Die Autorin ist reif für die Talkshow
Hin und her geht es in diesem Buch, das man auch einen kulturkritischen und kulturtheoretischen Flickenteppich nennen könnte. Mühl macht gute, wenn gleich nicht immer neue Beobachtungen, hat richtige Einwände und beklagt die Unverbindlichkeit der Welt: "Man bekommt den Eindruck, es gehe darum, die Kinder für eine Gesellschaft fit zu machen, deren Zerfall man bereits schulterzuckend akzeptiert hat." Darüber lässt sich natürlich streiten. Sie hat Bücher wie Frank Schirrmachers Methusalem-Komplott, Sven Hillenkamps Das Ende der Liebe oder Frank Böckelmanns Risiko, also bin ich gelesen und ausgewertet, gibt sich als Wertkonservative genauso wie sie ein paar feministische Thesen vertritt und sich als Kapitalismuskritikerin übt.
Nur weiß man irgendwann wirklich nicht mehr, wohin das alles führen soll, was Mühl eigentlich bekämpft, wofür sie streitet. Ja, doch, klar, irgendwie für die Familie, "das Fundament der Gesellschaft", für einen "altmodischen Loyalitätsbegriff", für ein Leben, das nicht mit dem "gesellschaftlichen Experiment" zu tun hat, "das wir auf den Weg gebracht und über das wir die Kontrolle verloren haben". Am Ende wird sie richtiggehend alarmistisch, da ist gleich der "Zusammenhalt unserer Gesellschaft in Gefahr", sind viele Scheidungskinder "tickende Zeitbomben". Damit landet Mühl dann endgültig dort, wo sie in letzter Konsequenz hin wollte: in den Talkshows. Wo sie all diejenigen trifft, die ihr die Ausgangsthesen für ihr Buch beschert haben, die Medienprominenten.
Der Patchwork-Wahrheit aber, die Mühl als Lüge entlarven will und vielleicht dann gar nicht mehr als Lüge entlarven muss, der kommt sie hier nicht auf die Schliche, dafür müsste sie sich vielleicht einmal woanders umschauen: in der Alltagsrealität. Cool und lässig – man braucht nicht einmal Patchworker zu sein, um das zu wissen – ist jedenfalls etwas anderes.
Erschienen im Tagesspiegel
- Datum 12.09.2011 - 11:55 Uhr
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- Quelle Tagesspiegel
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Was gegen den Zeitgeist spricht, muß ja zu widerlegen sein.
Zu wiederlegen gibt es da wenig. Wenn sie sich das Verhalten der Jugendlichen, gepaart mit dem sinkenden Bildungsanspruch ansehen, kann das nicht nur am Verfall der Familie liegen, aber dies ist ein wesentlicher Faktor.
Da brauchen wir uns nichts schönreden. Es ist keine 10 Jahre her, da haben wir uns zu Abizeiten auch gern betrunken und berauscht. Aber da gab es eben noch mehr, was heute aber abläuft, ist unterste Schublade, allein schon die Sprache und er Umgang erzählen Bände.
Aber der Zeitgeist wird siegen! Bis zum Untergang, Fehler werden nicht korrigiert!
Schon mal was von "...man soll nicht alle über einen Kamm scheren" gehört!?
So ein negatives "Gesamturteil" stimmt mich nachdenklich...
Vor allem in Bezug auf den Verfasser einer solch verallgemeinerten Äußerung.
Haben Sie schon mal zur Kenntnis genommen respektive registiert wie hoch eigentlich die Anzahl an Abiturienten und Studenten ist, die sich auch noch medial mit ihrer geistigen Inkontinenz öffentlich zu Wort melden...
Wofür steht dass denn bei Ihnen!!??!
ZItat A. Schopenhauer: " Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." Zitat Ende
Im Übrigen: "Wer auch zwischen den Zeilen lesen (hören, sehen) kann würde nie ein so grobes Urteil fällen - denn jede Tat hat ihren Ursprung" (meinereiner)
Freundliche Grüße
denn dreißig Jahre sind eine Generation.
