Occupy Wall Street Die Kommerzialisierung des Klassenkampfs

Modestrecken mit Protestlern in High Heels, ein MTV-Casting für Occupy-Wall-Street-Demonstranten – verkommt die Bewegung zur Werbefläche?

Wütend, aber gut angezogen: eine Demonstrantin, die an der Occupy-Miami-Demonstration teilnimmt

Wütend, aber gut angezogen: eine Demonstrantin, die an der Occupy-Miami-Demonstration teilnimmt

Noch vor wenigen Wochen mussten Amerikaner ausländische Zeitschriften lesen, um etwas über Occupy Wall Street zu erfahren. Mittlerweile ist das Schweigen einem regelrechten Hype gewichen. Die Bewegung zierte letzte Woche gleich die Cover des Time Magazine, des New Yorker und des Economist. Die New York Times druckte eine Modestrecke mit Protestlern in High Heels und Hipster-Outfits.

MTV castet Wall-Street-Besetzer für sein Format Real World. Promis wie Alec Baldwin, Tim Robbins und Susan Sarandon schauten öffentlichkeitswirksam am Zucotti Park vorbei – der Rapper Kanye West erschien in Givenchy und Balmain. Und der Regisseur Christopher Nolan soll darüber nachdenken, die Demonstranten für seinen neuen Batman-Film Dark Knight Rises als Statisten anzuheuern. Das Merchandising im Internet reicht von Hunde-T-Shirts bis zu iPhone-Taschen. Selbst die New Yorker Touristenbusse haben Occupy Wall Street in ihre Rundfahrten als Attraktion integriert.

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Die richtigen Schuhe zur Bewegung: Ein Demonstrant übernachtet im New Yorker Zucotti Park.

Die richtigen Schuhe zur Bewegung: Ein Demonstrant übernachtet im New Yorker Zucotti Park.

Verkommt die Revolte zur Konsum-Orgie, wird der Antikapitalismus zur Werbefläche? So jedenfalls sieht es Brendan O'Neill, ein Kommentator des britischen Telegraph. Occupy Wall Street sei "eine als politische Bewegung getarnte Modenschau". Es gehe bloß um "klasse Haarschnitte, nicht um Klassenkampf" . Ein Programm habe es nicht gegeben, es stünden lediglich ein paar gutaussehende junge Leute auf einem Platz herum. Auch der linke slowenische Philosoph Slavoj Žižek warnte in einer Rede in New York davor, dass ein "Karneval billig komme" und dass "der Tag danach" entscheidend sei. Die Erinnerung an Occupy Wall Street drohe sonst so auszusehen: "Wir waren jung und hatten eine gute Zeit."

Unstrittig ist, dass die Bewegung von Anfang an auf oberflächliche Mittel der Überzeugung setzte. Das Magazin Adbusters, das die Occupy-Wall-Street-Kampagne erfand, gilt als das Flaggschiff der sogenannten Anti-Werbung. Seine Macher setzen bewusst Ästhetik und Strategie der Werbung ein, um konsumkritische Kampagnen zu fördern. Auch ihren Popularitätsschub Ende September erlebte die Bewegung nicht wegen ihres – ohnehin unklaren – politischen Programms, sondern aufgrund der eher emotionalen Solidarität, die ein im Internet bekannt gewordenes Video weckte: Es zeigt wehrlose Demonstranten, die von Polizisten mit Pfefferspray besprüht werden. Die Verballhornung des Videos in der Daily Show, der momentan wichtigsten amerikanischen Comedy-Sendung, tat ein Übriges – Occupy Wall Street wurde zum Massenphänomen.

