Leserartikel

Bewerbungsgespräche Was sind Ihre Schwächen?

Wie geht man am besten vor, wenn man sich als Bewerber kritisch beurteilen soll? Der Leser Karl-Heinz List ist Personalberater und gibt hilfreiche Hinweise.

Fragt ein Interviewer im Vorstellungsgespräch nach den Stärken, kommen den meisten Bewerbern die Worte leicht über die Lippen. Aber bei der Frage nach den Schwächen geraten viele ins Stocken. Wie sollen Bewerber darauf auch reagieren? Schließlich möchten sie sich von ihrer guten Seite zeigen, um den Job zu bekommen. Sie könnten Bertolt Brecht zitieren: "Schwächen: Du hattest keine. Ich hatte eine. Ich liebte." Molières Menschenfeind wäre in dem Zusammenhang noch besser: "Meine Schwäche besteht darin, dass ich offen spreche." Postulieren Unternehmen in ihren Führungsgrundsätzen nicht die authentische Kommunikation?

Im Fragebogen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung lautet eine Frage: Was ist Ihr größter Fehler? Viele Prominente wie der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki oder der Schauspieler Til Schweiger haben die gleiche Antwort gegeben: Ungeduld. Wer Einstellungsgespräche mit Führungskräften führt, kennt diese Antwort. Der Erkenntnisgewinn ist gleich null. Denn eigentlich reden sie damit von einer Stärke: Es geht ihnen alles nicht schnell genug; sie werden den Mitarbeitern schon Beine machen.

Leserartikel auf ZEIT ONLINE

ZEIT ONLINE präsentiert regelmäßig ausgewählte Leserartikel, die unsere eigenen Inhalte um zusätzliche Meinungen, Erfahrungsberichte und Sichtweisen bereichern. Vor der Veröffentlichung nehmen wir mit den Autoren Kontakt auf und sprechen über den Text, anschließend wird der Leserartikel von uns redigiert und bebildert. Auch bei Leserartikeln, die unter Pseudonym veröffentlicht wurden, kennt die Redaktion Namen und Anschrift des Autors. Alle weiteren Informationen finden Sie in unseren Leserartikel-FAQ.

Leserartikel schreiben

Welches Thema brennt Ihnen schon seit Längerem auf der Seele? Was freut, ärgert oder verwundert Sie? Welches Buch, welche Musik oder welchen Film würden Sie gerne einmal auf ZEIT ONLINE rezensieren? ZEIT ONLINE freut sich auf Ihren Leserartikel. In unseren Leserartikel-FAQ finden Sie alle wichtigen Hinweise, wie Sie beim Verfassen Ihres eigenen Artikels für ZEIT ONLINE vorgehen sollten.

Zur Artikeleingabe

Der ZEIT-ONLINE-Wald

Als symbolisches Dankeschön pflanzen wir für jeden Leserartikel, den wir veröffentlichen, einen Baum. Dabei arbeiten wir mit iplantatree.org zusammen. Zum Start des neuen Leserartikel-Projekts haben wir schon 1000 Bäume in Berlin Friedrichshagen gepflanzt und hoffen, dass daraus im Lauf der Jahre ein ganzer ZEIT-ONLINE-Wald wird. Mehr Informationen finden Sie in unseren Leserartikel-FAQ.

Was will ein Unternehmen von einem Bewerber wissen? Doch nicht nur, welche Erfolge er vorzuweisen hat, sondern auch, woran jemand gescheitert ist und was er aus den Fehlern gelernt hat. Daher sollte die Frage konkreter sein. Was war bisher ihr größter Flop? An welcher Aufgabe, an welchem Projekt sind Sie gescheitert? So erhält der Interviewer Informationen, die für die Beurteilung der Eignung eine Rolle spielen können.