Jede Generation ist und war über "die Jugend" entsetzt. Das lässt sich schon im antiken Griechenland belegen (Aristoteles). Was jede Generation wieder ignoriert: Es gibt "die Jugend" nicht!
Wenn man damit Menschen zwischen 14 und 21 bezeichnet, ist das eine so heterogene Gruppe, dass man als Gemeinsamkeit eben nur das Alter sehen kann. Früher war eben alles besser, zu allen Zeiten. Früher, als das Gras noch grüner war...
Und an Patchworkfamilien "Kulturverfall" was immer das sein mag (ich deute es mal als Werteverfall, als "allgemeines schlechter werden") festzumachen ist so eindimensional wie dämlich. Wie weiter oben schon gesagt wurde: Es gibt gut funktionierende Patchworkfamilien und es gibt schlecht funktionierende traditionelle Familien.
Ich sehe es als eine Errungenschaft unserer Zeit, die Freiheit zu haben, darüber zu entscheiden, wie das eigene Leben aussehen soll und nicht in eine vorgefertige Form gepresst und dort gehalten zu werden. Die Fehler liegen hier weniger beim "Zeitgeist" (ein weiteres herrlich schwammiges Verbalkonstrukt) sonder bei den einzelnen Akteuren.
Schon mal was von "...man soll nicht alle über einen Kamm scheren" gehört!?
So ein negatives "Gesamturteil" stimmt mich nachdenklich...
Vor allem in Bezug auf den Verfasser einer solch verallgemeinerten Äußerung.
Haben Sie schon mal zur Kenntnis genommen respektive registiert wie hoch eigentlich die Anzahl an Abiturienten und Studenten ist, die sich auch noch medial mit ihrer geistigen Inkontinenz öffentlich zu Wort melden...
Wofür steht dass denn bei Ihnen!!??!
ZItat A. Schopenhauer: " Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." Zitat Ende
Im Übrigen: "Wer auch zwischen den Zeilen lesen (hören, sehen) kann würde nie ein so grobes Urteil fällen - denn jede Tat hat ihren Ursprung" (meinereiner)
Freundliche Grüße
denn dreißig Jahre sind eine Generation.
Jede Generation ist und war über "die Jugend" entsetzt. Das lässt sich schon im antiken Griechenland belegen (Aristoteles). Was jede Generation wieder ignoriert: Es gibt "die Jugend" nicht!
Wenn man damit Menschen zwischen 14 und 21 bezeichnet, ist das eine so heterogene Gruppe, dass man als Gemeinsamkeit eben nur das Alter sehen kann. Früher war eben alles besser, zu allen Zeiten. Früher, als das Gras noch grüner war...
Und an Patchworkfamilien "Kulturverfall" was immer das sein mag (ich deute es mal als Werteverfall, als "allgemeines schlechter werden") festzumachen ist so eindimensional wie dämlich. Wie weiter oben schon gesagt wurde: Es gibt gut funktionierende Patchworkfamilien und es gibt schlecht funktionierende traditionelle Familien.
Ich sehe es als eine Errungenschaft unserer Zeit, die Freiheit zu haben, darüber zu entscheiden, wie das eigene Leben aussehen soll und nicht in eine vorgefertige Form gepresst und dort gehalten zu werden. Die Fehler liegen hier weniger beim "Zeitgeist" (ein weiteres herrlich schwammiges Verbalkonstrukt) sonder bei den einzelnen Akteuren.
die Theorie etwas anderes fordert...
Und die Realität ist nun mal, das es funktionierende (sogar sehr gut funktionierende) und schlecht funktionierende Patchworkfamilien gibt, genau wie es gute und schlechte "Standardfamilien" gibt.
An den Patchworkfamilien einen Kulturverfall fest zu machen zu wollen ist ziemlich dämlich, zeugt es doch von mangelndem Denkvermögen, gepaart mit einer festen Ideologie.
Aber es lebt sich mit vorgefaßten Meinungen immer bequemer als mit der Realität.
Gruß aus einer Patchworkfamilie!
Diese Art dieser ganzen Diskussion bringt nichts.
Natürlich können Patchwork Familien niemals das Leid der Scheidungskinder auffangen.
