Offener Brief : "Tatort"-Autoren beklagen falsch geführte Urheberrechtsdebatte

Frei heißt nicht kostenlos: Mit einem Brief an Grüne, Linke und Piraten mischen sich 51 Drehbuchautoren in die aktuelle Debatte um Leistungsschutz im Internet ein.

In die aktuelle Debatte um das Leistungsschutzrecht und die Vergütung von Kunstschaffenden mischen sich vermehrt die Urheber ein. Nachdem der Musiker und Schriftsteller Sven Regener vergangene Woche im Bayerischen Rundfunk eine Brandrede für die Stärkung des Künstlers in der Gesellschaft gehalten hat, melden sich nun die Drehbuchautoren zu Wort. In einem offenen Brief an Die Grünen, Die Linke, Piratenpartei und Fachausschüsse des Bundestags fordern 51 Tatort-Autoren eine Korrektur der bisherigen politischen Stoßrichtung in der Urheberrechtsdiskussion. Die Debatte liefe vor allem deshalb fehl, weil sie ohne die Urheber geführt werde.

"Bisher behaupten die Grünen, Piraten, die sogenannte Netzgemeinde und junge Netzpolitiker aller Parteien die Deutungshoheit und erklären der analogen Gesellschaft, dass das 'viel zu komplizierte Urheberrecht' dringend modernisiert werden müsse, dass die Nutzer besser gestellt werden müssten, dass das 'Teilen des Wissens' einfach zum Internet gehöre, dass das geistige Eigentum lediglich 'ein Kampfbegriff der Verwertungsindustrie' und ohnehin 'jeder User ein Künstler' sei", schreibt der Verband Deutscher Drehbuchautoren in seiner Pressemitteilung. In dem Brief führen die Autoren fort, es sei Zeit, dass sich die Adressaten von "ein paar Lebenslügen" verabschiedeten.

Problematisch sei die demagogische Suggestion, das Urheberrecht stehe dem Grundrecht auf freien Zugang zu Kunst und Kultur im Weg. Frei bedeute keineswegs kostenlos. "Diese politische Verkürzung (...) dient lediglich der Aufwertung der User-Interessen, deren Umsonstkultur so in den Rang eines Grundrechtes gehievt werden soll", schreiben die Verfasser. Das Grundrecht auf geistiges Eigentum hingegen werde marginalisiert.

Die Drehbuchautoren stellen sich vor die Rechteinhaber und Verwerter. Es könne nicht angehen, dass die großen Plattenfirmen und Verlage als blutsaugende Übeltäter hingestellt würden und nicht "Google, YouTube und die anderen Internetserviceprovider, die sich dumm und dämlich daran verdienen, illegale Kontakte zu vermitteln". Filme, Musikproduktionen, Werbekampagnen, Designprodukte könnten schließlich erst realisiert werden, wenn die Ideen der Urheber mit Kapital und Vermarktungswissen zusammenkämen.

Abschließend empfehlen die Verfasser allen Parteien, sich zunächst von ihren Kulturpolitikern über den Zusammenhang von Kunst und materieller Absicherung informieren zu lassen: Die nachhaltige Produktion hochwertiger Kultur könne nicht amateurhaft organisiert werden. Sie verweisen auf die Kreativindustrie als wichtigen Wirtschaftsfaktor der postindustriellen Bundesrepublik. Daher sollten "alle politischen Kräfte den Urhebern bzw. ihren Verbänden helfen, das Urhebervertragsrecht zu verbessern".

CCC: "Wir kämpfen auf derselben Seite"

Der Chaos Computer Club (CCC) reagierte umgehend - "ganz kess als Vertreter der von Euch angeprangerten 'Netzgemeinde'" - und stellte klar: "Wir kämpfen eigentlich auf derselben Seite, aber Ihr merkt es nicht einmal." Auf Netzpolitik.org kommentiert Leonhard Dobusch, "das Pamphlet der Tatort-Autoren" bediene sich "einer unredlichen Argumentationsstrategie", die die Debatte nicht voranbringe. Es sollte vielmehr der Versuch unternommen werden, "berechtigte Kritik auch anzuerkennen. Wie das gehen könnte, zeigt die ebenfalls von Kulturschaffenden gestartete Initiative Copylike".