Bewerber sollten eine solche Frage dazu nutzen, dem Gesprächspartner zu zeigen, dass sie souverän und mit Humor reagieren können. Das ist sicherlich nicht ganz leicht und kann auch schief gehen. Denn in einem Bewerbungsgespräch um den Posten als Vorstandsassistent könnte der Bewerber sagen: "Wenn meine kleine Tochter mich um etwas bittet und mich dabei mit ihren großen braunen Augen anschaut, werde ich schwach." Aber das ist es ja nicht, was Sie meinen. Doch kommt es der Sache recht nahe: "Ich kann schlecht nein sagen, wenn ein Kollege mich um etwas bittet. Manchmal ärgere ich mich darüber, dass ich so nachgiebig bin." Er fängt ganz locker an, und ehrlich ist er auch noch. Aber junge Führungskräfte dürfen gerade im Umgang mit Kollegen oder Untergebenen nicht ständig weich werden.

Anzeige

Richtig macht es die Bewerberin um den Posten als Personalreferentin, die auf die Frage nach einer Schwäche antwortet: "Ich bin immer noch etwas unsicher bei schwierigen Mitarbeitergesprächen, vor allem wenn es um Kündigungen geht. Ich bin irritiert, wenn Mitarbeiter, meistens Frauen, anfangen zu weinen. Ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren soll. Soll ich sie weinen lassen? Ich würde gerne einmal ein Seminar zu diesem Thema besuchen, um mehr Souveränität in der Gesprächsführung zu bekommen."

Das ist eine überzeugende Antwort, wenn man bedenkt, dass viele Führungskräfte bei Kündigungsgesprächen unsicher sind. Zugleich zeigt die Bewerberin, dass sie an dieser Schwäche arbeiten möchte, um Souveränität zu erlangen und in der sensiblen Situation besser reagieren zu können.

 
Leser-Kommentare
  1. Dass ich auf die Frage nichts zu Antworten weiss.

  2. Schwächen sind eigentlich zurecht nicht etwas, was jemand benennen könnte, denn genaugenommen gibt es sie nicht.

    Eine Leser-Empfehlung
    • Lieps
    • 09.05.2011 um 0:10 Uhr

    dieses ist doch die Frage in der heutigen Gesellschaft. In der Regel wird der Schwache doch brutal ausgebootet, oder irre ich mich? Sind denn Eigenschaften wie Mitgefühl,Hilfsbereitschaft,Barmherzigkeit heute wirklich gefragt? Doch wohl eher nicht. Stehen nicht Selbstbewußtsein, Durchsetzungsvermögen, Härte gegenüber Benachteiligten an vorderer Stelle. Reicht das "Ich Denken" nicht weit über das "Wir Denken" hinaus? Ruhig die Wirklichkeit ansehen, empfehle ich. Position überdenken. Ich irre mich selten.

    Lieps
    Preußischer Diplomat

    Eine Leser-Empfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Hallo Lieps,
    .
    ich denke, bis auf wenige Ausnahmefälle darf man in keinem Bewerbungsgespräch eine Schwäche zeigen oder zugeben. Ein Bewerbungsgespräch ist kein Privatgespräch, wo man sich eben so mal zwanglos kennen lernen könnte. Das gilt verstärkt, wenn der Interviewer ein echter Personalchef ist. Wenn man in einer "Garagenfirma" ohne HR-Abteilung ein Gespräch führt, ist natürlich alles anders und viel normaler. Da kann man sich auch mal auf sein "Bauchgefühl" verlassen. Beim Personalchef aber nicht, denn der hat klare Vorgaben, wie er eine Bewerber-Antwort zu bewerten hat.
    .
    Wenn Sie sich irgendwo bewerben, dann müssen Sie tun, als seien Sie bisher Ihr ganzes Leben lang auf einer einzigen Welle von Glück und Erfolg geritten! Ein Freund von mir war mal auf einer Arbeitsstelle, wo es Mobbing gegeben hatte. Er hat dann da nach einem Jahr gekündigt und ein Zweitstudium angefangen, das er in Bestzeit abgeschlossen hat. Als im Bewerbergespräch die Rede auf jene Arbeitsstelle kam, hat er zugegeben, dass es keine Erfolgsgeschichte für ihn war (das Mobbing hat er verschwiegen; man redet nur Gutes über frühere Arbeitgeber!) Da haben sie ihn nicht genommen, und seinen Misserfolg bei der früheren Arbeit als Begründung genannt (Begründungen von Ablehnungen sind selten!).
    .
    Für das nächste Jobinterview hat er seinen Lebenslauf geschönt: Er hat den Anfang seines Zweitstudiums um ein Jahr vorverlegt, um die Mobbing-Arbeitsstelle zu verdecken. Da hat er den Job bekommen!