Wenn die New York Times, Hollywood und MTV nun auf den Zug aufspringen, dann dient das letztlich dem Zweck, Werbeflächen, DVDs und Eintrittskarten fürs Kino zu verkaufen. So verdient das eine Prozent auf perfideste Art an der Wut der 99 Prozent. Die Occupy-Wall-Street-Aktivisten müssen sicherstellen, dass sie selbst von den kräftigen Bildern profitieren, die sie produzieren. Ansätze dafür gibt es bereits in eigens produzierten, durch Crowdfunding finanzierten Werbespots und der vielkritisierten Überlegung, gleich selbst Occupy-Wall-Street-Merchandising herzustellen und an den Mann zu bringen.

Gespickt mit Stickern: Jacke eines Occupy-Wall-Street-Demonstranten im Zuccotti Park in New York

Gespickt mit Stickern: Jacke eines Occupy-Wall-Street-Demonstranten im Zuccotti Park in New York

Doch wer der Bewegung ihre Oberflächlichkeit vorwirft, übersieht, dass diese selten vermeidbar ist, wenn man die Massen erreichen möchte. Ausgefeilte politische Programme alleine haben noch nie Menschen auf die Straße gebracht. Selbst die Französische Revolution war von Modeerscheinungen aller Art begleitet, wie der bekannten roten phrygischen Mütze, Schleifen in den Farben der Trikolore und ähnliche Accessoires "à la Bastille", wie es damals hieß.

Die zeitgenössischen Modezeitschriften waren voll von Tipps, wie sich Revolutionäre kleiden sollten. Und, so unglaublich es klingt, auch Revolutionstourismus gab es schon damals – wer in Deutschland was auf sich hielt, pilgerte nach Paris und erstand einen Stein der Bastille als Souvenir. Selbst wenn sich heute ein Blog etwas platt rühmt, die "Hot Chicks of Occupy Wallstreet" zu versammeln , erinnert dies noch an die Marianne, die erste weibliche Pop-Ikone auf Barrikaden.

Dass es auch um Occupy Wall Street einen Hype gibt, steht ihrer historischen Bedeutung nicht entgegen. Für die deutsche Occupy-Reichstag-Bewegung ist es also ein gutes Zeichen, dass man vor Ort Stöckelschuhe und Tim Renner sehen konnte, den Gründer von Motor Entertainment. Würden sich allerdings jetzt auch noch Til Schweiger und Indira Weis blicken lassen, wäre das wahrscheinlich weniger zuträglich. Promimäßig ist "die revolutionäre Situation" in den USA einfach eher gegeben, um es mal diplomatisch mit Lenin zu sagen.

 
Leser-Kommentare
  1. Hier haben wir wieder das zu auffällig oft werwandte Iphone in einem Bericht der Zeit-Online, der eigentlich nichts mit Apple zu tun hat. Warum kann man nicht Handytasche schreiben. Sie schreiben ja auch Hunde-T-Shirt und nicht Dackel-T-Shirt.

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    • hareck
    • 24.10.2011 um 16:39 Uhr

    vermutlich, dass die Leute bereit sind, für das genannte Telefon Geld zu bezahlen, und für Online-Journalismus nicht.

    Irgendwie müssen die Journalisten ja bezahlt werden.

    • minhen
    • 24.10.2011 um 16:49 Uhr

    Es ist Ihnen vermutlich nicht aufgefallen, aber außer dem iPhone werden zahlreiche andere Marken vom Rapper über Fernsehsendungen bis zu Mode-Labels genannt. Damit soll leicht erkennbar die Kommerzialisierung des Protests unterstrichen werden. Und die Produkte von Apple, insbesondere das iPhone, haben eine entsprechende Konnotation - Handys allgemein nicht. Das iPhone als einfaches Mode-Accessoire. Das sollte eigentlich genau Ihrer Meinung als Apple-Hasser, für den jede direkte oder indirekte Erwähnung dieser Firma ein persönlicher Affront darstellt, entsprechen ...

