Leserartikel

Digitales Satelliten TVTonnenweise analoger Fernsehschrott

Leser Dieter Drabiniok hat sich wegen der Umstellung von analoger auf digitale Fernsehtechnik neue Geräte kaufen müssen. Völlige Verschwendung, findet er.

Es war keine freiwillige Entscheidung. Ich habe auch nicht von analogem auf digitalen Fernsehempfang umgestellt, wie es propagiert wurde. Ich war gezwungen, wie alle anderen, meine bisher funktionsfähigen Geräte gegen neue austauschen. Diese verordnete Verschwendung von Geld und Ressourcen ärgert mich: Der Zwang zur Umstellung steht im Widerspruch zu meiner Freiheit, eigenverantwortlich entscheiden und handeln zu können.

Nun gibt es also ein analoges Empfangssystem weniger. Von den insgesamt 17 Millionen Empfangssystemen in Deutschland sind noch rund zwei Millionen analog. Sie alle müssen bis zum 30. April ausgetauscht sein.

Rund 120 Euro hat es mich gekostet, ein funktionsfähiges analoges System von LNB und Satellitenreceiver gegen neues digitales Equipment auszutauschen. Unklar ist, wie viele Besitzer analoger Geräte sich das leisten können. Meine Kosten jedenfalls werden noch steigen, denn die Empfangsqualität ist schlecht: Das muss an einer alten Satellitenschüssel liegen.

Nehmen wir an, meine 120 Euro sind die Durchschnittskosten für alle ausgetauschten 17 Millionen Geräte, dann sind rund 2 Milliarden Euro Zwangsausgaben für den Ersatz von intakten analogen Geräten entstanden.

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Das Gedankenspiel mit dem Durchschnitt lässt sich noch weiter treiben: Rund 500 Gramm haben mein alter Receiver und LNB-Signalumsetzer gewogen. In Deutschland landen also 8,5 Millionen Tonnen funktionsfähige Elektrogeräte auf dem Schrott. Hinzu kommen die analoge Technik bei den TV-Sendern und die funktionsfähigen Fernseher in privaten Haushalten, die ausgetauscht werden. Die nutzlos gewordenen Geräte enthalten wertvolle und knappe Rohstoffe. Die Kosten, diese Geräte zu ersetzen, entstehen folglich auf globaler Ebene und reichen von der Rohstoffgewinnung über den Transport, die Produktion und den Vertrieb bis zur Montage beim Verbraucher.

Widerspruch gegen diese Verschwendung von knappen Ressourcen gab es kaum. Schärfere Fernsehbilder, ein besserer Ton und eine größere Programmauswahl haben gesellschaftlich wohl einen höheren Stellenwert. Mich ärgert dieser als Fortschritt verkaufte Irrsinn. Zumal bekannt ist, wie knapp einzelne Rohstoffe sind und unter welchen Bedingungen Rohstoffe für das digitale Zeitalter gewonnen werden.

Auch wenn der Elektroschrott zum Teil recycelt werden kann, ob in Deutschland unter akzeptablen Voraussetzungen oder irgendwo in Afrika auf katastrophale Art und Weise mit ebensolchen ökologischen Folgen; es ändert nichts an der Tatsache, dass nur ein Teil der Rohstoffe mit hohem Energie- und weiterem Ressourceneinsatz zurückzugewinnen sind.

Das ist kein Fortschritt, das ist verantwortungsloser Irrsinn und dem pathologischen Zeitgeist geschuldet.

 
Leserkommentare
    • p77a
    • 30.04.2012 um 16:43 Uhr

    irgendjemand diese Leserbriefe bevor sie publiziert werden? 8,5 Mio Tonnen Elektroschrott?? Bei einem durchschnittlichen gewicht von 500g (wie angegeben) wären das 16 Milliarden (!!) Geräte! Und da ja nur 2 Mio Geräte ausgetauscht werden müssen und nicht 17 Mio (wie der Autor selbst schreibt), liegen die Kosten auch eher bei 300 Millionen und nicht bei 2 Milliarden.

