US-Medien : Newsweek stellt gedruckte Ausgabe ein

Nach mehr als 80 Jahren wird im Dezember die letzte gedruckte Ausgabe des US-Magazins "Newsweek" erscheinen. Künftig gibt es nur noch eine Internetausgabe.
Gedruckte Vergangenheit: Auf dem Juni-Cover 2011 war eine Geschichte zum 50. Geburtstag der verstorbenen Prinzessin Diana. © Courtesy of Newsweek/Reuters

Das US-amerikanische Wochenmagazin Newsweek wird ab 2013 nur noch im Internet erscheinen. Im Dezember werde die letzte Ausgabe gedruckt, teilte Chefredakteurin Tina Brown mit . Damit schlage das Magazin nach mehr als 80 Jahren eine völlig neue Seite auf, so Brown.

Newsweek ist neben Time und US News & World Report eines der wichtigsten Nachrichtenmagazine in den USA . Die Gesamtauflage liegt bei rund vier Millionen Exemplaren – es gibt regionale Ausgaben für Europa , den Pazifik-Raum und Lateinamerika.

Brown ist seit der umstrittenen Fusion von Newsweek mit dem Meinungs- und Unterhaltungsmagazin The Daily Beast Chefredakteurin von Newsweek . Der Zusammenschluss wurde kritisiert, weil eine Boulevardisierung von Newsweek befürchtet wurde.

Künftig werde die digitale Ausgabe Newsweek Global heißen, teilte Brown mit. Als Zielgruppe beschrieb sie mobile Leser und Meinungsführer, die über das Weltgeschehen in anspruchsvoller Weise informiert werden wollten.

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Kommentare

6 Kommentare Kommentieren

Es wäre interessant zu erfahren, ...

... zu welchem Preis man künftig die Online-Ausgaben beziehen kann. Es war ja der Geburtsfehler der Online-Medien, dass die Verlage kein Erlösmodell für sie hatten. (Fast) alles war und ist kostenlos. Print stirbt dadurch. Jetzt tritt ein renommiertes Magazin den Weg von Print zu online an. Es ist davon auszugehen, dass weitere Titel anderer Verlage in den nächsten Jahren folgen werden. Am Ende wird Print die Ausnahme sein.

Das ist sicherlich nicht der Letzte Schrei

Online wird immer Teurer, Man muß zunächst erst einmal Online die Zeitung, bezahlen.

PC und Drucker kosten.
Verbindung kosten.
Drucker Tinte, Schweine Teuer.

Energie Kosten. Strom steigt wahnwitzig, bei dieser Regierung.
Wenn man die Nerven behält, ist das Print-Medium wieder bezahlbar.