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Kommentare

309 Kommentare Seite 1 von 28 Kommentieren

stellt eueren kram doch ohne...

fratzenbuch, google- und youtube ins netz, klebt ein bisschen werbung dran und verklagt die drei erstgenannten, wenn sie an eurem zeug verdienen. Damit macht ihr langfristig mehr, die Kraken sind aus dem spiel und ihr muesst nicht die halbe welt mit euren abmahnungen ueberziehen. viele bands machen es doch schon vor. und ich verrat euch mal was: ohne umsonsthäppchen kauft bald ohnehin niemand mehr was. warum daran derzeit allerdings die drei erstgenannten verdienen, liegt allein an euch. allerdings: der wettkampf wird härter, schrott kauft keiner mehr. gut so.

Sie nehmen mir die Worte aus dem Mund...

...denn auch ich meine: Drehbuchschreiber für die Öffentlich-Rechtlichen? Waren das nicht die, die immer diese Sachen schreiben, die man in den USA beim ersten Pitching umgehend umweltschonend entsorgt haette? Wenn das Publikum da Mitspracherecht haette, waeren 90 Prozent der deutschen Schmonzettenscribbler arbeitslos. Kein Wunder, dass man fuerchtet, bald die monatliche Rate fuer den Volvo-Kombi nicht mehr zahlen zu koennen.

Trotz (oder wegen) GEZ: Die Drehbuchautoren haben Recht

Wer den Zwangsabgaben GEZ für das Öffentlich-Rechtliche Rundfunksystem kritisch gegenübersteht, muss den Verteidigern des Urheberrechts doppelt Recht geben. Denn die Kulturschaffenden müssen bezahlt werden. Entweder sie werden es durch Zwangsabgaben und Subventionen, z.B. die Rundfunkgebühren. Oder aber durch Ausübung des Copyrights, abgesichert durch Kopierschutz (DRM) usw.

Deshalb: Wer gegen Subventionen und Kulturzwangsabgaben ist, der muss für Kopierschutz und Verteidigung des traditionellen Urheberrechts sein.

Das Grundrecht auf geistiges Eigentum werde marginalisiert?

Na, so viel Geist kann da nicht sein, wenn man im 21.Jahrhundert noch den klassischen Eigentumsbegriff auf immaterielle Güter übertragen und bewahrt sehen möchte.

> Es könne nicht angehen, dass die großen Plattenfirmen und
> Verlage als blutsaugende Übeltäter hingestellt würden
Warum nicht?

Es kann auch nicht angehen, daß ich als Kunde und Konsument kriminalisiert werde, mit DRM, Rootkits, Zwangsabgaben( Pauschalstrafen! absurd!!) auf Datenträger, Drucker, Handys, ohne jegliche Gegenleistung.

Die "großen Plattenfirme und Verlage" hatten ihre Existenzberechtigung und ihren Nutzen, in einer Zeit, als das Produkt (Text, Ton, Bild) weitestgehend an physikalische Medien (Bücher, Datenträger) gebunden war.

Pferdekutschen braucht es seit dem Zeitalter des Automobils aber nicht mehr. Ebensowenig braucht es noch Plattenfirmen und Verlage. Dank der Technologie "Internet" kann ein jeder Urheber DIREKT und praktisch ohne "Verwerter" in der Handelskette den Konsumenten erreichen. Das Gewinsel der "Verwertungsindustrie" ist nichts weiter als das Gewinsel der Dinosaurier, zu träge sich den neuen Umständen anzupassen.

Ihr fordert doch immer Marktwirtschaft und Preisbildung ein. Allofmp3 und Megaupload haben gezeigt: die Kunden sind durchaus bereit, Geld für Musik+Videos auszugeben. Auch iTunes und Amazon sind nicht unerfolgreich. Nur mag der 0815-Kunde eben nicht die "alten" Preise für etwas zahlen, was ohne Medien und Verwertungskette deutlich billiger sein müsste...

