Ausbildung Arbeitgeber starten Lehrstellenbörse
Vielen Betrieben fällt es zunehmend schwer, Lehrstellen zu besetzen. Jetzt soll ein Portal der Industrie- und Handelskammern Jugendliche bundesweit vermitteln.
Jugendliche auf Ausbildungsplatzsuche können jetzt bundesweit bei den Industrie- und Handelskammern (IHK) nach einer Lehrstelle suchen. Die Kammern haben ihre Angebote auf einer Lehrstellenbörse gebündelt.
Unter www.ihk-lehrstellenboerse.de finden Schüler und Schulabgänger derzeit über 20.000 Ausbildungsplätze – nach Regionen, Branchen und einzelnen Berufen gegliedert. Jugendliche und Unternehmen sollen so besser zusammengebracht werden, sagt DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann.
Wer schon seinen Wunschberuf kennt, kann in seiner Umgebung nach einer freien Lehrstelle suchen. Für die Suche müssen sich die Jugendlichen nicht zwingend persönlich registrieren. Die Suchmaschine fragt lediglich den höchsten Schulabschluss, die Postleitzahl sowie den Beginn des Ausbildungsjahrs ab. Außerdem kann eine maximale Entfernung angegeben oder bundesweit gesucht werden. Wer sich registriert, kann mehrere Berufe, besondere Fähigkeiten und Praktikumserfahrungen angeben – und bekommt dann Vorschläge. Registrierte Nutzer werden täglich über neue Ausbildungsplätze benachrichtigt. Ob die Unternehmen Kontakt mit den Jugendlichen aufnehmen dürfen, entscheiden die Bewerber selbst.
Darüber hinaus finden Jugendliche jede Menge Informationen rund um den Berufseinstieg: Mit einem Test können sie herausfinden, welcher Beruf zu ihnen passt. Brancheninformationen geben Aufschluss über Berufsbilder, mehr als 270 Berufe werden in Steckbriefen vorgestellt. Die Unternehmen wiederum finden auf dem Portal Zugang zu allen Berufsordnungen.
Die Betriebe müssen den Jugendlichen etwas bieten – so viel steht heute schon fest. Die Zeiten, in denen Betriebe sich darauf verlassen konnten, unter den besten Bewerbern eines Jahres auswählen zu können, sind vorbei. Schon heute bleiben viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Das liegt auch an der Personalsuche der Firmen. Sie suchen nur regional und auf konventionellen Wegen mit Anzeigen in regionalen Tageszeitungen nach Bewerbern. Besonders kleine und mittlere Unternehmen nutzen noch viel zu selten das Internet. Hier suchen allerdings die jugendlichen Bewerber.
Das Angebot ist sowohl für die Jugendlichen als auch für die Unternehmen kostenlos.
- Datum 22.02.2012 - 13:21 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Wer am liebsten 20-jährige Uni-Absolventen mit 20 Jahren Berufspraxis, 3 Doktortiteln, keinem Privatleben und keinen Gehaltsansprüchen sucht wird nur schwer fündig.
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Schließlich erreicht man heute mit Lehre nichts mehr. Früher genügte ein Gesellenbrief oder ein Meisterbrief um es in Firmen weit zu bringen, zum Teil bis ins Ingenieurswesen. Heute hat diese Chancen nur mehr wer schon weit, weit oben einsteigt. Vorbei die Zeiten des durchlässigen Arbeitsmarktes. Kein - vom Schalterangestellten zum Filialleiter - mehr. Nur eine Richtung steht jedem immer offen. Die nach Unten.
So ist das in Zeiten der negativen Globalisierung (Auslagerung), Automatisierung und Scheuen der nötigen Konsequenzen. Wie geringere Lebensarbeitszeit und Wochenstundenzahl. Hohe Arbeitslosigkeit hilft der Wirtschaft Druck auf die Gesellschaft aufzubauen. Negative Arbeitslosigkeit hilft der Gesellschaft Druck auf die Wirtschaft aufzubauen. Kein Absatzmarkt bleibt ungenutzt. Die Regierungen entscheiden auf welcher Seite sie stehen. Wo stehen aktuell so gut wie alle?
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