    Hallo Lieps,
    .
    ich denke, bis auf wenige Ausnahmefälle darf man in keinem Bewerbungsgespräch eine Schwäche zeigen oder zugeben. Ein Bewerbungsgespräch ist kein Privatgespräch, wo man sich eben so mal zwanglos kennen lernen könnte. Das gilt verstärkt, wenn der Interviewer ein echter Personalchef ist. Wenn man in einer "Garagenfirma" ohne HR-Abteilung ein Gespräch führt, ist natürlich alles anders und viel normaler. Da kann man sich auch mal auf sein "Bauchgefühl" verlassen. Beim Personalchef aber nicht, denn der hat klare Vorgaben, wie er eine Bewerber-Antwort zu bewerten hat.
    .
    Wenn Sie sich irgendwo bewerben, dann müssen Sie tun, als seien Sie bisher Ihr ganzes Leben lang auf einer einzigen Welle von Glück und Erfolg geritten! Ein Freund von mir war mal auf einer Arbeitsstelle, wo es Mobbing gegeben hatte. Er hat dann da nach einem Jahr gekündigt und ein Zweitstudium angefangen, das er in Bestzeit abgeschlossen hat. Als im Bewerbergespräch die Rede auf jene Arbeitsstelle kam, hat er zugegeben, dass es keine Erfolgsgeschichte für ihn war (das Mobbing hat er verschwiegen; man redet nur Gutes über frühere Arbeitgeber!) Da haben sie ihn nicht genommen, und seinen Misserfolg bei der früheren Arbeit als Begründung genannt (Begründungen von Ablehnungen sind selten!).
    .
    Für das nächste Jobinterview hat er seinen Lebenslauf geschönt: Er hat den Anfang seines Zweitstudiums um ein Jahr vorverlegt, um die Mobbing-Arbeitsstelle zu verdecken. Da hat er den Job bekommen!

  3. auswendig lernen, dann wird es ein sehr gutes und erfolgreiches Personalgespräch.

    Was ist die größte Schwäche dieses Artikels?

    Er verführt Bewerber dazu, Ihre Authentizität abzulegen.

    Allerdings befürchte ich, dass wieder einmal so ein Leserbrif veröffentlicht wurde, an dessen Diskussion der Autor sich nicht beteiligen wird.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Herr Stenkamp,
    Sie haben nicht Recht behalten, der Autor hat sich beteiligt
    http://www.zeit.de/karrie...
    er schreibt unter dem Nick letter http://community.zeit.de/.... In seinem Profil hat der Unternehmensberater seine homepage verlinkt.

    Herr Stenkamp,
    Sie haben nicht Recht behalten, der Autor hat sich beteiligt
    http://www.zeit.de/karrie...
    er schreibt unter dem Nick letter http://community.zeit.de/.... In seinem Profil hat der Unternehmensberater seine homepage verlinkt.