Materiell vs Imateriell

Bitte lasst doch diese dubiosen Vergleiche von Dingen, die man nicht vergleichen kann.

Es gibt einen Unterschied zwischen materiellen Gütern und imateriellen.

Die ersten muss man jedesmal wieder neu herstellen, man kann sie jeweils nur einmal verkaufen und muss sie physikalisch von A nach B transportieren.

Die zweiten kann man unendlich oft kopieren, so oft man will, und das kostenlos. Man kann sie innerhalb von Sekunden um die ganze Welt schicken.

Wenn man Autos einfach so kopieren könnte, dann würde das auch jeder tun.

Diese Eigenschaften sind die Fakten, man sollte nicht versuchen die gleiche rechtliche Auslegung des einen auf das andere anzuwenden.

prellen sie auch ihre Friseuse oder ihren Masseur? Die bieten auch ein immaterielles Gut an, von dem sie leben wollen. Die Sache ist einfach, sie empfangen eine Leistung, und sollten dafür bezahlen, das ist gerecht und um Gerechtigkeit geht es. WOllen sie diese Leistung nicht empfangen, müssen sie das natürlich auch nicht. Sie bezahlen bei einem Buch schließlich nicht für das Papier, sondern für das Lesevergnügen. Nehmen sie die Leistung in Anspruch ohne eine Gegenleistung zu erbringen und ohne die Erlaubnis des Autors ist es nichts weiter als Diebstahl.

Nein, sie gehen nicht zum Kutschenmacher

Weder klauen Sie dem Kutschenmacher etwas noch kaufen Sie eine Kutsche. Sie brauch schließlich keine Kutsche mehr.

Oder um es anders auszudrücken:
Es gab das Geschäftsmodell des Schreibers, der für andere Leute Briefe aufsetzt. Da mitlerweile die meisten Menschen selber schreiben (und sogar drucken) können, ist dieses Geschäftsmodell im Wesentlichen eingegangen.
Für das Geschäftsmodell des Kopien-Herstellers (und im Wesentlichen sind Verlage genau das) gilt das gleiche: Man braucht ihn nicht mehr (bzw. immer weniger), um z.B. eine Schallplatte oder ein Druckerzeugnis zu machen. Jeder kann die Kopie selbst zu hause erstellen.

Dass sich damit für die Vergütung von Autoren neue Herausforderungen stellen, ist schon klar. Trotzdem ist das Selbermachen einer Kopie etwas anderes als das Stehlen eines Gutes, das beim Bestohlenen dann nicht mehr da ist.
Wer abstreitet, dass es da neue Lösungen braucht, will höchstwahrscheinlich einfach sein veraltetes Geschäftsmodell verteidigen.

Äpfel und Birnen

Hätten Sie auch noch Interesse an einer Pferdekutsche, wenn das halbe Dutzend der größten Kutschenhersteller aus der Kutschenindustrie beschließt, dass man trotz überteuerter Preise (auf Grundlage eines nicht mehr zeitgemäßen und nicht an den realen Produktionskosten orientierten Preismodells) mit dem Kauf einer Kutsche nur das Recht erhält, diese Kutsche auf dem eigenen Grundstück und nirgendwo anders zu fahren? Weitere Einschränkungen und technische Probleme mit den Gefährt nicht ausgeschlossen, während alle anderen mit heruntergeladenen Autos fröhlich durch die Gegend flitzen ...

Der kleine Kutschenbauer erhält in diesem Szenario übrigens nur einen marginalen Anteil dessen, was der Kunde bezahlt.

Naja. Wie man es dreht oder wendet, das Beispiel hinkt. Aber vielleicht kommt der Gedanke ja trotzdem an.

Komische Beispiele

Es hindert Sie auch niemand daran Ihre eigenen Texte Zuhause zu kopieren und zu verteilen. Das ist schon heute legal. Es ist aber illegal wenn Sie meine Texte einfach kopieren und in einem Bücherladen auslegen. Und so sollte es auch bleiben. Warum sollten sich Autoren denn um neue Vergütungsmodelle Gedanken machen, nur weil Kinder die Anonymität des Internets nutzen, um illegale Sachen zu machen?

