bleibt nicht auszuschließen, dass den Frauen auf Grund ihres Geschlechts ein geringeres Einstiegsgehalt angeboten wurde.

ZEIT ONLINE: Und wie haben Sie sicher gestellt, welche Auswirkungen zusätzliche Qualifikationen der Absolventen und Absolventinnen wie etwa ein Auslandssemester oder Note, auf das Gehalt haben?

Burkart: Wie in diesen Fällen üblich, kann man mit Hilfe einer Regression mögliche andere Effekte, die das Gehalt beeinflussen können, herausrechnen; bei uns also das Abschlussjahr, den Studiengang, ein Auslandssemester, eine Erwerbstätigkeit während des Studiums, eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung, Praktika oder auch die Note.

ZEIT ONLINE: Zu welchen Ergebnissen sind Sie gekommen?

Burkart:  Pro Studiengang verdienen die Männer mehr als die Frauen, im Mittel beträgt der Gender Pay Gap acht Prozent. Dabei haben die Frauen die besseren akademischen Leistungen, sie gehen häufiger ins Ausland oder sind in studentischen Organisationen engagiert. Die Männer haben dafür vor dem Studium häufiger eine Lehre abgeschlossen und sie orientieren sich bei ihrer Jobsuche mit 40,5 Prozent etwas stärker bundesweit als Frauen mit 35,5 Prozent. Wir stellen auch fest, dass die besseren akademischen Leistungen sich bei beiden Geschlechtern in höheren Einstiegsgehältern niederschlagen. Sprich: Hätten Frauen nicht die besseren Leistungen, würden sie noch weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen.

Brigitte Burkart
Brigitte Burkart

Die Diplom-Psychologin Brigitte Burkart leitet das Programm zur Förderung der Sozial-, Methoden- und Interkulturellen Kompetenz der Fakultät für Wirtschaft und Recht an der Hochschule Pforzheim, wo sie auch Gleichstellungsbeauftragte ist. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Kirsten Wüst, Professorin für Finanzrisikomanagement und Statistik an der Hochschule Pforzheim, hat sie die Studie Womit haben wir das verdient im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführt, die kürzlich veröffentlicht wurde.

ZEIT ONLINE: Wie erklären Sie das, verhandeln die Frauen einfach schlecht und haben sich vielleicht nur bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Nähe von Pforzheim beworben, während die Männer weit weg zu den großen Firmen gegangen sind?

Burkart: Ja, das können in der Tat Erklärungen sein. Entweder haben die Frauen weniger gefordert und schlechter verhandelt als die Männer oder sie haben sich bewusst eine Stelle ausgesucht, die eine spätere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert, aber dafür nicht so gut bezahlt wird. Oder sie werden von vornherein schlechter bezahlt. Denn viele Arbeitgeber erwarten, dass Frauen Familie und Beruf vereinbaren wollen und bieten daher allen Frauen, auch denen die keine Kinder bekommen wollen, aufgrund ihres Geschlechtes weniger Gehalt. Man nennt dieses eine statistische Diskriminierung. Wir können dieses mit unseren Daten nicht beweisen, sind aber überzeugt, dass hier einer der Gründe für den von uns gefundenen Gehaltsunterschied liegt. Eine höhere Transparenz bei den Gehaltsstrukturen der Unternehmen könnte dieses Problem offen legen und so gleichzeitig auch reduzieren.
 

Leserkommentare
  1. In der Wirtschaft wird man nicht nach der Ausbildung, sondern nach der Leistung bezahlt.
    Und wer nicht verhandeln kann, zeigt, daß er eine zentrale Fähigkeit fürs Berufsleben nicht mitbringt.

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    • Pyr
    • 24. Juni 2010 12:09 Uhr

    Warum ist man leistungsfähiger, wenn man verhandeln kann? In der Mehrzahl der nicht-wirtschaftlichen Jobs ist das doch eher unwichtig.

    um sein Gehalt VERHANDELN zu müssen.

  2. und stellen fest: Wenn sich Frauen und Männer gleich benähmen (Lehre machen vor dem Studium (=Qualifikation) oder auch mal in eine andere Stadt gehen (=Mobilität)), dann würden sie im Durchschnitt auch die gleichen Gehälter haben.
    Insofern ist der Untertext zur reißerischen Überschrift schlicht falsch. Wird jetzt offen gelogen bei der Zeit? Ein Jammer, auch wenn es nur ein ideologisches Thema betrifft.

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    dass Frauen trotz der besseren Studienabschluesse noch um 8% schlechter bezahlt werden.

    Dass Frauen weniger mobil sind laut dieser Studie, wundert mich - sonst hoert man doch immer, dass Frauen eher das Elternhaus verlassen als Maenner, der Osten von Frauen entvoelkert ist etc....das ist interessant. Offenbar sind Frauen eher in anderen Lebensphasen mobiler als Maenner und umgekehrt.

  3. am herumstatistiken.

    "Frauen würden sich in anderen Branchen bewerben als Männer, ihr "Licht unter den Scheffel stellen". Diese Gründe sind möglich."

