Kunstauktion Warhol-Porträt zum doppelten Schätzpreis verkauft

Ein spätes Selbstbildnis von Andy Warhol ist für 32,5 Millionen Dollar versteigert worden. Der Verkäufer ist auch prominent.

Für 32,5 Millionen Dollar versteigert: Eines der wenigen Selbstporträts von Andy Warhol

Für 32,5 Millionen Dollar versteigert: Eines der wenigen Selbstporträts von Andy Warhol

Für mehr als das Doppelte des Schätzpreises ist eines der wenigen Selbstporträts von Andy Warhol in New York versteigert worden. Für 29 Millionen Dollar wurde das Gemälde bei Sotheby's einem unbekannten Bieter zugeschlagen. Der Schätzpreis lag bei 10 bis 15 Millionen Dollar. Mit dem üblichen Aufgeld beträgt der Kaufpreis 32,5 Millionen Dollar (25,8 Millionen Euro).

"Dies ist ein intelligenter Kauf. Wir hatten keine Mühe, unsere Käufer von der Wichtigkeit dieses Werkes zu überzeugen", sagte Sotheby's-Auktionator Tobias Meyer nach der Versteigerung. Grund sei, dass es nur sehr wenige große Selbstporträts von Warhol gebe. "Es zeigt aber auch, dass die Bieter auf den Markt der Zukunft schauen." Die Käufer würden gezielter nach bestimmten Stücken schauen, seien dann aber auch entschlossener, sagte der gebürtige Frankfurter.

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Kurz vor seinem Tod im Februar 1987 hatte Andy Warhol 1986 noch fünf Selbstporträts in einem großen, wandfüllenden Format gemalt. Das bei Sotheby's versteigerte Exemplar stammte aus dem Besitz des amerikanischen Modeschöpfers Tom Ford. Es gilt als "echter Warhol" und nicht nur in seiner Werkstatt entstanden.

Schon am Vortag waren Werke des 1987 verstorbenen Künstlers bei einer Auktion bei Christie's sehr begehrt gewesen. So wurde "Silver Liz", das die Schauspielerin Liz Taylor darstellt, für 18,3 Millionen Dollar versteigert.

Einen Rekord brachte das Objekt des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan ein. Seine Figur aus Wachs, die aus einem Loch im Fußboden auftaucht, wurde für 7,9 Millionen Dollar verkauft. Das ist der höchste Preis für ein Werk des in New York lebenden Künstlers und mehr als das doppelte des Schätzpreises von drei bis vier Millionen Dollar. 2004 war Cattelan mit dem Arnold-Bode-Preis der Stadt Kassel ausgezeichnet worden.

 
Leser-Kommentare
  1. Gemälde der, sagen wir mal, 30 bekanntesten Künstler sind ja schließlich nichts anderes - reine Wertanlagen, die nur in ihrem Wert steigen, je öfter sie verkauft werden und dabei den Künstler gefragter machen.

  2. ... dessen Kunst kauf ich für 10 Millionen.
    Wenn wir Sie uns dann gegenseitig für 20 Millionen zurückkaufen, sind wir beide reicher. Jeder hat ein Kunstobjekt das nachweislich 20 Millionen gekostet hat und dessen Wert sich innerhalb eines Jahres verdoppelt hat.

    So einfach wird man reicher (gefühlt).

    Zusätzlich ist es mit Kunst möglich, (wie bei gebrauchten Autos und Finanzpapieren,) Werte mobil von einer Person auf die Nächste zu übertragen. Wenn dabei juristische Personen (Unternehmen) involviert sind, findet es selbst das Finanzamt unheimlich spannend.

    Komplizierter sind Dreiecksgeschäfte, in der der Enkel die Kunst an eine Galerie verkauft, und diese Galerie andere Kunst an den Firmenchef vermietet ...

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    ... Kunsthandel. Ich tue mal zwei dazu:

    Wenn man bereit ist, das Aufgeld als Investition zu sehen, lassen sich mit Auktionen Künstler aufbauen. Das zahlt sich besonders bei Auflagenwerken (Druckgrafik, Fotos, Skulpturen, Designmöbel ...) schnell aus.

    Kunstwerke im Privatbesitz kann man an ein eigenes Unternehmen vermieten. Also etwas aus der eigenen Tasche bezahlen, dann an eine eigene Firma als Ausstattung vermieten (Maximalmiete pro Jahr war mal ein Siebentel des Wertes). So mindert man den zu versteuernden Unternehmensgewinn und kontrolliert, wohin die Mieten fließen. Auch Varianten (Künstler vermietet an Unternehmer) sind natürlich interessant. Auf die Weise lassen sich ordentliche Sammlungen mit praktisch nichts aufbauen.

    Alles Gute
    Kai Hamann

    ... Kunsthandel. Ich tue mal zwei dazu:

    Wenn man bereit ist, das Aufgeld als Investition zu sehen, lassen sich mit Auktionen Künstler aufbauen. Das zahlt sich besonders bei Auflagenwerken (Druckgrafik, Fotos, Skulpturen, Designmöbel ...) schnell aus.

    Kunstwerke im Privatbesitz kann man an ein eigenes Unternehmen vermieten. Also etwas aus der eigenen Tasche bezahlen, dann an eine eigene Firma als Ausstattung vermieten (Maximalmiete pro Jahr war mal ein Siebentel des Wertes). So mindert man den zu versteuernden Unternehmensgewinn und kontrolliert, wohin die Mieten fließen. Auch Varianten (Künstler vermietet an Unternehmer) sind natürlich interessant. Auf die Weise lassen sich ordentliche Sammlungen mit praktisch nichts aufbauen.

    Alles Gute
    Kai Hamann

  3. Den schönen Andy in der Empfangshalle meiner Fabrik! Was gibt es Schöneres? Wandert für 45 Mio in 15 Jahren oder früher weiter!

  4. ... Kunsthandel. Ich tue mal zwei dazu:

    Wenn man bereit ist, das Aufgeld als Investition zu sehen, lassen sich mit Auktionen Künstler aufbauen. Das zahlt sich besonders bei Auflagenwerken (Druckgrafik, Fotos, Skulpturen, Designmöbel ...) schnell aus.

    Kunstwerke im Privatbesitz kann man an ein eigenes Unternehmen vermieten. Also etwas aus der eigenen Tasche bezahlen, dann an eine eigene Firma als Ausstattung vermieten (Maximalmiete pro Jahr war mal ein Siebentel des Wertes). So mindert man den zu versteuernden Unternehmensgewinn und kontrolliert, wohin die Mieten fließen. Auch Varianten (Künstler vermietet an Unternehmer) sind natürlich interessant. Auf die Weise lassen sich ordentliche Sammlungen mit praktisch nichts aufbauen.

    Alles Gute
    Kai Hamann

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