Durch zahlreiche internationale Studien belegt, ist gesichert, dass die absolute Mehrzahl der Scheidungskinder schwer tlw. lebenslang zutiefst beschädigt ist und sie sind oft nicht in der Lage, dieses jemals in ihrem Leben wieder ausgleichen zu können, um ein normales Leben führen zu können.
Aus diesem Grunde müssen Eltern ihren Egotrip eingrenzen, falls sie für ihre Kinder überhaupt noch irgendetwas empfinden sollten.
Scheidungskinder brauchen mehr Zuwendung als jedes andere Kind.
In diesem Sinne müssen die bis heute gültigen Zwangsgerichtlichen Scheidungen beendet werden.
Patchworkfamilien radikalisieren oft die bestehenden Probleme.
Man hätte schon vor Jahrzehnten forschen müssen, wie man das Problem lösen kann. Es ist an Betonköpfen gescheitert, wie die aktuelle Zeit bewiesen hat.
Wir können das an den Scheidungskindern ablesen. Die an ihrem Schicksal völlig unschuldig sind.
Heute ist es zu spät. 100 000ende geschädigte Scheidungskinder (kumuliert) sind lebenslang beschädigt. Daran ist nichts mehr zu ändern.
Man kann nur nochdas Leid bei weiteren Scheidungskindernverhindern.
Schon der Familienforscher Stierlin schrieb: Wir sitzen mit den Scheidungskindern auf einem Faß Dynamit, bei dem nur noch der Funke fehlt, dass es hochgeht.
Doch in Deutschland war auch unter vdL Familie mit Gedöns.
Diese Art dieser ganzen Diskussion bringt nichts.
Natürlich können Patchwork Familien niemals das Leid der Scheidungskinder auffangen.
Durch zahlreiche internationale Studien belegt, ist gesichert, dass die absolute Mehrzahl der Scheidungskinder schwer tlw. lebenslang zutiefst beschädigt ist und sie sind oft nicht in der Lage, dieses jemals in ihrem Leben wieder ausgleichen zu können, um ein normales Leben führen zu können.
Aus diesem Grunde müssen Eltern ihren Egotrip eingrenzen, falls sie für ihre Kinder überhaupt noch irgendetwas empfinden sollten.
Scheidungskinder brauchen mehr Zuwendung als jedes andere Kind.
In diesem Sinne müssen die bis heute gültigen Zwangsgerichtlichen Scheidungen beendet werden.
Patchworkfamilien radikalisieren oft die bestehenden Probleme.
Man hätte schon vor Jahrzehnten forschen müssen, wie man das Problem lösen kann. Es ist an Betonköpfen gescheitert, wie die aktuelle Zeit bewiesen hat.
Wir können das an den Scheidungskindern ablesen. Die an ihrem Schicksal völlig unschuldig sind.
Heute ist es zu spät. 100 000ende geschädigte Scheidungskinder (kumuliert) sind lebenslang beschädigt. Daran ist nichts mehr zu ändern.
Man kann nur nochdas Leid bei weiteren Scheidungskindernverhindern.
Schon der Familienforscher Stierlin schrieb: Wir sitzen mit den Scheidungskindern auf einem Faß Dynamit, bei dem nur noch der Funke fehlt, dass es hochgeht.
Doch in Deutschland war auch unter vdL Familie mit Gedöns.
unübersehbar bereits gelebt worden wäre und dieser dann die mediale Abbilung gefolgt wäre, hätte "Ich heirate eine Familie" in den frühen 80ern wohl kaum für die Unterhaltung meiner Mutter gesorgt, die diese Serie soweit ich weiß sehr mochte.
Und mal ehrlich: es ist doch netter, wenn sich mehr Leute um den Tisch setzen, die sich mögen, als bei den Cartwrights auf der Ponderosa vier Männer und einen chinesischen Koch zu erleben...
Schon mal was von "...man soll nicht alle über einen Kamm scheren" gehört!?
So ein negatives "Gesamturteil" stimmt mich nachdenklich...
Vor allem in Bezug auf den Verfasser einer solch verallgemeinerten Äußerung.