    Aha

    "Wir wissen auch nicht, ob Frauen schlicht zu wenig Geld fordern. Letzteres vermuten wir tatsächlich als einen Faktor. Frauen scheinen eher zu denken, dass es nur auf ihre Leistung ankäme, wohingegen einem größeren Teil der Männer die Selbstdarstellung wichtig ist."

    Rrrrrr? Selbstdarstellung? Aha!

    Ehrlicherweise muss man festhalten, dass Ihre Studie nicht repräsentativ für Deutschland ist.Das kann man so nicht sagen. Das Sample ist für die Hochschule Pforzheim repräsentativ.

    Wisst Ihr was? Ich lese ab sofort solche Artikel einfach nichtmehr. Basta! Die können es nicht! ;)

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    Redaktion

    Lieber Liladebila, lieber Krumm Denken,

    die Existenz von Lohndifferenzen, die nicht auf unterschiedlichen Qualifikationen beruhen, sondern allein geschlechtsspezifisch sind, kann kaum bestritten werden. Sie werden jedes Jahr aufs neue bestätigt.

    Es gibt dieses Problem in Deutschland und die Ursache ist nicht allein, dass Frauen sich schlechter verkaufen. So wird dies im Interview auch gesagt.

    Schöne Grüße

    Marcus Gatzke

    Speziell in Deutschland haben Frauen traditionell ein Problem mit der Selbstdarstellung.
    Doch Verkaufen können, auch seine eigen Leistung, ist elementarer Bestandteil jeder Leistung.
    Jeder, der schon mal Ware an den Mann, die Frau bringen musste weis, das die Bedeutung des Verkaufs größer 50% liegt am Erfolg. Eine Umstand der nicht nur von Frauen, sondern von den meisten abhängig Beschäftigten unterschätzt wird.
    Anders ist das nur bei Brot etc. wo ein ständiger Bedarf auch unabhängig zu Umsatz führt.

    Dabei hätten es Frauen durchaus einfacher als Männer sich zu verkaufen, allerdings haben sie heftiger mit eifersüchtiger Konkurrenz der Geschlechtsgenossinen zu kämpfen und der fehlerhaften Ansicht, dass nur ihre Verstandes- oder Arbeitsleistung gefragt sein dürfte.
    Das ist wohl verständlich, da Sexismus und entsprechende Übergriffe ein großer Nachteil bei einem ansonsten großen Vorteil darstellen.
    Der richtige Umgang damit und die Einhaltung der Grenze vom Nutzen zum Ausnutzen wollen wohl tariert und balanciert werden.
    Die diesbezüglich allzu prüde Frauenbewegung, die fortschreitende Stigmatisierung von Nebenleistungen als Vorteilsnahme, die wirklich nichts mit Korruption, aber viel mit puritanischem Unverständnis zu tun hat und weibliche Hinterhältigkeit hinsichtlich attraktiverer Konkurrenz sind da wirklich beschwerliche Altlasten.

    Allerdings scheint mir die jüngere Generation damit deutlich pragmatischer umzugehen, was ihren Erfolg auch zukünftig rechtfertigen wird.

    H.

  4. Den Firmen ist die Selbstdarstellung leider wichtig oder zumindest dem Personaler.

    Das Problem haben auch Männer zu hauf, dass sie besser als andere sind, aber sich nicht selbst verkaufen wollen, was in der Regel schönreden bis lügen bedeutet. Über die schreibt nur niemand solche herzzereißenden Artikel.

    Abgesehen davon gibt es auch genug Frauen, die sich genau so verhalten und selbst im Alltag stets eine Rolle spiele und sich allzuoft für was besseres halten.
    Dazu gibt es sogar eine Studie, dass heutzutage ein erschreckend große Anzahl von Frauen unter Narzismus leiden, sich also für besser halten, als sie sind. Grund dafür mögen ständige Artikel sein, die jegliche weibliche Leistung als überlegen hinstellen, aber natürlich niemals anerkannt.
    Wer das glaub, muss ja zwangsläufig zum missverstandenen Narzisten werden und man fragt sich, ob die Medien und Pseudowissenschaftler nicht gerade damit eine Gefahr für junge Frauen sind.

    Diese ständige Mann/Frau gesabbel, über jegliche Bedeutung seitens der Fortpflanzung hinaus, ist doch das eigentliche Problem. Ständig wird unterschieden, in jedem noch so kleinen Punkt und daraus soll dann Einheit entstehen? Als ob man versucht, mit einer Axt zwei Stämme zu einem Baum zusammenzufügen.

  5. Redaktion

    Lieber Liladebila, lieber Krumm Denken,

    die Existenz von Lohndifferenzen, die nicht auf unterschiedlichen Qualifikationen beruhen, sondern allein geschlechtsspezifisch sind, kann kaum bestritten werden. Sie werden jedes Jahr aufs neue bestätigt.

