Inszenierte Wirklichkeit
Die Welt ist eisblau bei Andreas Mühe. Ob er Menschen oder Landschaften fotografiert, seine Bilder umgibt eine unwirkliche Aura, die etwas Düsteres, manchmal sogar Bedrohliches hat. Mühe fotografiert analog, mit einer Großbildkamera. Seine Bilder inszeniert er bis ins kleinste Detail, die aufwändige Lichtsetzung ist zu seinem Erkennungszeichen geworden.
Der Fotograf, Sohn des vor zwei Jahren verstorbenen Schauspielers Ulrich Mühe, gilt auch als einer der renommiertesten Porträtfotografen in Deutschland. Seit er Angela Merkel für den vergangenen Bundestagswahlkampf ablichtete, wird der 30-Jährige sogar als "Kanzlerfotograf" betitelt. Mühe gelingt es, Schauspieler, Sportler und Politiker so darzustellen, dass der Betrachter sie erst auf den zweiten Blick erkennt, weil Mühe sie in eine Kunstwelt versetzt. Manche seiner Bilder erinnern an Filmstills. Man würde gerne auf einen Knopf drücken, um zu sehen, wie die Geschichten weiter gehen.
Vom 23. Januar bis zum 6. März 2010 ist Mühes erste Werkschau in der Berliner Galerie Camera Work zu sehen.
Eibsee, 2009
- Datum 27.1.2010 - 11:24 Uhr
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kam im DLF-Interview irgendwie unsympathisch rüber. Wenig Understatement (obwohl augenscheinlich ja doch) war da zu spüren.
Das Bild Nr. 2 kann niemals im Höllental im Schwarzwald aufgenommen sein.
... sondern im Höllental im Zugspitzmassiv.
... sondern im Höllental im Zugspitzmassiv.
... hat mal jemand behauptet und dem schließe ich mich an. Ich finde die Fotos gut, welche nicht simples "Posing" enthalten, so wie die Krabat-Bilder oder das Motiv "Im Höllental", welchen Wert haben diese, außer einen technischen?
Die Krankenschwestern sind sehr gelungen in Komposition und Ausdruck, das Obersalzberg-Bild ist spannend, die leere Schwimmbecken - aus meiner Sicht - recht überflüssig. Das Kanzleramt hingegen hat eine spannende Nähe zur Kanzlerin, obgleich sie gar nicht anwesend ist; erstklassiges Licht und Räumlichkeit.
Ronald
Portraitfotografie, www.daedalus-v.de
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