Als Designer habe schon einige 10k Euro in Software investiert. Dabei wäre es mir auch mögleich gewesen diese kostenlos zu ziehen. Aber vielleicht bin ich auch ein wenig blöd ...

Wollen Sie oder können Sie nicht verstehen

Was ist an der beliebigen Vermehrbarkeit digitaler Güter so schwer zu verstehen?

Wenn jemand eine Friseuse oder einen Masseur in Anspruch nimmt (ich tue beides nicht, aber das soll hier mal egal sein), verursacht er bei diesen Menschen einen Aufwand, der nicht entstanden wäre, wenn er sich z.B. die Haare selbst geschnitten hätte.

Erstellt jemand bei sich zuhause eine weitere Kopie eines existieren digitalen Werks, entsteht eben beim Autor kein Aufwand, der nicht entstanden wäre, wenn der Konsument statt eine Kopie zu erstellen halt selbst ein Lied gesunden oder ein Programm geschrieben hätte.

Ist das an dem Beispiel jetzt klar genug geworden?

Bitte erzählen Sie mir nicht, dass der Künstler auch von etwas leben will. Dafür habe ich wohl Verständnis. Der geschilderte Unterschied verschwindet dadurch trotzdem nicht!

Eine private Kopie ist hier doch nicht das Problem.

Das Problem ist doch, dass Filme kostenlos heruntergeladen werden.

Der Friseur hat den Vorteil, dass er 10 Leuten am Tag einen Haarschnitt verkaufen kann. (Meiner z.B. 35,- Euro pro Person)

Der Liedermacher kann aber nicht jeden Tag 10 Songs (die iTunes 1 Euro kosten) verkaufen. Daher ist er darauf angewiesen, dass viele Menschen seine Songs kaufen. KAUFEN.

Da bleiben halt viele Fragen offen

Nochmal: Ich nehme jetzt mal an, dass Sie für das Erstellen Ihrer Texte (um im Beispiel zu bleiben), vergütet werden wollen [1].

Dabei stellen sich folgende Probleme:
Sie wollen Geld verdienen, nicht verhindern, dass sich Ihr Text verbreitet. Wenn das Lesen (oder Drucken oder was auch immmer) Ihres Textes für den Nutzer etwas kostet, hat das aber zwei Wirkungen: Die Erwünschte, nämlich, dass Sie Geld bekommen, wenn der Nutzer sich entscheidet, Ihren Text trotzdem zu nehmen. Und eine Unerwünschte: Nämlich dass potenzielle Nutzer motiviert werden, sparsam mit etwas umzugehen, das garnicht knapp ist. Sie haben nämlich nicht weniger Arbeit beim Schreiben, wenn Leute aus Sparsamkeit Ihre Texte nicht lesen.

Genau aus diesem Grund ist Preisfindung via Angebot und Nachfrage (von der Unmöglichkeit der Durchsetzung mal ganz abgesehen) bei Gütern, die nicht knapp sind, halt nicht effizient. Das Angebot eines einmal erzeugten digitalen Guts ist nämlich automatisch unendlich. Ein Preis, der draufklebt, führt also nicht zu einer besseren Verteilung (wie beim Erdöl, das idealerweise nur noch da verbrannt wird, wo es besonders nötig ist) sondern zu künstlicher Verknappung.

[1] Wenn Sie nicht wollen, dass Ihre Texte kopiert werden, weil sie privat sind, sollten Sie sie halt nicht veröffentlichen (wenn ich bei Ihnen zuhause einbreche und nicht-veröffentlichte Texte entwende, ist das aus ganz anderen Gründen zu Recht strafbar). Ich nehme an, diesen Fall möchten Sie hier nicht diskutieren.

Und was ist beim Download anders als bei der Privatkopie?

Beim Download, genau wie bei der Privatkopie auch, entsteht dem Künster eben kein Mehraufwand dadurch, dass eine weitere Person sein Werk nutzt. Eben das ist der Unterschied zum Diebstahl stofflicher Dinge oder z.B. dem Prellen des Friseurs. Eben an der Stelle stimmt Ihre Gleichsetzung nicht.