    6 Leserempfehlungen
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    OK, was die Zahlen betrifft, mögen Sie vielleicht recht haben. Wenn "Amateure" journalistisch tätig sind, kann das schon mal vorkommen. Vom Grundsatz her hat der Autor allerdings recht. Es ist schon der glatte Wahnsinn, wie wir mit Rohstoffen umgehen. Man kann nur hoffen, all die Teile werden ordnungsgemäß recyclet, damit diese Rohstoffe wieder in den Kreislauf zurückkommen und nicht irgendwo die Böden verseuchen. Der Artikel ist auf jeden Fall nachdenkenswert.

    Klar ist, nichts ist für die Ewigkeit bestimmt. Die Zyklen jedoch, mit der Technik immer schneller veraltet ist, sind schon etwas, worüber wir als Verbraucher nachdenken sollten. Ich will mir nicht alle zwei Jahre neue Elektronik zulegen, weil die alte einfach vom Rest der Welt abgeschnitten wird.

    Natürlich wird jeder Leserartikel geprüft, das schreibt die ZEIT selbst.

    Zu den Angaben des Autors muss man den Artikel auch ganz lesen und verstehen.

    "... Nehmen wir an, meine 120 Euro [für ein Gerät] sind die Durchschnittskosten für alle ausgetauschten 17 Millionen Geräte, dann sind rund 2 Milliarden Euro Zwangsausgaben für den Ersatz von intakten analogen Geräten entstanden. ...

    Also 17.000.000 x 120 = 2.040.000.000

    Von den ursprünglich 17 Millionen Geräten sind bereits 15 Millionen ausgetauscht worden, was natürlich auch schon Kosten verursachte. [ "... Von den insgesamt 17 Millionen Empfangssystemen in Deutschland sind noch rund zwei Millionen analog. ] Der Autor hat die Kosten korrekt für 17 Millionen Geräte zusammengefasst, weil er die Gesamtumstellungskosten der Bürger darstellen wollte und nicht nur die, welche jetzt noch für die verbliebenen 2 Millionen Geräte anfallen werden.

    Genauso verfährt er mit dem Rechenbeispiel für den Elektronikschrott.

    17.000.000 x 0,5 kg = 8.500.000 kg oder 8,5 Millionen Tonnen.

    Man muss ja nicht all seinen Aussagen und Folgerungen zustimmmen, aber man muss ihn auch nicht diffamieren.

    Wenn ein Gerät 500 Gramm wiegt (was eine optimistische Annahme ist, mein alter Analog-Reciever war schwerer), dann bräuchte es für 8,5 Millionen Tonnen nicht 16, sondern 17 Milliarden Geräte.

    Der Autor hat sich also in den Größenordnungen vertan, sowas kann vorkommen und fällt auch nicht unbedingt jedem gleich auf.

    Richtig hätte es also heissen müssen, der Ersatz der 17 Million im Einsatz gewesenen Analog-Receivern hätte eine Menge von 8.500 Tonnen Elektroschrott verursacht.

    Das ist immer noch eine Menge und besonders ärgerlich, weil es eben kein Schrott war, sondern voll funktionale Geräte, die sonst niemand weggeworfen hätte.

    Ich kann nicht einschätzen, was zu solchen Entwicklungen führt, aber bei der Umstellung auf DAB im Rundfunk kommt es sicher noch schlimmer. Ich besitze selbst zwei DAB-Empfänger, mit denen ich voll zufrieden bin, allerdings können beide kein DAB+.

    Also müsste ich die auch entsorgen (trotz völliger Funktionalität, wenn irgendwannauch der Rundfunk auf Digitalbetrieb umgestellt würde, woraufhin natürlich nur noch DAB+ im Angebot wäre.

    Solche Maßnahmen sind schwer verständlich, zumal ich auch von HDTV überhaupt nichts habe, weil ich noch einen alten Röhrenfernseher benutze, den ich auch sicher nicht wegwerfen werde, bevor er den Geist aufgegeben hat. Das könnte erfahrungsgemäß noch so ca. fünf Jahre dauern.

    In der Zwischenzeit schaue ich mir eben Sendungen in HDTV an, bei denen nichts von HDTV zu sehen ist. Ich vermisse nichts.

