AuszeichnungPulitzerpreis für "Huffington Post" und "Politico"

Der "Philadelphia Inquirer" hat in der wichtigsten Kategorie des renommierten US-Preises gewonnen. Auch zwei Beispiele für guten Onlinejournalismus wurden ausgezeichnet. von dpa

Der Philadelphia Inquirer wird mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. In der Königskategorie "Dienst an der Öffentlichkeit" überzeugten die Redakteure des Blatts die Jury mit ihrer Berichterstattung über Gewalt von Jugendlichen an öffentlichen Schulen . Durch die Berichterstattung seien Reformen vorangetrieben worden, die die Sicherheit von Lehrern und Schülern verbessern sollen, hieß es in der Erklärung der Jury.



Ihren ersten Pulitzerpreis erhielten zwei Vertreter der Onlinemedien: Ein Mitarbeiter der Huffington Post wurde in der Kategorie "Nationale Berichterstattung" ausgezeichnet. Die Serie Beyond the Battlefield über verwundete Veteranen erschien zunächst online, wurde dann zu einem E-Book weiterentwickelt. Die einst von zwei Washington-Post -Redakteuren gestartete Internetzeitung Politico erhielt den Preis für ihre Matt Wuerker's cartoons .

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Die New York Times erhielt die Preise in der Kategorie "Erläuternde Berichterstattung" und "Internationale Berichterstattung" . Den Preis in der Sparte "Breaking News" bekamen die Journalisten der Tuscaloosa News ( Alabama ) für ihre Berichterstattung über die Auswirkungen eines verheerenden Tornados. 



Der Preis für die eindrücklichste Fotoreportage ging an einen Bildreporter der Denver Post . Er überzeugte die Jury mit einer Serie über einen Irak-Veteranen , der mit den Nachwirkungen seines Kriegseinsatzes kämpft. 


Keine Auszeichnung für einen Roman

Erstmals seit 35 Jahren wurde kein Roman mit dem Preis gewürdigt. Die Jury konnte keinem der drei Kandidaten in der Endrunde den Preis zuerkennen. Die drei Kandidaten für die Endrunde werden von einem Komitee von Lesern ausgewählt. Die Jury trifft dann die Entscheidung, welcher den Pulitzerpreis für den besten Roman des Jahres verdient.

Chancen auf den Pulitzerpreis hatten demnach der in München geborene Schriftsteller Denis Johnson mit dem bisher noch nicht ins Deutsche übersetzten Kurzroman Train Dreams , seine Kollegin Karen Russell mit Swamplandia! und der 2008 gestorbene Autor David Foster Wallace mit seinem posthum veröffentlichten Werk The Pale King .

Die in New York lebende Dramatikerin Quiara Alegriá Hudes gewann mit ihrem Bühnenstück Water by the Spoonful den Preis in der Kategorie Drama. Der New Yorker Historiker Manning Marable wurde posthum für seine Malcom-X-Biographie mit dem Geschichtspreis gewürdigt. Der Pulitzerpreis für die beste Biographie 2012 geht an John Lewis Gaddis für sein Porträt eines weltreisenden Diplomaten: George F. Kennan: An American Life .

Die Pulitzerpreise, die in diesem Jahr zum 96. Mal vergeben werden, sind die höchsten Medienpreise in den USA und zählen zu den wichtigsten Auszeichnungen für Schriftsteller, Dichter und Komponisten. Sie werden in 21 Kategorien ausgeschrieben und sind mit jeweils 10.000 Dollar (7.600 Euro) dotiert.

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Leserkommentare
  1. Schade, dass die ZEIT immer häufiger das "Deppen Leerzeichen" verwendet. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zur Verwendung des "Deppenapostroph's".

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    Redaktion

    Sehr geehrte/r lecrouton,

    danke für Ihren Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.

    Viele Grüße aus der Redaktion.

  2. Redaktion

    Sehr geehrte/r lecrouton,

    danke für Ihren Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.

    Viele Grüße aus der Redaktion.

  3. Liebe Zeit, Denis Johnsons Novelle Train Dreams wurde von Bettina Abarnanell ins Deutsche Übertragen und 2006 im Rowohlt Taschenbuch Verlag veröffentlicht.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Auszeichnung | Cartoon | David Foster Wallace | E-Book | Pulitzerpreis | Redakteur
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