Damit möchte ich nicht das Problem kleinreden, dass der Künstler (in vielen Fällen gewiss zu Recht) seinen Lebensunterhalt bestreiten möchte. Aber wie gesagt: Der Unterschied geht davon nicht weg.
Für den Friseur ist es besser, wenn jemand, der keinen Haarschnitt bezahlen will, sich bei ihm auch nicht die Haare schneiden lässt. Für den Künstler ist es egal, ob jemand, der keine Lizenz kaufen will, das Produkt illegal nutzt oder garnicht (er kann den Unterschied auch überhaupt nicht feststellen).

Der letzte Kommentar für heute,

da ich meinen etwas wirr geschriebenen Kommentar #70 beim nochmaligen Durchlesen schon selber nicht mehr verstanden habe – Zeit den Computer auszumachen.

Wenn ich 3 Jahre an einem Buch schreibe, reicht es leider nicht zum Leben, wenn nur einer das Buch kauft, 100.000 es kostenlos herunterladen (weil sie es lesen wollen). Auch wenn ich nur einmal Arbeit hineingesteckt habe.

Wer hat das denn behauptet?

"Wenn ich 3 Jahre an einem Buch schreibe, reicht es leider nicht zum Leben, wenn nur einer das Buch kauft, 100.000 es kostenlos herunterladen (weil sie es lesen wollen). Auch wenn ich nur einmal Arbeit hineingesteckt habe."

Das habe ich auch nicht geschrieben. Wenn Sie aber ein Buch schreiben und 1000 Leute bereit sind, es zu kaufen, ist es für Ihren Geldbeute völlig egal, ob 100.000 WEITERE es (ohne zu bezahlen) runterladen oder nicht (solange sie es sowieso nicht kaufen würden).

Also verstehen Sie doch, dass jemand, der sich kein Auto leisten kann oder will, eine hohe moralische Hemmschwelle hat, eines zu stehlen (jemand anderes wäre dann ja sein Auto los). Bei jemandem, der sich eine Software nicht leisten kann oder will, stellt sich diese Hemmung verständlicherweise nicht ein.

PS: Dass natürlich niemand wirklich wissen kann, ob er etwas gekauft hätte, wenn er es sonst nicht nutzen könnte, bleibt unbestritten.

Ah, o.k.

Dann würde ich vorschlagen: Derjenige, der als erstes eine Platte, ein Lied, ein Buch kauft, bezahlt sämtliche Prduktionskosten + Betrag X. Danach stellt derjenige das Werk ins Netz und alle können es sich umsonst herunterladen.
Bei diesem Deal vermute ich, das kein Künstler etwas dagegen hätte. Allerdings bezweifle ich, das viele bereit wären, die Kosten für einen Film wie Avatar oder den Herrn der Ringe einfach so zu zahlen. Ja, nicht einmal der Autor, der ein oder zwei Jahre an seinem Buch gesessen hat, recherchiert hat und der immer noch unendlich viel biliger als so ein Film wäre, würde das Geld bekommen, das er eigentlich verdient hat.

Da ist ein großer Unterschied!

"Never make money with..."

Der Unterschied ist die Intention mit dem ausspionierten und kopierten Material Geld zu machen.

Einfaches Beispiel:

Privatuser benuetzt eine Open-Source Office-Suite kostenlos und völlig legal.
Da aber viele Menschen im Geschäftsverkehrt haben aber die kosrtenpflichtige Standard Office Suite, die mindestens 100 € kosten würde.

Also hat er die Wahl sich das Dingen "zu saugen" oder eben 100 € auszugeben, für etwas was er nie braucht, weil er mit seinem 0 € Programm glücklich und zufrieden.

Anderes Beispiel:
Ein Unternehmer hat die Wahl das freie Programm zu verwenden oder das kostenpflichte Standardprogramm, das für ihn mindestens 300 € kosten würde, weil er es als Unternehmer und nicht als Privatperson nutzt.