    OK, was die Zahlen betrifft, mögen Sie vielleicht recht haben. Wenn "Amateure" journalistisch tätig sind, kann das schon mal vorkommen. Vom Grundsatz her hat der Autor allerdings recht. Es ist schon der glatte Wahnsinn, wie wir mit Rohstoffen umgehen. Man kann nur hoffen, all die Teile werden ordnungsgemäß recyclet, damit diese Rohstoffe wieder in den Kreislauf zurückkommen und nicht irgendwo die Böden verseuchen. Der Artikel ist auf jeden Fall nachdenkenswert.

    Klar ist, nichts ist für die Ewigkeit bestimmt. Die Zyklen jedoch, mit der Technik immer schneller veraltet ist, sind schon etwas, worüber wir als Verbraucher nachdenken sollten. Ich will mir nicht alle zwei Jahre neue Elektronik zulegen, weil die alte einfach vom Rest der Welt abgeschnitten wird.

    Natürlich wird jeder Leserartikel geprüft, das schreibt die ZEIT selbst.

    Zu den Angaben des Autors muss man den Artikel auch ganz lesen und verstehen.

    "... Nehmen wir an, meine 120 Euro [für ein Gerät] sind die Durchschnittskosten für alle ausgetauschten 17 Millionen Geräte, dann sind rund 2 Milliarden Euro Zwangsausgaben für den Ersatz von intakten analogen Geräten entstanden. ...

    Also 17.000.000 x 120 = 2.040.000.000

    Von den ursprünglich 17 Millionen Geräten sind bereits 15 Millionen ausgetauscht worden, was natürlich auch schon Kosten verursachte. [ "... Von den insgesamt 17 Millionen Empfangssystemen in Deutschland sind noch rund zwei Millionen analog. ] Der Autor hat die Kosten korrekt für 17 Millionen Geräte zusammengefasst, weil er die Gesamtumstellungskosten der Bürger darstellen wollte und nicht nur die, welche jetzt noch für die verbliebenen 2 Millionen Geräte anfallen werden.

    Genauso verfährt er mit dem Rechenbeispiel für den Elektronikschrott.

    17.000.000 x 0,5 kg = 8.500.000 kg oder 8,5 Millionen Tonnen.

    Man muss ja nicht all seinen Aussagen und Folgerungen zustimmmen, aber man muss ihn auch nicht diffamieren.

    Wenn ein Gerät 500 Gramm wiegt (was eine optimistische Annahme ist, mein alter Analog-Reciever war schwerer), dann bräuchte es für 8,5 Millionen Tonnen nicht 16, sondern 17 Milliarden Geräte.

    Der Autor hat sich also in den Größenordnungen vertan, sowas kann vorkommen und fällt auch nicht unbedingt jedem gleich auf.

    Richtig hätte es also heissen müssen, der Ersatz der 17 Million im Einsatz gewesenen Analog-Receivern hätte eine Menge von 8.500 Tonnen Elektroschrott verursacht.

    Das ist immer noch eine Menge und besonders ärgerlich, weil es eben kein Schrott war, sondern voll funktionale Geräte, die sonst niemand weggeworfen hätte.

    Ich kann nicht einschätzen, was zu solchen Entwicklungen führt, aber bei der Umstellung auf DAB im Rundfunk kommt es sicher noch schlimmer. Ich besitze selbst zwei DAB-Empfänger, mit denen ich voll zufrieden bin, allerdings können beide kein DAB+.

    Also müsste ich die auch entsorgen (trotz völliger Funktionalität, wenn irgendwannauch der Rundfunk auf Digitalbetrieb umgestellt würde, woraufhin natürlich nur noch DAB+ im Angebot wäre.

    Solche Maßnahmen sind schwer verständlich, zumal ich auch von HDTV überhaupt nichts habe, weil ich noch einen alten Röhrenfernseher benutze, den ich auch sicher nicht wegwerfen werde, bevor er den Geist aufgegeben hat. Das könnte erfahrungsgemäß noch so ca. fünf Jahre dauern.

    In der Zwischenzeit schaue ich mir eben Sendungen in HDTV an, bei denen nichts von HDTV zu sehen ist. Ich vermisse nichts.