  4. Hallo Lieps,
    .
    ich denke, bis auf wenige Ausnahmefälle darf man in keinem Bewerbungsgespräch eine Schwäche zeigen oder zugeben. Ein Bewerbungsgespräch ist kein Privatgespräch, wo man sich eben so mal zwanglos kennen lernen könnte. Das gilt verstärkt, wenn der Interviewer ein echter Personalchef ist. Wenn man in einer "Garagenfirma" ohne HR-Abteilung ein Gespräch führt, ist natürlich alles anders und viel normaler. Da kann man sich auch mal auf sein "Bauchgefühl" verlassen. Beim Personalchef aber nicht, denn der hat klare Vorgaben, wie er eine Bewerber-Antwort zu bewerten hat.
    .
    Wenn Sie sich irgendwo bewerben, dann müssen Sie tun, als seien Sie bisher Ihr ganzes Leben lang auf einer einzigen Welle von Glück und Erfolg geritten! Ein Freund von mir war mal auf einer Arbeitsstelle, wo es Mobbing gegeben hatte. Er hat dann da nach einem Jahr gekündigt und ein Zweitstudium angefangen, das er in Bestzeit abgeschlossen hat. Als im Bewerbergespräch die Rede auf jene Arbeitsstelle kam, hat er zugegeben, dass es keine Erfolgsgeschichte für ihn war (das Mobbing hat er verschwiegen; man redet nur Gutes über frühere Arbeitgeber!) Da haben sie ihn nicht genommen, und seinen Misserfolg bei der früheren Arbeit als Begründung genannt (Begründungen von Ablehnungen sind selten!).
    .
    Für das nächste Jobinterview hat er seinen Lebenslauf geschönt: Er hat den Anfang seines Zweitstudiums um ein Jahr vorverlegt, um die Mobbing-Arbeitsstelle zu verdecken. Da hat er den Job bekommen!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Das ist genau der richtige Weg.
    Es wurde oft kritisiert und mit Häme bedacht, wie Guttenberg seinen Lebenslauf erstellt hat, mit Praktika als beruflichen Stationen und anderem. Es ist genau andersrum: Er nutzt seine Fähigkeit der Formulierung, in dem von Ihnen genannten Fall ist es Kreativität, um andere nicht schlechtaussehen zu lassen (es sei denn, man betrachtet Mobbing als Fehler des Gemobbten). Ich finde so etwas auch moralisch nicht verwerflich. Man kann Dinge so und so nennen, warum nicht positiv.

    Schwäche verrät sich selbst. Der Schwache gibt sich stark. Ein Personalchef erkennt die Schwächen eines Bewerbers,ohne dass dieser sie bennent.
    Der Starke kann es sich leisten, stark aufzutreten.
    Unangenehm für einen Bewerber, wenn die Personal"kraft" erkennen muss, dass der/in ihm überlegen ist.
    Fazit: der Starke hat es selten leicht, der Mittelmäßige gewinnt fast immer. Wenn ein "Mittelmäßiger" durch gründliche Vorbereitung als "Starker" auftritt, gereicht es ihm nicht unbedingt zum Vorteil.

    "Wenn Sie sich irgendwo bewerben, dann müssen Sie tun, als seien Sie bisher Ihr ganzes Leben lang auf einer einzigen Welle von Glück und Erfolg geritten!"
    Stimmt zwar, aber dann kann schon mal die bohrende Nachfrage kommen (oft erlebt), dass sich das doch allzu glatt anhöre und bei dem vielen Licht ja wohl auch Schatten sein müsse, über den man doch jetzt doch noch ein paar Worte verlieren möge ...
    Und sch on ist man wieder am Ausgangspunkt!

    Die Gegenstrategie der in Stellenannoncen-Begleitartikeln der ZEIT, SZ und anderen so oft beschworenen Authentizität (was ja wohl genausogut Ehrlichkeit heißen sollte, denn unehrlich wär´s ja wohl kaum authentisch, oder?) geht aber wie hier schon erwähnt doch noch viel eher ganz sicher "in die Hose":
    Als ich von solcherart Artikeln noch indoktriniert war, versuchte ich es damit, um dann vom GF eines großen Unternehmens zu hören zu bekommen: "Das ist ja ziemlicher Patchwork, Ihr Lebenslauf!" - Seine nonverbale Kommunikation ließ keinen Zweifel, das dies nicht als Kompliment gemeint war. Klar, dass ich aus der Nummer nicht erfolgreich ´rauskam.

    Das ist genau der richtige Weg.
    Es wurde oft kritisiert und mit Häme bedacht, wie Guttenberg seinen Lebenslauf erstellt hat, mit Praktika als beruflichen Stationen und anderem. Es ist genau andersrum: Er nutzt seine Fähigkeit der Formulierung, in dem von Ihnen genannten Fall ist es Kreativität, um andere nicht schlechtaussehen zu lassen (es sei denn, man betrachtet Mobbing als Fehler des Gemobbten). Ich finde so etwas auch moralisch nicht verwerflich. Man kann Dinge so und so nennen, warum nicht positiv.