Er entschließt sich, das Progeramm für 300 € unter der Hand zu beschaffen und zu nutzen.
Da entsteht ein Schaden, weil der Unternehmer die Kosten für das Prgramm als Kosten hätte geltend machen köännen und er sich, durch die Minderausgabe einen kommerziellen Vorteil verschafft,( liquides Eigenkapital z. B.).

Den ersten Fall könnte der Hersteller der Software vermeiden, wenn er einen Dateifilter für x € anbieten würde.

Kommen sie mal in die Realität !

http://en.wikipedia.org/w...

Avatar hat das 10 FACHE seiner Produktions kosten, im Kino eingespielt!

Viele andere viele andere Filme spielen das auch ein, vielleicht nicht das 10 fache aber eine ordentliche Rendite.

Kein Studio ist je wegen Downloads pleite gegagen, sondern weil sie schlechte Filme gedreht haben oder weil sie zum Spekulationsobjekt verkommen sind.

http://en.wikipedia.org/w...

Grööhl...

"Avatar hat das 10 FACHE seiner Produktions kosten, im Kino eingespielt!

Viele andere viele andere Filme spielen das auch ein, vielleicht nicht das 10 fache aber eine ordentliche Rendite.

Kein Studio ist je wegen Downloads pleite gegagen, sondern weil sie schlechte Filme gedreht haben oder weil sie zum Spekulationsobjekt verkommen sind."

Genau. Und warum war das möglich? Weil jemand im Vorfeld viel Geld investiert hat, um damit Gewinn zu machen.

Die wenigsten Filme spielen eine "ordentliche Rendite" ein. Die Block-Buster mögen das hinbekommen, die kleineren und oftmals, zumindest in meinen Augen, wesentlich besseren Filme nicht.

Nein,...

Es ging um das Argument, das sich Menschen Sachen besorgen, die sie eigentlich nicht haben wollen.

Diese "Ansichtskopien", kann man durch bestimmte Arten von Flatrates abdecken, das machen ja manche Videotheken auch schon.

Denn nochmal, die Werke sind von der Prduktion her abgeschriben und bezahlt, nach dem Kino.

Wenn die im Kino gefloppt sind, dann reißt kein DVD- Verkauf die in die "schwarzen Zahlen".

Sie sind immer noch nicht bei der Sache

Mal ganz langsam:

1. Konflikt gibt es Verwertern und Konsumenten!

2. Investitionen sind immer nötig, aber Rendite wird durch die großejn Produktionen fast immer erzielt.
Entweder an der Kinokasse oder durch "stupid german money"

http://de.wikipedia.org/w...

Das es auch gute Filme gibt, die von Independent Studios oder Music von solchen Labeln, die nicht einen 1,0 Rendite Schafft, aber da werden "Hasstiraden" an Konsumenten auch nicht helfen.

Bei dieser Diskussion geht es um die großen Medienkonzernen und deren Anhängsel und Lobby, nicht um Sachen abseits vom Mainstream.

Darum sind solche "Ghostwriter-Pamphlete" auch nicht hilfreich.

Zahlen vergleichen!

Die Haupteinnahmen kommen aus den Kinos.

Denn sie Zahlen im Kino "per capita", also kiregt die Produktionsgesellschaft x mal ihren Anteil an einer Kinokarte.

Eine DVD/B-Ray kauft man einmal pro Haushalt.

Lassen sie mal eine DVD/B-Ray 20,00 € , dass Studio kriegt davon 3€, pro Kinokarte kriegt es auch 3 €.

Es hat schon seinen Grund warum filme nur 6-12 Wochen laufen, auch die die gut gehen.

Bitte richtig lesen

Ihre Frage stellt sich so nicht:
"Warum sollten 100.000 Leute etwas herunterladen was sie gar nicht wollen."

denn ich schrieb "völlig egal, ob 100.000 WEITERE es (ohne zu bezahlen) runterladen oder nicht (solange sie es sowieso nicht kaufen würden)."

Wieso jemand etwas kostenlos herunterladen sollte, das er nicht kaufen würde, ist Ihnen nicht klar? Sie nehmen also niemals etwas gratis, für das Sie kein Geld ausgeben würden?

