Historischer Neubau : Bauarbeiten am Berliner Stadtschloss haben begonnen

Der erste Spatenstich für den umstrittenen Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses ist getan. Das Projekt soll 590 Millionen Euro kosten und 2018 fertig sein.

Nach jahrelangen Vorbereitungen haben die Bauarbeiten für die Wiedererrichtung des Berliner Stadtschlosses begonnen. Im Beisein von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit ( SPD ), Architekt Franco Stella und Bundesbauminister Peter Ramsauer ( CSU ) wurde der Startschuss für das Ausheben der Baugrube gegeben. Die offizielle Grundsteinlegung für den Wiederaufbau des Stadtschlosses als sogenanntes Humboldt-Forum ist erst im Frühjahr 2013 geplant.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann sagte, der Wiederaufbau des Stadtschlosses sei das "größte Kulturbauvorhaben in Deutschland". Es werde mit seiner Architektur an Geschichte und Bautradition anknüpfen, sich im Innern jedoch zugleich mit einem hochmodernen und zeitgenössisch ausgerichteten Museums- und Kulturbetrieb präsentieren. "In der Mitte der Bundeshauptstadt wird das Berliner Stadtschloss eine überragende Bedeutung als Stätte des kulturellen Austauschs und des internationalen Dialogs erhalten", sagte Neumann.

Auch Wowereit zeigte sich erfreut, dass das Großprojekt nun endlich verwirklicht werde. Berlin gewinne damit "einen neuen kulturellen Schwerpunkt, der für die globalisierte Gegenwart und Zukunft entscheidende Akzente setzt", sagte Wowereit anlässlich des Baubeginns. Er zeigte sich zudem überzeugt, dass mit den weiteren Baufortschritten auch die Spendeneinnahmen "Zug um Zug" wachsen werden. Ramsauer bezeichnete das künftige Berliner Schloss als "eine kulturelle Visitenkarte für ganz Deutschland".

Das Schloss soll 2018 fertig werden

Die damalige schwarz-rote Bundesregierung hatte im April 2009 nach jahrelangen Diskussionen den Weg für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses frei gemacht, das nach einer schweren Kriegsbeschädigung 1950 gesprengt worden war. Die Pläne des Architekten Franco Stella sehen einen monumentalen Bau vor, der sich an drei Seiten eng an das historische Vorbild hält. Die Rekonstruktion der barocken Schlossfassaden soll mit größter Originaltreue erfolgen. Die vierte Seite wird mit modernen Elementen und eher strengen Formen gestaltet.

Die Bundesregierung hatte den Baubeginn zunächst aus Spargründen verschoben . Nach Abschluss der archäologischen Grabungen auf dem Schlossplatz kann nun gebaut werden. Für den Wiederaufbau der früheren Residenz der Preußenkönige hatte der Bundestag 590 Millionen Euro bewilligt. Ein Teil der Kosten soll durch private Spenden finanziert werden. Der Bau soll nach den bisherigen Plänen Anfang 2018 fertig sein.
 

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Kommentare

19 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Da die Elbphilharmonie bereits erwähnt wurde,

würde ich gerne folgende Frage aufwerfen:
was könnte man wohl alles ausrichten, wenn man die benannten 590 Millionen Euro in die Berliner Schulen investieren würde und zwar bevorzugt in solche, die in "Problembezirken" liegen?
Es ist die erklärte Politik dieser Regierung, sich gegenüber den Schwächsten in unserer Gesellschaft besonders knauserig zu zeigen. Für solche völlig sinnfreien, in der Euphorie der Wiedervereinigung beschlossenen Prestigeprojekte, da scheint aber mehr als genug Geld vorhanden.

und raten sie mal

wer das ganze letztlich zahlen wird
die bundestagsmitglieder die weiland für ein zurück ins 18te(eigtl17te)jh gestimmt haben?
der bund wird auch nicht zahlen, obwohl es bundesentscheidung war
die privatiers die hier über ihr lebenwerk von unsterblichkeit träumen?
i-wo
das die das geld nicht, wie versprochen auftreiben ist schon seit jahren klar
der bund wird auch nicht zahlen, obwohl es bundesentscheidung war
warscheinlich die berliner deren regierung der entscheidung enthoben wurde, so das sie nichtmal indirekt beteiligt waren,macht ja nix, die sind sowieso so pleite wie ihr gemeinwesen, da machen die 1-2 mrden dies wohl werden werden auch nix mehr