Haben Sie schon mal zur Kenntnis genommen respektive registiert wie hoch eigentlich die Anzahl an Abiturienten und Studenten ist, die sich auch noch medial mit ihrer geistigen Inkontinenz öffentlich zu Wort melden...
Wofür steht dass denn bei Ihnen!!??!
ZItat A. Schopenhauer: " Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." Zitat Ende
Im Übrigen: "Wer auch zwischen den Zeilen lesen (hören, sehen) kann würde nie ein so grobes Urteil fällen - denn jede Tat hat ihren Ursprung" (meinereiner)
Freundliche Grüße
Diese Art dieser ganzen Diskussion bringt nichts.
Natürlich können Patchwork Familien niemals das Leid der Scheidungskinder auffangen.
Durch zahlreiche internationale Studien belegt, ist gesichert, dass die absolute Mehrzahl der Scheidungskinder schwer tlw. lebenslang zutiefst beschädigt ist und sie sind oft nicht in der Lage, dieses jemals in ihrem Leben wieder ausgleichen zu können, um ein normales Leben führen zu können.
Aus diesem Grunde müssen Eltern ihren Egotrip eingrenzen, falls sie für ihre Kinder überhaupt noch irgendetwas empfinden sollten.
Scheidungskinder brauchen mehr Zuwendung als jedes andere Kind.
In diesem Sinne müssen die bis heute gültigen Zwangsgerichtlichen Scheidungen beendet werden.
Patchworkfamilien radikalisieren oft die bestehenden Probleme.
Man hätte schon vor Jahrzehnten forschen müssen, wie man das Problem lösen kann. Es ist an Betonköpfen gescheitert, wie die aktuelle Zeit bewiesen hat.
Wir können das an den Scheidungskindern ablesen. Die an ihrem Schicksal völlig unschuldig sind.
Heute ist es zu spät. 100 000ende geschädigte Scheidungskinder (kumuliert) sind lebenslang beschädigt. Daran ist nichts mehr zu ändern.
Man kann nur nochdas Leid bei weiteren Scheidungskindernverhindern.
Schon der Familienforscher Stierlin schrieb: Wir sitzen mit den Scheidungskindern auf einem Faß Dynamit, bei dem nur noch der Funke fehlt, dass es hochgeht.
Doch in Deutschland war auch unter vdL Familie mit Gedöns.
Sie schreiben: "Natürlich können Patchwork Familien niemals das Leid ... auffangen."
Doch, Patchwork-Familien können das 'Leid' auffangen, je "selbstverständlicher" diese familiäre Lebensform von der allgemein akzeptiertwird. Ein schönes Beispiel bei
L. Siebenschön: Wenn die die Freiheit hast ... dtv 10950/1988/S. 30 ff.
/Zitat
Andrea, so alt wie ich, ... früher waren wir ... befreundet, jetzt nicht mehr ... Wegen ihrer häuslichen Ärgernisse... Ihre Mutter geht vormittags arbeiten ... Und weil da noch eine kleinere Schwester ist, haben sie eine Haushälterin bis mittags. Die will mittags um eins aufhören, ... die Kleine nicht einen Moment allein lassen... Steht da ... in Eile wegzudampfen, die Mutter ... genervt, wenn sie sich zehn Minuten verspätet... Andrea ... kriegt das unterschwellige Donnerwetter ab ...
Bei uns ist immer jemand, obwohl alle ihren Beruf haben oder Schule. Aber die Erwachsenen sprechen sich eben ab ...
Zitat/
[...]
Sie schreiben: "100 000ende geschädigte Scheidungskinder ... lebenslang beschädigt. Daran ist nichts mehr zu ändern."
[...] Das Gehirn ist lernfähig bis ins hohe Alte. Dort liegt der Quell für Veränderungen. Wie die Geschichte der Kriesgkinder zeigt, sind 'heilende Veränderungen' schwerer Leiden möglich.
Was es nicht gibt - und was bei ihnen als Heile-Welt-Traum durchschimmert -, ist ein Leben ohne Verletzungen.