Das ist schon etwas anderes

Der Begriff Produktpiraterie kann verschiedenes bedeuten. Ich versuche es mal nacheinander:

Wenn ein Unternehmen etwas nachmacht und als Original verkauft, bemächtigt es sich des guten Namens des Herstellers und täuscht den Kunden über die Herkunft (eventuell auch über die Qualität oder die Produktionsbedingungen). Hier ist offentsichtlich, dass ein Schaden entsteht.

Wenn ein Unternehmen feststellt, dass ein Konkurrenzprodukt erfolgreich ist und daraufhin etwas Ähnliches baut, ist das ganz normaler Wettbewerb. Dieser findet seine Schranken in Schutzrechten z.B. durch Patente (bei denen zum Glück weniger lange Fristen gelten als im Urheberrecht). Was sich im Einzelnen patentieren lassen sollte, ist Gegenstand der Diskussion. Geschäftsmodelle als Solche gehören für mich z.B. nicht dazu.

Oh my god zurück.

Das "Oh my god" können Sie mal auf sich selber beziehen.

Selbstverständlich wird gigabyteweise Zeugs geladen. Weil man es kann. Nicht unrealistische 80% werden davon vielleicht nie angehört (bzw. gelesen um beim Beispiel Buch zu bleiben.).

Und dann aber kann's Ihnen wirklich egal sein, denn von vielleicht 50 Menschen, die Ihr Buch laden, liest's dann nur einer (die ersten zehn Seiten).

Ist so.

Konterrevolution

Zitat emmapi: "Allerdings bezweifle ich, das viele bereit wären, die Kosten für einen Film wie Avatar oder den Herrn der Ringe einfach so zu zahlen. "

Darauf bekommen Sie eine Entgegnung, dass Avatar das zehnfache seiner Produktionskosten eingespielt hat und kein Studio je wegen Downloads pleite gegangen wäre und dann ist ihr eigenes Bsp. "Avatar" plötzlich nicht mehr passend, weil es eine Ausnahme darstellt?

Zitat emmapi: "Die wenigsten Filme spielen eine "ordentliche Rendite" ein. Die Block-Buster mögen das hinbekommen, die kleineren und oftmals, zumindest in meinen Augen, wesentlich besseren Filme nicht."

Sie haben sich im Zuge dieser Medienkampagne der "Kulturschaffenden" hier angemeldet, kommentieren wild drauf los und haben doch überhaupt nichts zu sagen, außer die undurchdachte Argumentation der Tatort-Autoren zu wiederholen.

Schreiben Sie auch im Rahmen in dieser konzertierten Aktion?

Patente

Ok, es geht Ihnen also um die Variante mit Patenten.

Dazu folgendes: Zumindest ist grundsätzliche akzeptiert, dass der Schutz eines Patents nur für eine gewisse Zeit gilt und als Gegenleistung nach dieser Zeitspanne die Allgemeinheit die Erfindung verwenden darf. Wenn die Fristen im Urheberrecht so wären wie bei Patenten, könnte ich immerhin hoffen, dass noch zu meinen Lebzeiten Dinge gemeinfrei nutzbar werden, die in meiner Jugend veröffentlich wurden.

Wie gesagt, wenn es denn im Urheberrecht diesen Konsens gäbe. Die Stellungnahme der 51 Drehbuchautoren stellt hingegen sogar grundsätzlich in Frage, dass veröffentlichte Werke irgendwann auch frei von der Öffentlichkeit genutzt werden dürfen (und bezeichnet jede Verkürzung von Fristen als "Enteignung").

Außerdem ist nicht alles patentierbar, von dem ein Unternehmen vielleicht nicht möchte, dass die Konkurrenz es nachmacht. Die Grenzen der Patentierbarkeit müssen (das hatte ich schon geschrieben) immer wieder neu ausgelotet werden. Bei Softwarepatenten und Patenten auf Geschäftsmodelle sehe ich diesen Schutz derzeit tatsächlich zu weit gehen. Da schützen Trivialpatente irgendwann nurnoch Rechtsanwälte und große finanzstarke Unternehmen gegen kleinere.