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und Beleidigungen. Danke, die Redaktion/mk

    es ist billig, bei jeder Erwähnung eines Markenartikels Schleichwerbung zu rufen; besonders, wenn man es so überhaupt nicht begründen kann, wie in diesem Fall: glauben Sie im Ernst, es trüge für ein so omnipräsentes Produkt wie besagtes Mobiltelefon irgendetwas aus, im Fließtext eines Artikels beiläufig erwähnt zu werden? Und dazu noch als Telefon of choice der im Artikel denunzierten Schickeria-Demonstranten? Eine kritische Haltung verlangt mehr als das quasi-mechanische Abrufen von Empörung beim Auftauchen bestimmter Reizwörter.

    • hareck
    • 24.10.2011 um 16:39 Uhr

    vermutlich, dass die Leute bereit sind, für das genannte Telefon Geld zu bezahlen, und für Online-Journalismus nicht.

    Irgendwie müssen die Journalisten ja bezahlt werden.

    • minhen
    • 24.10.2011 um 16:49 Uhr

    Es ist Ihnen vermutlich nicht aufgefallen, aber außer dem iPhone werden zahlreiche andere Marken vom Rapper über Fernsehsendungen bis zu Mode-Labels genannt. Damit soll leicht erkennbar die Kommerzialisierung des Protests unterstrichen werden. Und die Produkte von Apple, insbesondere das iPhone, haben eine entsprechende Konnotation - Handys allgemein nicht. Das iPhone als einfaches Mode-Accessoire. Das sollte eigentlich genau Ihrer Meinung als Apple-Hasser, für den jede direkte oder indirekte Erwähnung dieser Firma ein persönlicher Affront darstellt, entsprechen ...

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und Beleidigungen. Danke, die Redaktion/mk

    es ist billig, bei jeder Erwähnung eines Markenartikels Schleichwerbung zu rufen; besonders, wenn man es so überhaupt nicht begründen kann, wie in diesem Fall: glauben Sie im Ernst, es trüge für ein so omnipräsentes Produkt wie besagtes Mobiltelefon irgendetwas aus, im Fließtext eines Artikels beiläufig erwähnt zu werden? Und dazu noch als Telefon of choice der im Artikel denunzierten Schickeria-Demonstranten? Eine kritische Haltung verlangt mehr als das quasi-mechanische Abrufen von Empörung beim Auftauchen bestimmter Reizwörter.

    • hareck
    • 24.10.2011 um 16:39 Uhr

    vermutlich, dass die Leute bereit sind, für das genannte Telefon Geld zu bezahlen, und für Online-Journalismus nicht.

    Irgendwie müssen die Journalisten ja bezahlt werden.

  2. ...,oder sehr viele davon,erinnern mich ein wenig an die Clowns-Armee. Mich würde es nicht wundern, wenn es bald einen Dresscode gibt, der besgt daß nur diejenigen an der Veranstaltung teilnehmen dürfen, die besonders schrill,oder besonders "teuer" gekleidet sind.Auch ein Sponsoring eines Unternehmens, daß sich dem Lifestyle besonders verschrieben hat, wäre denkbar. Ernstahftigkeit sieht m.E. etwas anders aus.

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    Schlampig, mittelmäßig, unmodern angezogen? Es geht doch aus diesem Artikel klar hervor, dass die Medien solche Dinge "aufbereiten" und schon haben wir Schlagzeilen, die meist ein negatives Bild zeigen. So etwas kann ich mit einer Kamera auch. Ich fotografiere halt nur die Dinge die in "meinen Kram" passen und dann habe ich einen eindeutigen Trend. So einfach ist das.

    Und was meinen Sie, hat man umgekehrt nur das Recht, an kritischen Veranstaltungen teilzunehmen, wenn man sich möglichst verlottert anzieht? In der Tat drückt die Bewegung durch ihr uneinheitliches Auftreten aus, dass verschiedene Gesellschaftsschichten gemeinsame Probleme gegenüber Position beziehen. Eigentlich ein wünschenswertes Phänomen, doch da kommen Zeitjournalisten (und Sie) und bemäkeln die fehlende, reinheitliche Abstinenz von Modemarken.