  1. OK, was die Zahlen betrifft, mögen Sie vielleicht recht haben. Wenn "Amateure" journalistisch tätig sind, kann das schon mal vorkommen. Vom Grundsatz her hat der Autor allerdings recht. Es ist schon der glatte Wahnsinn, wie wir mit Rohstoffen umgehen. Man kann nur hoffen, all die Teile werden ordnungsgemäß recyclet, damit diese Rohstoffe wieder in den Kreislauf zurückkommen und nicht irgendwo die Böden verseuchen. Der Artikel ist auf jeden Fall nachdenkenswert.

    Klar ist, nichts ist für die Ewigkeit bestimmt. Die Zyklen jedoch, mit der Technik immer schneller veraltet ist, sind schon etwas, worüber wir als Verbraucher nachdenken sollten. Ich will mir nicht alle zwei Jahre neue Elektronik zulegen, weil die alte einfach vom Rest der Welt abgeschnitten wird.

    7 Leserempfehlungen
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    • xelo
    • 30.04.2012 um 18:33 Uhr

    Zitat:
    "Man kann nur hoffen, all die Teile werden ordnungsgemäß recyclet, damit diese Rohstoffe wieder in den Kreislauf zurückkommen und nicht irgendwo die Böden verseuchen."

    Diese 2 Millionen Geräte werden zusammen mit den 15 Millionen der letzten Jahre nach Afrika entsorgt und dort wie gewohnt professionell, gesundheitsbewusst und umweltschonend von Kindern in der Natur an "frischer Luft" recycelt.... und das sogar freiwillig.

    • xelo
    • 30.04.2012 um 18:33 Uhr

    Zitat:
    "Man kann nur hoffen, all die Teile werden ordnungsgemäß recyclet, damit diese Rohstoffe wieder in den Kreislauf zurückkommen und nicht irgendwo die Böden verseuchen."

    Diese 2 Millionen Geräte werden zusammen mit den 15 Millionen der letzten Jahre nach Afrika entsorgt und dort wie gewohnt professionell, gesundheitsbewusst und umweltschonend von Kindern in der Natur an "frischer Luft" recycelt.... und das sogar freiwillig.

  2. Analoge Ausstrahlung von Sendungen ist teuer, aufwändig und blockiert aktiv viele Möglichkeiten des Mediums. Analoge Ausstrahlung ist nichts "natürliches", was mal so eben nebenbei abfällt. Das ist ein aufwändiger Dienst, den zu Bezahlen bei den Qualitätsmängeln niemand bereit ist. Von den Kosten hat der Nutzer bisher einfach nichts bemerkt. Deswegen existierten sie natürlich dennoch.

    Soll jede Alttechnologie jahrzehntelang weiterbetrieben werden, bis der letzte, der nicht mit der neuen Technologie aufgewachsen ist, gestorben ist? Nur damit ein paar Nostalgiker sich nicht anpassen müssen?

    Das gleiche gilt für analogen Radioempfang. Da hat man aufgrund der Mängel der ersten Generation der Technik und der enorm hohen Verbreitung die Abschaltung mehrmals hinausgeschoben. Ein unglaublich teurer Akt - und irgendwann kommt die Abschaltung doch. Je länger man es hinauszögert, desto teurer wird es.

    Vernünftiges Recycling von Altgeräten und sinnvolles, auch auf die Wiederverwertung der Geräte ausgerichtetes, Design von Neugeräten ist ein wichtiges, aber anderes Thema.

    12 Leserempfehlungen
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    Was die in Deutschland vorwiegend öffentlich-rechtlichen Sender die Umstellung auf Digitaltechnik bisher gekostet hat, kann man aus deren jährlichen Rechenschaftsberichten der vergangenen 12 Jahre ersehen. Man hat bisher, soweit das technisch möglich war und ist, die Produktions-, Archivierungs- und Sendetechnik austauschen müssen. Dazu kommmen die Archive bisher produzierter Sendungen (Radio und Fernsehen) der vergangenen 6 Jahrzehnte, welche wegen der Umstellung auf Digitaltechnik zu enormen Kosten digitalsiert werden mussten. Die Gesamtkosten der Umstellung auf digitale Technik sind nicht von Pappe gewesen und fehlten für andere Bereiche.