Hatte ihnen zwei Links gegeben

Das Budget und die Box Officve einnahmen stehen fast bei jedem Film in der englischen Wikipedia.

Dazu gibt es eine Liste der größten "Box Office Bombs".

Bei mir ist 100 immer ein konkreter Film.
Wenn ein Film an der Kinokasse x Millionen mies macht, den reißen keine DVD/BRay Verkäufe wieder raus.

Das man die DVD-Rechjte in x Pakete weiter verkaufen kann, das ist eine andere Sache!

Preisbildung in der Marktwirtschaft

In einer freien Marktwirtschaft hat der Kunde das Recht nicht zu kaufen, wenn ihm der geforderte Preis zu hoch ist, und der Verkäufer hat das Recht nicht zu verkaufen wenn ihm der gebotene Preis zu niedrig ist.

Sie dagegen wollen die Verkäufer zwingen zu einem von ihnen gewünschten niedrigen Preis zu verkaufen. Sie entrechten damit den Verkäufer.

Doch, kann er

"Für den Künstler ist es egal, ob jemand, der keine Lizenz kaufen will, das Produkt illegal nutzt oder garnicht (er kann den Unterschied auch überhaupt nicht feststellen)."

Wenn jemand keine Lizenz kaufen will und das Produkt illegal nutzt, würde eine Lizenz (oder die CD) mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit doch kaufen, wenn ihm wirklich etwas daran gelegen ist und er nur so an das Produkt kommt. Die Leute, die massenhaft songs horten, weil das so einfach geht, sind nicht das Problem.

Wie halten Sie es übrigens mit anderem immateriellen Eigentum wie Patenten oder Software?

Block-Buster vs. Kleine FIlme

"Die wenigsten Filme spielen eine "ordentliche Rendite" ein. Die Block-Buster mögen das hinbekommen, die kleineren und oftmals, zumindest in meinen Augen, wesentlich besseren Filme nicht."

Und Sie glauben wirklich, dass die "Kleinen Filme" alle kostenlos gesaugt werden, während für Block-Buster brav bezahlt wird? Als ob nicht GERADE Block-Buster im Internet z.T. schon kurz nach dem Kinostart im Internet zu finden sind, während es die kleinen Filme - wenn überhaupt - erst zum DVD-Start gibt.

Im Grunde genommen würde das zitierte "Argument" bedeuten, dass erst das massenweise Vorhandensein illegaler Kopiermöglichkeiten einen Erfolg ausmacht. Ausser natürlich, es liegt am Werbe- und PR-Etat...

Hinter vorgehaltener Hand ist das zB der Grund

für den Siegeszug von Sony im Videospielebereich.
Man nutzte ganz bewusst die gute Kopierbarkeit der Playstation CDs gegenüber den Modulen der Konkurrenz als Verkaufstreiber.

Warum wird wohl immer und überall ausgerechnet ein MS Produkt am Arbeitsplatz benutzt?
Weil die Kopie erst für die massenhafte Basis an erstaunlich kostengünstig geschulten Mitarbeitern brachte.

Wem nutzt das Urheberrecht?
http://www.heise.de/tp/ar...

Ausm Heiseverlag, daher hoffe ich halbwegs unverdächtig.

Keine Nutzungsrechte

Sie haben überhaupt keine Nutzungsrechte.

Das ist ja das absurde. Das Volk zahlt für die Erzeugung kultureller Leistungen und darf dann noch extra zahlen, um die Ergebnisse dessen überhaupt nutzen zu können. So ist es insbesondere bei den Rundfunkorchestern. Diese werden mit den Mitteln der Gebührenzahler finanziert, aber für eine läppische Audio-CD darf man dann 20 EUR hinlegen.

Dieser ganze Rundfunkgebührenstaatsvertrag ist die reinste Abzocke, Intendanten kleben an ihren Stühlen und Mitteln, die sie mit offenen Armen empfangen und zum Fenster rauswerfen, und die etablierten Parteien kümmern sich einen Scheißdreck darum, weil sie mit ihrer spießbürgerlichen Naivität den Filz nicht sehen (wollen), ja vielleicht sogar involviert sind.