SanierungspläneBerlin gibt 33 Millionen für Schauspielschule

Mit ihren Protestaktionen schafften es die Berliner Schauspielschüler bis in die Talkshow von Günther Jauch. Offenbar hat es sich gelohnt: Eine Lösung zeichnet sich ab. von dpa

Studenten der Berliner Schauspielschule Ernst Busch bei Protesten auf dem Gelände des geplanten Neubaus

Studenten der Berliner Schauspielschule Ernst Busch bei Protesten auf dem Gelände des geplanten Neubaus  |  © Hannibal/dpa/lbn

Für die Zukunft der renommierten Berliner Schauspielschule Ernst Busch ist nach Angaben der Landes-SPD eine Lösung gefunden. Fraktionschef Raed Saleh und Vertreter der Schule hätten nun eine Sanierung vereinbart.

"Dafür stehen nach wie vor höchstens 33 Millionen Euro zur Verfügung", teilte die SPD-Fraktion mit. Innerhalb dieses Rahmens ist es demnach möglich, alle Standorte zu sanieren oder einen neuen Standort zu schaffen, der alle vier bisherigen integriere. Die Proteste der Studenten hatten bundesweit Aufsehen erregt.

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Der seit Langem geplante zentrale Campus war wegen Mehrkosten gefährdet. Stattdessen wurde diskutiert, die alten, zum Teil asbestbelasteten Gebäude zu sanieren. Die Studenten gingen daraufhin auf die Barrikaden.

Unterstützung von Ulrich Matthes und Nina Hoss

Unterstützung bekamen sie von Theaterintendanten sowie von Schauspielern wie Ulrich Matthes und Nina Hoss . Die Deutsche Filmakademie machte sich ebenfalls für den Neubau stark. Regierungschef Klaus Wowereit (SPD) hatte Sympathien für die Pläne gezeigt, aber auf die Haushaltsentscheidung des Parlaments verwiesen.

Am Sonntag hatte einer der Studenten die ARD-Talkshow Günther Jauch mit lauten Zwischenrufen unterbrochen. Dadurch wurde der Streit um die Schule bundesweit bekannt. "Seit 15 Jahren ist uns ein Bau versprochen worden", sagte eine Studentin auch in Gottschalks ARD-Sendung. Die bisherigen Standorte der Schule seien marode.

Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses hatte am vergangenen Freitag die bisherige Finanzplanung wegen Mehrkosten abgelehnt. Im Haushaltsentwurf des rot-schwarzen Senats waren nach SPD-Angaben knapp 36,5 Millionen Euro für das Projekt vorgesehen. Die SPD-Fraktion lehnte den Plan in dieser Form ab, weil er mit einer Kostensteigerung von 2 Millionen Euro verbunden gewesen wäre.

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Leserkommentare
  1. und man einen Abnehmer suchte. Damit ist er gefunden und 33 Mio liegen dem Berliner Senat nicht ständig im Weg rum.

    Eine Leserempfehlung
  2. der länderfinanzausgleich machts möglich. andernorts in bayern und ba-wü wird gespart, berlin gibt's aus. man hat's ja - von den anderen. besserung nicht in sicht.

    3 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Was der Länderfinanzausgleich damit zu tun hat, ist mir zwar schleierhaft, aber sie werden es sicher wissen.
    Nein im Ernst, lesen Sie was zum Länderfinanzausgleich und fangen Sie an den Sinn und die Praxis des Länderfinanzausgleichs zu verstehen!
    Dann kommen auch nicht ständig blödsinnige Kommentare, wenn Nehmerlände (wie Berlin) Geld ausgeben.

  3. wie bitte? über jededs millionchen für S21 wird gezetert auf teufel komm raus und sobalds die eigenen wähler-klientel betrifft, macht man was locker - aber hauptsache auf die FDP eindreschen...

    naja ich mag es ihnen gönnen; auch wenn meiner meinung nach die millionen in normale schulen zu stecken sinnvoller wäre!

  4. Darf es kein Geld mehr für Bildungseinrichtungen geben, hier die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch?

    Im Übrigen ist wohl die Kuh nicht vom Eis, weil sowohl der Umbau des neuen Standortes als auch alternativ die Restaurierung der alten Standorte mehr kosten wird als 33 Mio - darf aber nicht! Es soll doch gespart werden.

  5. Was der Länderfinanzausgleich damit zu tun hat, ist mir zwar schleierhaft, aber sie werden es sicher wissen.
    Nein im Ernst, lesen Sie was zum Länderfinanzausgleich und fangen Sie an den Sinn und die Praxis des Länderfinanzausgleichs zu verstehen!
    Dann kommen auch nicht ständig blödsinnige Kommentare, wenn Nehmerlände (wie Berlin) Geld ausgeben.

    Antwort auf "ärgernis berlin"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Günther Jauch | Nina Hoss | SPD | SPD-Fraktion | Ulrich Matthes | Klaus Wowereit
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