    Telefon aufregen.

    Das ist wirklich eine Zumutung.

    Eine technik zur Stimmübertragung, welche 1/3 unseres für Sprache wichtigen Frequenzbereiches abschneidet.

    Wie oft Menschen unnötiger Weise sich am Telefon wiederholen müssen, weil es dem Gegenüber aus technischen Gründen nicht möglich ist zu verstehen, ob drei oder zwei gesagt wurde, das find ich wesentlich "peinlicher" an Rückständigkeit als analoges Fernsehen.

    Wer einen Fernseher benutzt, egal ob analog oder digital, dem ist eh nicht mehr zu helfen, das wäre mein ganz persönlicher Standpunkt dazu.

    ...Qualität - es werden einfach mehr Kanäle für Privatprogramme gebraucht. Die Klangtreue/ Qualität ist bei Digitalradio durch Komprimierung/ Dekomprimierung sogar schlechte als früher analog (Verluste). Desweiteren haben die Empangsgeräte einen höheren Energieverbrauch durch den zusätzlich zu versorgenden Prozessor, was besonders für Batteriegeräte nachteilig.
    Digitalradio wird sicherlich nur mit "Gewalt" durchsetzbar sein.

    Was die in Deutschland vorwiegend öffentlich-rechtlichen Sender die Umstellung auf Digitaltechnik bisher gekostet hat, kann man aus deren jährlichen Rechenschaftsberichten der vergangenen 12 Jahre ersehen. Man hat bisher, soweit das technisch möglich war und ist, die Produktions-, Archivierungs- und Sendetechnik austauschen müssen. Dazu kommmen die Archive bisher produzierter Sendungen (Radio und Fernsehen) der vergangenen 6 Jahrzehnte, welche wegen der Umstellung auf Digitaltechnik zu enormen Kosten digitalsiert werden mussten. Die Gesamtkosten der Umstellung auf digitale Technik sind nicht von Pappe gewesen und fehlten für andere Bereiche.

    Telefon aufregen.

    Das ist wirklich eine Zumutung.

    Eine technik zur Stimmübertragung, welche 1/3 unseres für Sprache wichtigen Frequenzbereiches abschneidet.

    Wie oft Menschen unnötiger Weise sich am Telefon wiederholen müssen, weil es dem Gegenüber aus technischen Gründen nicht möglich ist zu verstehen, ob drei oder zwei gesagt wurde, das find ich wesentlich "peinlicher" an Rückständigkeit als analoges Fernsehen.

    Wer einen Fernseher benutzt, egal ob analog oder digital, dem ist eh nicht mehr zu helfen, das wäre mein ganz persönlicher Standpunkt dazu.

    ...Qualität - es werden einfach mehr Kanäle für Privatprogramme gebraucht. Die Klangtreue/ Qualität ist bei Digitalradio durch Komprimierung/ Dekomprimierung sogar schlechte als früher analog (Verluste). Desweiteren haben die Empangsgeräte einen höheren Energieverbrauch durch den zusätzlich zu versorgenden Prozessor, was besonders für Batteriegeräte nachteilig.
    Digitalradio wird sicherlich nur mit "Gewalt" durchsetzbar sein.

  3. Natürlich wird jeder Leserartikel geprüft, das schreibt die ZEIT selbst.

    Zu den Angaben des Autors muss man den Artikel auch ganz lesen und verstehen.

    "... Nehmen wir an, meine 120 Euro [für ein Gerät] sind die Durchschnittskosten für alle ausgetauschten 17 Millionen Geräte, dann sind rund 2 Milliarden Euro Zwangsausgaben für den Ersatz von intakten analogen Geräten entstanden. ...

    Also 17.000.000 x 120 = 2.040.000.000

    Von den ursprünglich 17 Millionen Geräten sind bereits 15 Millionen ausgetauscht worden, was natürlich auch schon Kosten verursachte. [ "... Von den insgesamt 17 Millionen Empfangssystemen in Deutschland sind noch rund zwei Millionen analog. ] Der Autor hat die Kosten korrekt für 17 Millionen Geräte zusammengefasst, weil er die Gesamtumstellungskosten der Bürger darstellen wollte und nicht nur die, welche jetzt noch für die verbliebenen 2 Millionen Geräte anfallen werden.