    Es gibt dieses Problem in Deutschland und die Ursache ist nicht allein, dass Frauen sich schlechter verkaufen. So wird dies im Interview auch gesagt.

    Schöne Grüße

    Marcus Gatzke

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    Gem. Ihrer Aussage müsste es ja dann ein leichtes sein, belastbare Zahlen vorzulegen. Bisher, auch die hier präsentierte Studie, bleibt alles sehr vage.
    Am Besten finde ich noch den Anspruch auf Representativität dieser Studie, wobei sich dann im Interview herausstellt, dass die Zahlen nur für BWL gelten und ausserdem noch einem (wie auch immer ermittelten Schlüssel) unterworfen wurden.

    Fragen die, ich gerne durch Zahlen belegt hätte sind:

    - gibt es vielleicht einen Zusammenhang zwischen Herkunft und späterem Einkommen -> Stichwort "Vitamin B"
    - Wie wurde das Einkommen gemittelt? Gem. der Aussage im Artikel dürfte es keinen Mann geben, der weniger verdient, als die am besten verdienende Frau
    - wie wurde mit statistischen Ausreissern umgegangen?
    Ich gebe zu, dass man irgendeinen Mittelwert finden muss, aber genauso kann jeder Mittelwert beliebig missbraucht werden.

    Ich möchte nicht abstreiten, dass es Gehaltsunterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Aber sollte man dann nicht erstmal innerhalb der Geschlechter vergleichen, wie da die Lohnunterschiede sind, um auf einen Unterschied zwischen den Geschlechtern schliessen zu können?

    Gibt es unter Umständen noch andere (unbewusste) Faktoren? Könnte z. B. die Haarfarbe oder der (Vor-)Name einen Einfluss auf das Gehalt haben. Auch auf Zeit online gab es schon Artikel, die auf Ungleichbehandlung durch solche Faktoren hingewiesen haben.

    deswegen steigt nicht der Wahrheitsgehalt, nicht die Quantität macht es aus, sondern die Qualität und eines ist sicher Qualität haben derartige Studien noch nie gehabt, sie sind nur quantitativ oft in diversen Zeitschriften veröffentlicht, weil man aufgrund der extremen Frauenförderung viel Geld damit verdienen kann

    ich würde mir wünschen, dass Journalisten denken, bevor sie etwas schreiben, aber was will man erwarten, wenn Rechtschreibung und Satzstellung Ausbildungsziel Nummer 1 sind, ein Journalist hat ja im Prinzip von nichts eine Ahnung, er muss überall fragen stellen und kann dann das niederschreiben, was ihm andere sagen, daher kann man so jemandem alles auftischen unter anderem solche schlecht gemachten Studien mit vagen Vermutungen

    am lustigsten ist es ja wenn man sich anschaut wie die Schreiberlinge Einheiten und Physikalische Größen durcheinander bringen

    da wird Gewicht mit kg angegeben, Druck (eigentlich Kraft pro Fläche) in Tonnen, wobei jeder Volksschüler weiß, dass Gewicht eine Kraft ist und Kraft als Masse mal Beschleunigung definiert ist, die Journalisten verwechseln dann Kraft mit Masse, das wäre ungefähr so, wie wenn jemand sagt ich bin 5 Meter schnell, da würde sich auch jeder halbwegs normale Mensch fragen, was will mir der da sagen, da fehlt doch was oder, nämlich die zeit, in 1 Sekunde, in einer Stunde, in einer Woche oder was

    • Pyr
    • 24. Juni 2010 12:09 Uhr

    Warum ist man leistungsfähiger, wenn man verhandeln kann? In der Mehrzahl der nicht-wirtschaftlichen Jobs ist das doch eher unwichtig.

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    Na sie scheinen ja ein enges Verständnis von Leistungsfähigkeit zu haben. Präsentieren (den Sachverhalt und sich), den eigenen Standpunkt erklären, auf die Argumente des Gegenübers zu angemessen zu reagieren und versuchen diesen zu überzeugen, sind alles Bestandteile des Verhandelns. Dazu gehört auch Konflikte anzunehmen, einzugehen und konstruktiv zu lösen. Dies alles sind wichtige Elemente nicht nur für Verkäufer, sondern auch für alle anderen Mitarbeiter eines Unternehmens.
    Arbeit ist immer auch soziale Interaktion und das bedeutet, dass Selbstdarstellung ein wichtiger Bestandteil der eigenen Leistung darstellt; außer sie verlegen Eisenbahnen, aber die Zeiten sind lange vorbei. Und in den Branchen ist der Frauenanteil vergleichsweise gering…

    wenn sie das Produkt, das sie herstellen nicht an den Mann, die Frau bringen können, dann sind sie, ihr Produkt, ihr Job bald Geschichte und sie arbeitslos, darum ist das wichtig dass man sich richtig "verkaufen" kann

    jemand der sein gegenüber dahin bekommt, wo er es haben will, der ist am ende des Tages erfolgreicher und somit leistungsfähiger

    was nützt einem das beste Produkt, wenn es niemand kauft?? nichts

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