    Kann es nicht sein, dass die Leute sich einfach so anziehen wie im Alltag auch? Können wir Kritik nur dann akzeptieren, wenn die Kritiker sich in Rundumabstinenz begeben und alles Konsumelle abstreifen? Wäre besser, wenn wir als Beobachter weniger wert auf das Aussehen als auf den Inhalt geben würden...

    Schlampig, mittelmäßig, unmodern angezogen? Es geht doch aus diesem Artikel klar hervor, dass die Medien solche Dinge "aufbereiten" und schon haben wir Schlagzeilen, die meist ein negatives Bild zeigen. So etwas kann ich mit einer Kamera auch. Ich fotografiere halt nur die Dinge die in "meinen Kram" passen und dann habe ich einen eindeutigen Trend. So einfach ist das.

    Und was meinen Sie, hat man umgekehrt nur das Recht, an kritischen Veranstaltungen teilzunehmen, wenn man sich möglichst verlottert anzieht? In der Tat drückt die Bewegung durch ihr uneinheitliches Auftreten aus, dass verschiedene Gesellschaftsschichten gemeinsame Probleme gegenüber Position beziehen. Eigentlich ein wünschenswertes Phänomen, doch da kommen Zeitjournalisten (und Sie) und bemäkeln die fehlende, reinheitliche Abstinenz von Modemarken.

    Kann es nicht sein, dass die Leute sich einfach so anziehen wie im Alltag auch? Können wir Kritik nur dann akzeptieren, wenn die Kritiker sich in Rundumabstinenz begeben und alles Konsumelle abstreifen? Wäre besser, wenn wir als Beobachter weniger wert auf das Aussehen als auf den Inhalt geben würden...

    • iDog
    • 24.10.2011 um 16:43 Uhr

    ehe man als Prostestierender ernst genommen wird? ... oder muss man gar nackt kommen ?

    Dieses ewige Relativisierung jeder kritischen Meinungsäusserung des Bürgers hier in dieser ZEITung kann schon nerven.

    Wenn der hier zum Wegschauen animierte Steuerzahler das auch mal mit der Politik machen würde, wäre der Protest gar nicht nötig ... und eine ZEITung wie diese hier obsolet, weil das Finanzsrtarke eine % der Bürger nicht mehr existent wären und daher auch keine eigenen Propagnadamedien betreiben würden, um sich zu schützen vor solchen Protesten.

    Der Akkumulationswahn dieser "Elite" wäre indes eine gutes Thema für Relativierungen jeder Art, da er in keinem vernünftigen Verhältnis zur sich daraus ergebenden Wirklichkeit steht.

    19 Leser-Empfehlungen
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    würde ich diesen Kommentar. Vielen Dank! Ich dachte schon, ich stehe alleine da mit meiner Erkenntnis. Sehr deutlich wird hier Kritik an den Zeit-Artikel-Schreibern als "unsachlich" wegradiert.

    Lieber iDog, Sie quatschen hier in diversen Threads ihre phrasenhaften kapitalismus- und vermeintlich medienkritischen Behauptungen herunter, z. B. diese:

    "und eine ZEITung wie diese hier obsolet, weil das Finanzsrtarke eine % der Bürger nicht mehr existent wären und daher auch keine eigenen Propagnadamedien betreiben würden, um sich zu schützen vor solchen Protesten."

    vergessen dabei aber anscheinend, dass sie sich hier in einem für Sie komplett kostenfreien, journalistisch ausgezeichnet aufbereiteten Onlineangebot befinden. Um mal einen alten Slogan neu aufleben zu lassen: Wenn es Ihnen hier nicht passt, gehen Sie doch nach drüben. Anders gefragt: Wenn das hier alles Propaganda ist - was wollen Sie hier? Etwa der Aufkärer sein unter all diesen von den bösen Medien manipulierten Ahnungslosen?