Gekürzt. Bitte bleiben Sie höflich. Danke. Die Redaktion/sc
sondern die Menschen, die diese Kinder Scheidungskinder nennen! Somit pressen Sie diese Kinder in eine Schublade wo die Kinder nicht mehr herauskommen. Und wenn diese Kinder sich so einen Schwachsinn anhöhren müssen, täglich, ist es klar, das ein Trauma entsteht. Kinder brauchen gute Freunde, und eine Gesunde Beziehung zu Ihren Eltern. MEiner meinung nach ist es für das Kiond besser, wenn sich die Eltern scheiden lassen, wenn diese nicht mehr mit einander aus kommen. Welchen schaden kann ein zerrütetes und streitendes und sich anschreiendes Elternhaus anrichten?
"Durch zahlreiche internationale Studien belegt, ist gesichert, dass die absolute Mehrzahl der Scheidungskinder schwer tlw. lebenslang zutiefst beschädigt ist und sie sind oft nicht in der Lage, dieses jemals in ihrem Leben wieder ausgleichen zu können, um ein normales Leben führen zu können."
Tut mir leid, aber das ist genau die Art von Überdramatisierung, die bei mir Übelkeit auslöst, weil sie ideologisch ist.
Ich bin selbst Scheidungskind und finde mein Leben ziemlich normal. Ich bin weder traumatisiert noch neige ich zu Drogenkonsum, Alkoholismus, Gewalt, Pädophelie. Meine Eltern haben sehr darauf geachtet, dass unser Leben möglichst normal weiterläuft. Es war sicher nicht schön, ein Scheidungskind zu sein, schon gar nicht zur damaligen Zeit, aber deswegen musste ich nicht in Sack und Asche laufen. Wir hatten eine normale Beziehung zu unseren Eltern und den neuen Partnern unserer Eltern.
Meine Kinder sind auch Trennungskinder (ja, ich führe ein normales Leben, auch wenn Sie das vielleicht anders sehen) und auch da haben wir sehr darauf geachtet, dass ihre Kindheit so normal wie nur irgend möglich weiterläuft. Gelingt nicht immer, aber immer öfters.
Man trennt sich nich um des Patchworks Willen, man trennt sich, weil es nicht mehr anders geht. Und das sollte man so normal wie möglich gestalten, ohne den Beteiligten das Gefühl geben, sie seien geschädigt.
Außerdem, wer sagt denn, dass lebenslanges Zusammensein normal ist?
Sie schreiben: "Natürlich können Patchwork Familien niemals das Leid ... auffangen."
Doch, Patchwork-Familien können das 'Leid' auffangen, je "selbstverständlicher" diese familiäre Lebensform von der allgemein akzeptiertwird. Ein schönes Beispiel bei
L. Siebenschön: Wenn die die Freiheit hast ... dtv 10950/1988/S. 30 ff.
/Zitat
Andrea, so alt wie ich, ... früher waren wir ... befreundet, jetzt nicht mehr ... Wegen ihrer häuslichen Ärgernisse... Ihre Mutter geht vormittags arbeiten ... Und weil da noch eine kleinere Schwester ist, haben sie eine Haushälterin bis mittags. Die will mittags um eins aufhören, ... die Kleine nicht einen Moment allein lassen... Steht da ... in Eile wegzudampfen, die Mutter ... genervt, wenn sie sich zehn Minuten verspätet... Andrea ... kriegt das unterschwellige Donnerwetter ab ...
Bei uns ist immer jemand, obwohl alle ihren Beruf haben oder Schule. Aber die Erwachsenen sprechen sich eben ab ...
Zitat/
[...]
Sie schreiben: "100 000ende geschädigte Scheidungskinder ... lebenslang beschädigt. Daran ist nichts mehr zu ändern."
[...] Das Gehirn ist lernfähig bis ins hohe Alte. Dort liegt der Quell für Veränderungen. Wie die Geschichte der Kriesgkinder zeigt, sind 'heilende Veränderungen' schwerer Leiden möglich.
Was es nicht gibt - und was bei ihnen als Heile-Welt-Traum durchschimmert -, ist ein Leben ohne Verletzungen.