    Genauso verfährt er mit dem Rechenbeispiel für den Elektronikschrott.

    17.000.000 x 0,5 kg = 8.500.000 kg oder 8,5 Millionen Tonnen.

    Man muss ja nicht all seinen Aussagen und Folgerungen zustimmmen, aber man muss ihn auch nicht diffamieren.

    11 Leserempfehlungen
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    17.000.000 Geräte je 0.5kg sind nach meiner Rechnung 8.500.000kg oder 8 Millionen 500 tausend kg oder 8.5000 (acht tausend fünf hundert) Tonnen...
    Wobei nur 2 Mio Geräte getauscht werden mussten, also 1.000 Tonnen.

    • dacapo
    • 02.05.2012 um 22:27 Uhr

    Das ist leider schlimm auf allen Ebenen, der Umgang untereinander in Foren, Diffamierung und Anpöbelei. Es geht ja auch so schön, weil anonym, man braucht sich nicht bekanntmachen. Es gibt ja auch Blender, die in Foren etwas anderes darstellen wollen, was sie im realen Leben wirklich sind. Das ist zwischenmenschlicher Müll in Mengen, für die es keine Endlager gibt.

    17.000.000 Geräte je 0.5kg sind nach meiner Rechnung 8.500.000kg oder 8 Millionen 500 tausend kg oder 8.5000 (acht tausend fünf hundert) Tonnen...
    Wobei nur 2 Mio Geräte getauscht werden mussten, also 1.000 Tonnen.

    • dacapo
    • 02.05.2012 um 22:27 Uhr

    Das ist leider schlimm auf allen Ebenen, der Umgang untereinander in Foren, Diffamierung und Anpöbelei. Es geht ja auch so schön, weil anonym, man braucht sich nicht bekanntmachen. Es gibt ja auch Blender, die in Foren etwas anderes darstellen wollen, was sie im realen Leben wirklich sind. Das ist zwischenmenschlicher Müll in Mengen, für die es keine Endlager gibt.

  4. 17.000.000 Geräte je 0.5kg sind nach meiner Rechnung 8.500.000kg oder 8 Millionen 500 tausend kg oder 8.5000 (acht tausend fünf hundert) Tonnen...
    Wobei nur 2 Mio Geräte getauscht werden mussten, also 1.000 Tonnen.

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    Es wären natürlich 8,5 Millionen kg gewesen. Eben 8.500 t. Die anderen bereits ausgetauschten 15 Millonen Geräte rechnete der Autor in seinem Gedankenspiel mit ein.

    Es wären natürlich 8,5 Millionen kg gewesen. Eben 8.500 t. Die anderen bereits ausgetauschten 15 Millonen Geräte rechnete der Autor in seinem Gedankenspiel mit ein.

    • ASasse
    • 30.04.2012 um 17:53 Uhr

    Es würde mich schon sehr ärgern, wenn ich gezwungen wäre, mit digitale Empfangstechnik zuzulegen. Ich bin aber nicht gezwungen.

    Dieser Zwang ist nur eingebildet. Es ist eine freiwillige Entscheidung Rundfunk zu empfangen.

    Wer auf Meinungsmache der Landesrundfunkanstalten verzichten will, und sinnvolleres mit seiner Freizeit anfangen will als Private Sender zu ertragen, braucht keine digitale Empfangstechnik.

    5 Leserempfehlungen
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    ...zwar sind wir nicht gezwungen, Rundfunk oder Fernsehen zu empfangen, aber wir sind gezwungen, dafür zu zahlen, GEZ, ab 2013 jeder Haushalt, ganz gleich, ob er Empfangsgeräte bereithält oder nicht.

    gerade ansetzen und die gleiche Message rüberbringen. Aber Sie sind mir zuvor gekommen.
    Niemand zwingt mich, Fernsehen zu empfangen. Ganz im Gegenteil, mich müsste man zwingen, damit ich Fernsehen empfange.
    Ich selektiere was ich schaue. Und das geht auch über die Mediatheken, die uns die öffentlich-rechtlichen im Internet anbieten. Ich kann dann entscheiden wann und was ich sehe. Und dafür bin ich sogar bereit, die GEZ zu bezahlen. Hin oder her, ob sie mit dem Geld richtig wirtschaften. Man sollte als Privatbürger alles dafür tun, dass der breiten Masse eine Alternative zu Privatsendern geboten wird, deren Niveau kontinuierlich sinkt (zumindest mein Eindruck gewesen, bis ich aufgehört habe, das mir anzutun).