    Zweitens: Was dieser Artikel völlig zurecht aufgreift, ist der Umstand, dass mittlerweile jede Protestbewegung von deren Protagonisten stets binnen kürzester Zeit in eine Demonstration von Lifestyle verwandelt wird. Und das tun nicht die Medien, das kommt aus den jeweiligen Bewegungen selbst heraus. Nur bemerken die meisten den blinden Fleck nicht. Es ist eben nicht nur - und ich war selbst dabei - Ausdruck einer Geisteshaltung, demonstrieren zu gehen, es ist Ausdruck eines Lebenskonzeptes. Man hält sich ein Kind. Einen Hund. Man geht demonstrieren. Aber nur mit Burlingtonschal, bitte.

    würde ich diesen Kommentar. Vielen Dank! Ich dachte schon, ich stehe alleine da mit meiner Erkenntnis. Sehr deutlich wird hier Kritik an den Zeit-Artikel-Schreibern als "unsachlich" wegradiert.

    Lieber iDog, Sie quatschen hier in diversen Threads ihre phrasenhaften kapitalismus- und vermeintlich medienkritischen Behauptungen herunter, z. B. diese:

    "und eine ZEITung wie diese hier obsolet, weil das Finanzsrtarke eine % der Bürger nicht mehr existent wären und daher auch keine eigenen Propagnadamedien betreiben würden, um sich zu schützen vor solchen Protesten."

    vergessen dabei aber anscheinend, dass sie sich hier in einem für Sie komplett kostenfreien, journalistisch ausgezeichnet aufbereiteten Onlineangebot befinden. Um mal einen alten Slogan neu aufleben zu lassen: Wenn es Ihnen hier nicht passt, gehen Sie doch nach drüben. Anders gefragt: Wenn das hier alles Propaganda ist - was wollen Sie hier? Etwa der Aufkärer sein unter all diesen von den bösen Medien manipulierten Ahnungslosen?

    Zweitens: Was dieser Artikel völlig zurecht aufgreift, ist der Umstand, dass mittlerweile jede Protestbewegung von deren Protagonisten stets binnen kürzester Zeit in eine Demonstration von Lifestyle verwandelt wird. Und das tun nicht die Medien, das kommt aus den jeweiligen Bewegungen selbst heraus. Nur bemerken die meisten den blinden Fleck nicht. Es ist eben nicht nur - und ich war selbst dabei - Ausdruck einer Geisteshaltung, demonstrieren zu gehen, es ist Ausdruck eines Lebenskonzeptes. Man hält sich ein Kind. Einen Hund. Man geht demonstrieren. Aber nur mit Burlingtonschal, bitte.

    • minhen
    • 24.10.2011 um 16:49 Uhr

    Es ist Ihnen vermutlich nicht aufgefallen, aber außer dem iPhone werden zahlreiche andere Marken vom Rapper über Fernsehsendungen bis zu Mode-Labels genannt. Damit soll leicht erkennbar die Kommerzialisierung des Protests unterstrichen werden. Und die Produkte von Apple, insbesondere das iPhone, haben eine entsprechende Konnotation - Handys allgemein nicht. Das iPhone als einfaches Mode-Accessoire. Das sollte eigentlich genau Ihrer Meinung als Apple-Hasser, für den jede direkte oder indirekte Erwähnung dieser Firma ein persönlicher Affront darstellt, entsprechen ...

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    Wenn sie die Berichterstattung der ZeitOnline verfolgen, kann man feststellen, dass in Berichten äußerst selten vom Smartphone oder Handy die Rede ist. Es wird oft vom IPhone geschrieben, obwohl dieses mit dem Rest des Berichtes in keinster Weise zu tun hat. Wie sie darauf schließen, dass ich ein Apple-Hasser bin ist mir unklar. Man wird hier immer öfter sofort radikalisiert. Sagt man etwas gegen Kapitalismus ist man sofort der Steinewerfer von Links außen. Kritisiert man Ausländer, wird man als schlimmster Nazi gekennzeichnet und so weiter und so fort. Ich habe mich lediglich kritisch geäußert, daher brauchen sie mich nicht als Apple-Hasser betiteln. Das von ihnen vorgeworfene Sofort-Aufschreien-Beim-Iphone könnte ich ihnen in gleicher Weise als Sofort-Rumzicken-Bei-Apple-Kritik auslegen. Also Cool down und Back to Topic.

