1. Füße um den Stuhl schlingen

Bewerbungsgespräche machen nervös. Da kann es gut sein, etwas Halt zu haben. Aber Vorsicht: Suchen Sie diesen nicht mit den Füßen am Stuhlbein. Sieht nicht nur bescheuert aus, ist auch eine Stolperfalle. Sagt zumindest der Bewerbungsknigge.

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2. Handy auf den Tisch legen

Auch wenn es der potenzielle Chef in spe tut – das Bewerber-Handy gehört laut Knigge nicht auf den Tisch. Sie wollen schließlich keinen Smartphone-Vergleich mit dem Personaler provozieren. Alles richtig macht, wer sein Telefon ausgeschaltet hat und seine ungeteilte Aufmerksamkeit dem Jobinterview schenkt. Mutti muss so lange warten.

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3. Kopfhörer aufsetzen

Bewerber sollten pünktlich sein. Leider heißt das im Umkehrschluss nicht, dass das Vorstellungsgespräch auch wirklich pünktlich anfängt. Trotzdem sollten Sie lieber nicht die Zeit mit Musik hören oder Telefonieren vertreiben. Still in sich hineinzuhorchen wirkt konzentrierter.

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4. Zu viel Schmuck und zu viel Make-Up

Bewerber sollen sich von ihrer besten Seite zeigen. Aber behängen Sie sich nicht wie einen Weihnachtsbaum. Personaler wissen sonst vor lauter Bling-Bling nicht mehr, wohin sie gucken sollen.

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5. Sonnenbrille tragen

Sie sind weder Heino noch bewerben Sie sich für Men in Black? Dann setzen Sie die Sonnenbrille ab. Vorteilhaft ist, wenn man in der Nacht zuvor ausreichend Schlaf hatte.

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6. Mit erhobenem Zeigefinger sprechen

Der Zeigefinger als Zeichen von Engagement und Ausdrucksstärke? Eher nicht. Sie wollen den Personaler doch nicht belehren, oder?

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7. Zu schüchtern sein

Sie sind älter als drei Jahre alt? Dann gibt es keine Ausrede dafür, dem potenziellen neuen Arbeitgeber beim Jobinterview nicht in die Augen zu schauen. Guckt er weg, haben Sie gewonnen.

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8. Ungeduldig auf die Uhr schauen

Es mag ja sein, dass die eine oder andere Frage überflüssig ist oder sich eigentlich nicht stellt, wenn der Personaler den Lebenslauf gelesen hätte. Können Sie als Bewerber aber nicht unbedingt erwarten. Ein gutes Zeichen ist sogar, wenn das Vorstellungsgespräch etwas länger dauert. Dann hat die andere Seite meistens Interesse. Darum besser erst nach dem Gespräch auf die Uhr blicken, sagt der Knigge.

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9. In die Luft starren

Sofern nicht gerade ein großer Schimmelfleck an der Wand die Blicke anzieht, gibt es keinen Grund, Löcher in die Luft zu starren. Einen Sonderfall erlaubt der Bewerbungsknigge aber: Wer für eine Weile kurz nachdenkt, blickt in der Regel automatisch nach oben. Dies ist ein Zeichen von Konzentration. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

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Übrigens: Ein wirkungsvoller Trick ist es, kurz vor dem Termin für einige Sekunden eine sogenannte Power-Pose einzunehmen und sich etwa wie ein Sieger oder ein Superheld hinzustellen. Das rät auch die US-Sozialpsychologin Amy Cuddy ihren Klienten. Sie hat untersucht, wie unsere Körpersprache beeinflusst, wie wir uns fühlen. In einem Versuch mit Jobbewerbern waren diejenigen am überzeugendsten, die ihre Beine wie der Chef höchstselbst auf den Tisch legen durften, sich dabei entspannt zurücklehnten und die Arme hinter dem Kopf verschränkten. Allerdings gilt auch hier: Passen Sie auf, dass Sie der Personaler dabei nicht erwischt.

Dieser Beitrag ist Teil des Projekts #EditorialMeme im VOCER Innovation Medialab, gefördert von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.