    ...zwar sind wir nicht gezwungen, Rundfunk oder Fernsehen zu empfangen, aber wir sind gezwungen, dafür zu zahlen, GEZ, ab 2013 jeder Haushalt, ganz gleich, ob er Empfangsgeräte bereithält oder nicht.

    gerade ansetzen und die gleiche Message rüberbringen. Aber Sie sind mir zuvor gekommen.
    Niemand zwingt mich, Fernsehen zu empfangen. Ganz im Gegenteil, mich müsste man zwingen, damit ich Fernsehen empfange.
    Ich selektiere was ich schaue. Und das geht auch über die Mediatheken, die uns die öffentlich-rechtlichen im Internet anbieten. Ich kann dann entscheiden wann und was ich sehe. Und dafür bin ich sogar bereit, die GEZ zu bezahlen. Hin oder her, ob sie mit dem Geld richtig wirtschaften. Man sollte als Privatbürger alles dafür tun, dass der breiten Masse eine Alternative zu Privatsendern geboten wird, deren Niveau kontinuierlich sinkt (zumindest mein Eindruck gewesen, bis ich aufgehört habe, das mir anzutun).

  5. Was die in Deutschland vorwiegend öffentlich-rechtlichen Sender die Umstellung auf Digitaltechnik bisher gekostet hat, kann man aus deren jährlichen Rechenschaftsberichten der vergangenen 12 Jahre ersehen. Man hat bisher, soweit das technisch möglich war und ist, die Produktions-, Archivierungs- und Sendetechnik austauschen müssen. Dazu kommmen die Archive bisher produzierter Sendungen (Radio und Fernsehen) der vergangenen 6 Jahrzehnte, welche wegen der Umstellung auf Digitaltechnik zu enormen Kosten digitalsiert werden mussten. Die Gesamtkosten der Umstellung auf digitale Technik sind nicht von Pappe gewesen und fehlten für andere Bereiche.

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    Ich habe nicht bestritten, dass die Digitalisierung kostet - natürlich tut es das. Aber: Der Weiterbetrieb der Analogtechnik mit ihrem miserablem Ergebnis und gewaltigen, heute technisch nicht mehr notwendigen Einschränkungen, wäre noch teurer gewesen. Und die teuerste Lösung ist die, die der Autor des Leserartikels offensichtlich möchte: Der Parallelbetrieb beider Technologien. Weder sind die Einschränkungen und Kosten der Analogtechnik akzeptabel noch gewaltige Kosten für ein paar Leute, die sich keine neue Technik zulegen wollen - wohlgemerkt für eine Leistung, die sie hinterher, im Dauerbetrieb, kostenlos nutzen! Wenn man monatliche Gebühren bezahlt, wie beim analogen Kabel, dann hat man auch einen gewissen Anspruch auf einen Weiterbetrieb, solange es wirtschaftlich für den Anbieter tragbar ist. Und so geschieht es ja auch beim Kabel.

    Beim analogen Satellitenbetrieb ist das nicht der Fall. Ich bin nicht bereit, solcherlei Nostalgie und Schonen nur des eigenen Geldbeutels auf Kosten aller anderen weiter zu subventionieren.