    P.S.: Bis vor Kurzem hatte ich ein Iphone. Einen IPod nenne ich immer noch mein Eigen.

    Wenn sie die Berichterstattung der ZeitOnline verfolgen, kann man feststellen, dass in Berichten äußerst selten vom Smartphone oder Handy die Rede ist. Es wird oft vom IPhone geschrieben, obwohl dieses mit dem Rest des Berichtes in keinster Weise zu tun hat. Wie sie darauf schließen, dass ich ein Apple-Hasser bin ist mir unklar. Man wird hier immer öfter sofort radikalisiert. Sagt man etwas gegen Kapitalismus ist man sofort der Steinewerfer von Links außen. Kritisiert man Ausländer, wird man als schlimmster Nazi gekennzeichnet und so weiter und so fort. Ich habe mich lediglich kritisch geäußert, daher brauchen sie mich nicht als Apple-Hasser betiteln. Das von ihnen vorgeworfene Sofort-Aufschreien-Beim-Iphone könnte ich ihnen in gleicher Weise als Sofort-Rumzicken-Bei-Apple-Kritik auslegen. Also Cool down und Back to Topic.

    P.S.: Bis vor Kurzem hatte ich ein Iphone. Einen IPod nenne ich immer noch mein Eigen.

  3. Schlampig, mittelmäßig, unmodern angezogen? Es geht doch aus diesem Artikel klar hervor, dass die Medien solche Dinge "aufbereiten" und schon haben wir Schlagzeilen, die meist ein negatives Bild zeigen. So etwas kann ich mit einer Kamera auch. Ich fotografiere halt nur die Dinge die in "meinen Kram" passen und dann habe ich einen eindeutigen Trend. So einfach ist das.

  4. 8. Affig

    Die Kritik an der Bewegung ist irgendwie affig - auch wenn sie ihre Rechtfertigung hat.

    Klar ist: Es besteht die Gefahr der Kommerzialisierung und daher sind Kritik und meinetwegen auch bissige, zynische Kommentare in Ordnung, um potenzielle Verlogenheit als solche sichtbar zu machen.

    Wenn aber von der Demo als "eine als politische Bewegung getarnte Modenschau" gesprochen wird, dann ist das in meinen Augen in erster Linie ein selbstgefälliges Reiben an den Widersprüchen gepaart mit einer Verallgemeinerung, die alle nachvollziehbaren und positiven Tendenzen untergräbt.

    Klar gibt es auf den Straßen Vollidiot_innen - das ist bei jeder Demo so. Sollten wir jetzt nicht mehr auf Demos gehen? Und überhaupt: Was ist schlimm an "Wir waren jung und hatten eine gute Zeit." Das ist allemal besser als sich mit einem "man kann eh nichts ändern" zurückzuziehen oder an Stammtischen über die böse Welt zu meckern und den A**** nicht hoch zu kriegen. Es ist schon wirklich seltsam, wenn man Sprüche wie den oben stehenden von Menschen hört, die ansonsten keine Gelegenheit unterlassen um zu beteuern wie wichtig Demokratie ist. Demokratie ist halt immer so wie es einem selbst am besten passt.

    Diese politische Bewegung wird wie jede andere in der einen oder anderen Hinsicht scheitern. Natürlich kann man sie verlachen, aber wer nicht konsequent (dann eben auch woanders) lacht, bezeugt damit bestenfalls Reflex-Konservatismus.

    11 Leser-Empfehlungen
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    Sie schreiben mir aus der Seele.

    LG
    atencion

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