In eigener Sache Medienpreis für ZEIT ONLINE

Jährlich werden die besten Magazine und Webauftritte mit dem "Lead Award" geehrt. Einer der begehrten Medienpreise in der digitalen Kategorie ging an ZEIT ONLINE.

In den Deichtorhallen in Hamburg ist eine Auswahl sehr guter Angebote ausgestellt

In den Deichtorhallen in Hamburg ist eine Auswahl sehr guter Angebote ausgestellt

Wer hat die beste Fotostrecke gestaltet, das schönste Cover, die witzigste Anzeige, das bestgestaltete redaktionelle Angebot? Jedes Jahr sichtet die Jury des "Lead Award" mehrere Hundert deutsche Medien – Magazine, Zeitungen, Internetauftritte, Videos – und kürt die besten in den vier Kategorien "Zeitschriften", "Anzeigen", "Fotografie" und "Online".

Am Donnerstagabend wurden die Preisträger benannt: Zum "Cover des Jahres" kürte die 120-köpfige Jury das ZEITmagazin mit dem Titel "Ich glaub ich trete aus – Katholizismus in Deutschland". Silber ging an das Wirtschaftsmagazin brand  eins, Bronze erneut an den Spiegel mit seinem Titel zum Selbstmord von Torwart Robert Enke. Zum "Lead-Magazin des Jahres" wurde der Spiegel gekürt, auf dem zweiten Platz landete die Fußballzeitschrift 11 Freunde, gefolgt von Modetitel Vogue.

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"Webmagazin des Jahres" wurde Der Freitag. Silber gewann Freunde von Freunden, Bronze ging an ZEIT ONLINE. ZEIT ONLINE sei "die Website, bei der sich im letzten Jahr am meisten bewegt hat", hieß es unter anderem zur Begründung. Der Freitag wurde vor allem für das starke Augenmerk auf die ständige Interaktion der Redaktion mit den Lesern belohnt.

Olaf Unverzarts Serie "Deutsche Szenen"

In der Kategorie Reportagefotografie ehrte die Jury den Fotografen Olaf Unverzart für seine Arbeit "Deutsche Szenen" mit Gold. In der Porträtfotografie erhielt Axel Hoedt für seine Arbeit "Furchtbar komisch/Alemannische Fastnachtsverkleidungen" ebenfalls einen ersten Preis. Der Reportagefotograf Armin Smailovic erhielt für "Srebrenica/Er hat überlebt" Silber. Alle Arbeiten erschienen im ZEITmagazin.

Armin Smailovics Fotoreportage

Bei den Blogs setzte sich das Modeblog Les Mads gegen das von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann sowie dessen Gegenpart, das Bild-Blog, durch.

In der Kategorie "Anzeigenkampagne des Jahres" wurden gleich zwei Goldmedaillen vergeben – an das Hamburger Mode-Label Herr von Eden und an die Bekennerkampagne für die Bild-Zeitung von der Agentur Jung von Matt. In der Kategorie "Anzeigenmotiv des Jahres" gewann eine Volkswagen-Werbung der Agentur DDB.

Axel Hoedts Fasnachtsmasken

Der Lead Award gilt sowohl unter Medienschaffenden als auch unter Werbern als sehr relevant. 120 Chefredakteure, Fotografen und Artdirektoren entscheiden nach streng publizistischen Kriterien, welche Formate visuell und inhaltlich preiswürdig sind. Um die Auszeichnung kann sich niemand bewerben – es ist der Anspruch der Juroren, sich selbst einen Überblick über die gesamte Presselandschaft zu verschaffen.

Die Prämierten
Foto des Jahres: Chris Jordan "Toter Vogel". Stern Nr. 27

Foto des Jahres: Chris Jordan "Toter Vogel". Stern Nr. 27

Noch bis zum 11. April ist eine Auswahl sehr guter Angebote in den Hamburger Deichtorhallen ausgestellt. Zu sehen sind rund 200 Fotoserien, Magazinbeiträge, Anzeigen und Websites. In der Gesamtschau vermitteln sie einen Eindruck vom kreativen Potential der deutschen Presse. Seit vergangenem Jahr kann dort auch das Publikum sein Votum abgeben, das dann in einem gesonderten Preis berücksichtigt wird. 

Wir freuen uns und gratulieren allen anderen Preisträgern.

Die Redaktion von ZEIT ONLINE

 
Leser-Kommentare
  1. Gratulation an Zeit Online!

    Seit ca. 1½ Jahren lese ich regelmäßig Zeit Online. Auch wenn es immer was zu verbessern gibt, ist es eine meiner ersten Anlaufstellen wenn es um Nachrichten geht. Weiter so (oder noch besser)!

  2. Habe ZEIT online immer gerne gelesen, bis einestages die Seite so umprogrammiert wurde, dass per JavaSrcipt bei jedem Seitenaufruf die Seite zunächst so umgestaltet wurde, dass man die Werbung nicht übersieht, gleich, wie klein man das Browserfenster macht.

    Das war zeitraubend, nervend und ärgerlich. Jetzt habe ich einen Werbeblocker im FireFox - und das Lesen macht wieder viel Spaß.

    Danke!

  3. Herzlichen Glückwunsch an die Zeit. Was mich auch gefreut hat, sind die Auszeichnungen für Lee Friedlander und Peter Granser im Bereich Fotografie. Gerade Peter Granser ist für mich der kommende Fotograf in Sachen Streetfotografie und Reportage.
    Hier noch die komplette Gewinnerliste:
    alle Gewinner 2010

    • hagego
    • 26.03.2010 um 16:25 Uhr

    HERZ
    was willst du mehr?

    LICHEN
    Also flechte ich ein:

    GLÜCK
    allein kann es nicht sein!

    WUNSCH
    gemäß hat die Jury entschieden!

    AN
    dere Online-Auftritte müssen noch warten...

    ZEIT
    genug hat die Umstellung ja gekostet.

    ONLINE!
    Inline! Outline! Aber nie ganz allein!

    • GEBE
    • 26.03.2010 um 16:58 Uhr

    Tja, aber Bronze ist ausreichend genug!

    Wenn es noch eine ordentliche Startseite für die Community gäbe, wär's vielleicht auch mehr geworden.

    Aber seit September 09 hat man das vormals immens lebendige Forum ja unbedingt in den Keller verbannen müssen.

  4. Erst einmal herzlichen Glückwunsch! Den Preis hat Zeit Online sicher auch verdient.

    Das es nur für "Bronze" gereicht hat, ist für die Redaktion hoffentlich ein Ansporn.

    Als mittlerweile Zeit-Online-Fan hätte ich vor allem folgende Kritik: CD-Kritiken ohne Soundbeispiele, Bildband-/Bilderbuchrezensionen oder -berichte ohne Bilder. Und auch Hinweise auf Kunstaustellungen, die vollkommen karg bilderlos daher kommen.

    Inhaltlich habe ich am Zeit Online Angebot kaum etwas zu bemängeln, nur bei den audiovisuellen Reizen könntet Ihr etwas großzügiger sein. ;-)

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