    Ich habe nicht bestritten, dass die Digitalisierung kostet - natürlich tut es das. Aber: Der Weiterbetrieb der Analogtechnik mit ihrem miserablem Ergebnis und gewaltigen, heute technisch nicht mehr notwendigen Einschränkungen, wäre noch teurer gewesen. Und die teuerste Lösung ist die, die der Autor des Leserartikels offensichtlich möchte: Der Parallelbetrieb beider Technologien. Weder sind die Einschränkungen und Kosten der Analogtechnik akzeptabel noch gewaltige Kosten für ein paar Leute, die sich keine neue Technik zulegen wollen - wohlgemerkt für eine Leistung, die sie hinterher, im Dauerbetrieb, kostenlos nutzen! Wenn man monatliche Gebühren bezahlt, wie beim analogen Kabel, dann hat man auch einen gewissen Anspruch auf einen Weiterbetrieb, solange es wirtschaftlich für den Anbieter tragbar ist. Und so geschieht es ja auch beim Kabel.

    Beim analogen Satellitenbetrieb ist das nicht der Fall. Ich bin nicht bereit, solcherlei Nostalgie und Schonen nur des eigenen Geldbeutels auf Kosten aller anderen weiter zu subventionieren.

  6. Haben Sie zwischen 1996 und heute einen analogen Receiver erworben? Warum? Seit 1996 werden über Satellit alle wichtigen Sender digital übertragen.

    Und seit circa 3 Jahren ist der Aufpreis für Fernseher, die DVB-S(2) ohne Zusatzgerät empfangen können so gering, dass nur Leute, die nicht rechnen können einen externen Receiver zum reinen fernsehen kaufen.

    Bedenken Sie auch, dass mit der analogen Abstrahlung Energie und Doppelaufwand bei den Sendern gespart wird. Skandalös ist eher, dass nich schon im Jahre 2000 die analoge Verbreitung über Satellit eingestellt wurde.

    Prinzipiell gebe ich Ihnen aber Recht. In die Welt in der ich aufgewachsen bin wird weggeschmissen, nicht nachhaltig gehandelt und die dritte Welt ausgebeutet. Aber ich wünsche mir eine differenziertere Betrachtung

    5 Leserempfehlungen
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    "Haben Sie zwischen 1996 und heute einen analogen Receiver erworben? Warum? ...
    Und seit circa 3 Jahren ist der Aufpreis für Fernseher, die DVB-S(2) ohne Zusatzgerät empfangen können so gering, dass nur Leute, die nicht rechnen können einen externen Receiver zum reinen fernsehen kaufen."

    Haben Sie zuviel Geld?

    Ich jedenfalls kaufe nicht jedes zweite Jahr einen Fernseher der neuesten Generation. Meiner ist ein 6 Jahre alter guter TFT-Fernseher gehobener Preislage. OHNE eingebaute Kabel- oder Sat-Receiver, das war damals nur zu überhöhten Zusatzkosten zu haben. Also habe ich mir eine digitale Kiste für meine Schüssel geholt. Jetzt sitze ich in einer Wohnung, die gemeinschaftlich mit Kabel versorgt ist (Verbot von Schüsselanschraubung an der Südwand). Ich wollte eigentlich gleich eine digitale Kabelkiste besorgen, nun muss ich mal los (Kabelempfang der restanalogen 11 Kanäle auf HD-ready TFT sieht ...übel aus).

    "Haben Sie zwischen 1996 und heute einen analogen Receiver erworben? Warum? ...
    Und seit circa 3 Jahren ist der Aufpreis für Fernseher, die DVB-S(2) ohne Zusatzgerät empfangen können so gering, dass nur Leute, die nicht rechnen können einen externen Receiver zum reinen fernsehen kaufen."

    Haben Sie zuviel Geld?

    Ich jedenfalls kaufe nicht jedes zweite Jahr einen Fernseher der neuesten Generation. Meiner ist ein 6 Jahre alter guter TFT-Fernseher gehobener Preislage. OHNE eingebaute Kabel- oder Sat-Receiver, das war damals nur zu überhöhten Zusatzkosten zu haben. Also habe ich mir eine digitale Kiste für meine Schüssel geholt. Jetzt sitze ich in einer Wohnung, die gemeinschaftlich mit Kabel versorgt ist (Verbot von Schüsselanschraubung an der Südwand). Ich wollte eigentlich gleich eine digitale Kabelkiste besorgen, nun muss ich mal los (Kabelempfang der restanalogen 11 Kanäle auf HD-ready TFT sieht ...übel aus).

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