    Schwäche verrät sich selbst. Der Schwache gibt sich stark. Ein Personalchef erkennt die Schwächen eines Bewerbers,ohne dass dieser sie bennent.
    Der Starke kann es sich leisten, stark aufzutreten.
    Unangenehm für einen Bewerber, wenn die Personal"kraft" erkennen muss, dass der/in ihm überlegen ist.
    Fazit: der Starke hat es selten leicht, der Mittelmäßige gewinnt fast immer. Wenn ein "Mittelmäßiger" durch gründliche Vorbereitung als "Starker" auftritt, gereicht es ihm nicht unbedingt zum Vorteil.

    "Wenn Sie sich irgendwo bewerben, dann müssen Sie tun, als seien Sie bisher Ihr ganzes Leben lang auf einer einzigen Welle von Glück und Erfolg geritten!"
    Stimmt zwar, aber dann kann schon mal die bohrende Nachfrage kommen (oft erlebt), dass sich das doch allzu glatt anhöre und bei dem vielen Licht ja wohl auch Schatten sein müsse, über den man doch jetzt doch noch ein paar Worte verlieren möge ...
    Und sch on ist man wieder am Ausgangspunkt!

    Die Gegenstrategie der in Stellenannoncen-Begleitartikeln der ZEIT, SZ und anderen so oft beschworenen Authentizität (was ja wohl genausogut Ehrlichkeit heißen sollte, denn unehrlich wär´s ja wohl kaum authentisch, oder?) geht aber wie hier schon erwähnt doch noch viel eher ganz sicher "in die Hose":
    Als ich von solcherart Artikeln noch indoktriniert war, versuchte ich es damit, um dann vom GF eines großen Unternehmens zu hören zu bekommen: "Das ist ja ziemlicher Patchwork, Ihr Lebenslauf!" - Seine nonverbale Kommunikation ließ keinen Zweifel, das dies nicht als Kompliment gemeint war. Klar, dass ich aus der Nummer nicht erfolgreich ´rauskam.

  5. ... "wenn wir Ihren besten Freund fragen würden, was Ihre größte Schwäche ist, was würde er antworten?" Meine Antwort war: "Der würde Ihnen natürlich gar nichts sagen."

    Das war offensichtlich die falsche Antwort.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Hallo dingensda,
    .
    genau so ist es. In einem normalen Gespräch, egal ob privat oder dienstlich, da können Sie ungefähr abschätzen, ob Sie sowas sagen können. Man sammelt ja im Laufe eines Lebens Erfahrungen in Gesprächen.
    .
    Im Vorstellungsgespräch können Sie die aber nicht anwenden. Da gibt es besondere Regeln. Die stehen in keinem Bewerbungsratgeber. Diese Regeln lernen Sie nur durch viele Bewerbungen.

    Hallo dingensda,
    .
    genau so ist es. In einem normalen Gespräch, egal ob privat oder dienstlich, da können Sie ungefähr abschätzen, ob Sie sowas sagen können. Man sammelt ja im Laufe eines Lebens Erfahrungen in Gesprächen.
    .
    Im Vorstellungsgespräch können Sie die aber nicht anwenden. Da gibt es besondere Regeln. Die stehen in keinem Bewerbungsratgeber. Diese Regeln lernen Sie nur durch viele Bewerbungen.

  6. Hallo dingensda,
    .
    genau so ist es. In einem normalen Gespräch, egal ob privat oder dienstlich, da können Sie ungefähr abschätzen, ob Sie sowas sagen können. Man sammelt ja im Laufe eines Lebens Erfahrungen in Gesprächen.
    .
    Im Vorstellungsgespräch können Sie die aber nicht anwenden. Da gibt es besondere Regeln. Die stehen in keinem Bewerbungsratgeber. Diese Regeln lernen Sie nur durch viele Bewerbungen.

    Antwort auf "Ich wurde mal gefragt:"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Im Vorstellungsgespräch können Sie die aber nicht anwenden. Da gibt es besondere Regeln. Die stehen in keinem Bewerbungsratgeber. Diese Regeln lernen Sie nur durch viele Bewerbungen."

    Ist das nicht gerade die größte Schwäche eines Bewerbungsgespräch, dass alles normiert und auswendig gelernt abläuft? Ich habe schon das ein oder andere unkonventionelle Vorstellungsgespräch geführt und das waren bei mir immer die erfolgreichsten Gespräche. Es ist halt die Frage, was eine Firma will. Einen normierten Mitarbeiter, der brav seinen Bewerbungsratgeber studiert oder jemanden, der auch mal um die Ecke denkt. Ich werde, solange ich die Chance habe, immer den unkonventionellen Weg wählen. Weil ich bei den normierten Firmen gar nicht arbeiten möchte.