Gekürzt. Bitte bleiben Sie höflich. Danke. Die Redaktion/sc
sondern die Menschen, die diese Kinder Scheidungskinder nennen! Somit pressen Sie diese Kinder in eine Schublade wo die Kinder nicht mehr herauskommen. Und wenn diese Kinder sich so einen Schwachsinn anhöhren müssen, täglich, ist es klar, das ein Trauma entsteht. Kinder brauchen gute Freunde, und eine Gesunde Beziehung zu Ihren Eltern. MEiner meinung nach ist es für das Kiond besser, wenn sich die Eltern scheiden lassen, wenn diese nicht mehr mit einander aus kommen. Welchen schaden kann ein zerrütetes und streitendes und sich anschreiendes Elternhaus anrichten?
"Durch zahlreiche internationale Studien belegt, ist gesichert, dass die absolute Mehrzahl der Scheidungskinder schwer tlw. lebenslang zutiefst beschädigt ist und sie sind oft nicht in der Lage, dieses jemals in ihrem Leben wieder ausgleichen zu können, um ein normales Leben führen zu können."
Tut mir leid, aber das ist genau die Art von Überdramatisierung, die bei mir Übelkeit auslöst, weil sie ideologisch ist.
Ich bin selbst Scheidungskind und finde mein Leben ziemlich normal. Ich bin weder traumatisiert noch neige ich zu Drogenkonsum, Alkoholismus, Gewalt, Pädophelie. Meine Eltern haben sehr darauf geachtet, dass unser Leben möglichst normal weiterläuft. Es war sicher nicht schön, ein Scheidungskind zu sein, schon gar nicht zur damaligen Zeit, aber deswegen musste ich nicht in Sack und Asche laufen. Wir hatten eine normale Beziehung zu unseren Eltern und den neuen Partnern unserer Eltern.
Meine Kinder sind auch Trennungskinder (ja, ich führe ein normales Leben, auch wenn Sie das vielleicht anders sehen) und auch da haben wir sehr darauf geachtet, dass ihre Kindheit so normal wie nur irgend möglich weiterläuft. Gelingt nicht immer, aber immer öfters.
Man trennt sich nich um des Patchworks Willen, man trennt sich, weil es nicht mehr anders geht. Und das sollte man so normal wie möglich gestalten, ohne den Beteiligten das Gefühl geben, sie seien geschädigt.
Außerdem, wer sagt denn, dass lebenslanges Zusammensein normal ist?
denn dreißig Jahre sind eine Generation.
Jede Generation ist und war über "die Jugend" entsetzt. Das lässt sich schon im antiken Griechenland belegen (Aristoteles). Was jede Generation wieder ignoriert: Es gibt "die Jugend" nicht!
Wenn man damit Menschen zwischen 14 und 21 bezeichnet, ist das eine so heterogene Gruppe, dass man als Gemeinsamkeit eben nur das Alter sehen kann. Früher war eben alles besser, zu allen Zeiten. Früher, als das Gras noch grüner war...
Und an Patchworkfamilien "Kulturverfall" was immer das sein mag (ich deute es mal als Werteverfall, als "allgemeines schlechter werden") festzumachen ist so eindimensional wie dämlich. Wie weiter oben schon gesagt wurde: Es gibt gut funktionierende Patchworkfamilien und es gibt schlecht funktionierende traditionelle Familien.
Ich sehe es als eine Errungenschaft unserer Zeit, die Freiheit zu haben, darüber zu entscheiden, wie das eigene Leben aussehen soll und nicht in eine vorgefertige Form gepresst und dort gehalten zu werden. Die Fehler liegen hier weniger beim "Zeitgeist" (ein weiteres herrlich schwammiges Verbalkonstrukt) sonder bei den einzelnen Akteuren.
unzuverlässiges Material zur Beschreibung des gesellschaftlichen Wirklichkeit, allerdings geben sie eine gute Übersicht über gesellschaftliche Ideale. Und das Ideal ist natürlich schon das materiell saturierte und erfolgreiche Individuum, das alle zwischenmenschlichen Beziehungen frei nach gusto gestalten, denn schließlich ist in der Konsumgesellschaft alles eine Frage der Vermögensverhältnisse.