    "Im Vorstellungsgespräch können Sie die aber nicht anwenden. Da gibt es besondere Regeln. Die stehen in keinem Bewerbungsratgeber. Diese Regeln lernen Sie nur durch viele Bewerbungen."

    Ist das nicht gerade die größte Schwäche eines Bewerbungsgespräch, dass alles normiert und auswendig gelernt abläuft? Ich habe schon das ein oder andere unkonventionelle Vorstellungsgespräch geführt und das waren bei mir immer die erfolgreichsten Gespräche. Es ist halt die Frage, was eine Firma will. Einen normierten Mitarbeiter, der brav seinen Bewerbungsratgeber studiert oder jemanden, der auch mal um die Ecke denkt. Ich werde, solange ich die Chance habe, immer den unkonventionellen Weg wählen. Weil ich bei den normierten Firmen gar nicht arbeiten möchte.

    • Lieps
    • 09.05.2011 um 14:20 Uhr

    Hallo Spitzbub,

    dieses haben Sie sehr richtig gesagt. Da ich mal für 10 Monate arbeitslos war, nutzte ich die Zeit, um an einer Fortbildung im Bundesland Brandenburg teilzunehmen.
    U.a. wurde das Bewerbungsgespräch mit Videokamera geübt. Da trat ich also ein, mit hängendem Kopf um mit kläglicher Stimme, mein Bewerbungsanliegen vorzutragen. In der Auswertung der Videoaufnahmen war ich über mich selbst sehr erschrocken.
    Als es im wahren Leben ernst wurde und bei 220 Bewerbern von einem großen Konzern nur drei Bewerber eingestellt wurden, trat ich mit hochgerecktem Kopf und einem Optimismus auf, als wollte ich an Ort und Stelle die halbe Welt einreißen. Natürlich spielten noch weitere Dinge eine Rolle, aber das Auftreten war schon wichtig. Wie habe ich über "die Spielchen" mit der Videokamera geflucht, aber wie sehr haben gerade die geholfen, da man sich selbst ja in der Öffentlichkeit nicht richtig wahrnehmen kann. Unsere heutige Welt, ist häufig auch eine Welt der äußeren Scheins.Das richtige Wort zum richtigen Zeitpunkt mit Überzeugung aussprechen und vor allem nicht in die Hundehütte verkriechen, scheint mir beim Bewerbungsgespräch doch angebracht.

    Lieps
    Preußischer Diplomat

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Hallo Lieps,
    .
    sicher ist es nützlich, wenn man übt, vor der Kamera zu stehen, auch wenn man seine eigenen Bewegungs-Marotten mal auf dem Bildscirm verfolgt. Nicht umsonst stellen sich ja Filmschauspieler bein "Zimmer frei" mit Götz Alsmann besonders geschickt an, wirken freier als Ottonormalverbraucher.
    .
    Allerdings bewirbt man sich oft auf Jobs, wo man das gar nicht braucht. Und dass es ein Wettbewerbsvorteil ist, spricht nicht für die Urteilskraft der Personalchefs.
    .
    Ich kaufe auch nicht alle Waren, wo ein rotes Schleifchen drumgebunden ist.

    Hallo Lieps,
    .
    sicher ist es nützlich, wenn man übt, vor der Kamera zu stehen, auch wenn man seine eigenen Bewegungs-Marotten mal auf dem Bildscirm verfolgt. Nicht umsonst stellen sich ja Filmschauspieler bein "Zimmer frei" mit Götz Alsmann besonders geschickt an, wirken freier als Ottonormalverbraucher.
    .
    Allerdings bewirbt man sich oft auf Jobs, wo man das gar nicht braucht. Und dass es ein Wettbewerbsvorteil ist, spricht nicht für die Urteilskraft der Personalchefs.
    .
    Ich kaufe auch nicht alle Waren, wo ein rotes Schleifchen drumgebunden ist.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service