Familie war ja über die Jahrtausende vor allem so erfolgreich, weil sie das Individuum auch gegen Not und Bedrohung absicherte. Das einzige, was in den Beziehungsreigen der Schönen und Reichen nicht passt, sind tatsächlich die Kinder, weil die tatsächlich meist in so rückständiger Weise an ihren Eltern hängen, in einer ganz "pneumatischen" Gesellschaft (A. Huxley) wird man aber aber auch für unsere veraltete Biologie irgendwann eine Lösung finden.
Oder aber, die Pessismisten hätten doch recht, dass absoluter Konsum doch nur eine historische Ausnahmeperiode ist, weil unser inflexibler und spießiger Planet einfach nicht genug Ressourcen für die ewige Party herausrückt, dann muss man irgendwann wieder auf die bucklige Verwandtschaft und Familie Rücksicht.
Warum ist es ein Ideal, durch den Zufall der Geburt an einen Personenkreis gebunden zu sein? Sicher, eine funktionierende Familie ist etwas imens wertvolles.
Aber das wird eben nicht dadurch erreicht, dass man wie im Mittelalter, keine Chance hat, aus seinem Herkunftsumfeld auszusteigen.
Es ist meiner Meinung nach ein Grundrecht, sein Umfeld selber zu wählen. Niemand kann und darf mir meine "Freunde" aussuchen. Und dazu gehört eben auch, dass ein Individuum aus dem Familienverband "austreten" kann. Alles andere ist totalitärer Dogmatismus. Ich will damit keineswegs sagen, dass das leichtfertig geschehen sollte, aber möglich muss es in einer freien Gesellschaft sein.
Und wenn Sie schon zustimmen, dass Klischees kein hinreichendes Material zur Beschreibung gesellschaftlicher Vorgänge sind, dann sollten sie im nächsten Satz nicht gleich eines als Argumentationsgrundlage benutzen.
Langfristige und feste Bindungen sind auch heute bei den meisten Menschen wichtig. Wenn Sie natürlich die Medieninszenierung des "Jet Sets" als Grundlage nehmen, dann kommen Sie unweigerlich zur Soap Opera.
Warum ist es ein Ideal, durch den Zufall der Geburt an einen Personenkreis gebunden zu sein? Sicher, eine funktionierende Familie ist etwas imens wertvolles.
Aber das wird eben nicht dadurch erreicht, dass man wie im Mittelalter, keine Chance hat, aus seinem Herkunftsumfeld auszusteigen.
Es ist meiner Meinung nach ein Grundrecht, sein Umfeld selber zu wählen. Niemand kann und darf mir meine "Freunde" aussuchen. Und dazu gehört eben auch, dass ein Individuum aus dem Familienverband "austreten" kann. Alles andere ist totalitärer Dogmatismus. Ich will damit keineswegs sagen, dass das leichtfertig geschehen sollte, aber möglich muss es in einer freien Gesellschaft sein.
Und wenn Sie schon zustimmen, dass Klischees kein hinreichendes Material zur Beschreibung gesellschaftlicher Vorgänge sind, dann sollten sie im nächsten Satz nicht gleich eines als Argumentationsgrundlage benutzen.
Langfristige und feste Bindungen sind auch heute bei den meisten Menschen wichtig. Wenn Sie natürlich die Medieninszenierung des "Jet Sets" als Grundlage nehmen, dann kommen Sie unweigerlich zur Soap Opera.
Bei den Wulffs, den Schweigers, den Klums und den Seehofers lassen sich die Probleme mit Geld mildern.
Für die zerbrochene Durchschnittsfamilie ist die "unbedingte Selbstverwirklichung" meist ein direkter Weg in die materielle Armut.
Da helfen keine Kids-On-Tour-Angebote der Bahn und kein Rotkäppchen-Service der Lufthansa, weil man sich so etwas nicht leisten kann.
Der Patchwork-Wahrheit als Lüge zu entlarven ist demnach sehr einfach.
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