Fotobuch Helmut Berger : Der Liebling der Götter

Helmut Berger war der erste Mann auf dem Cover der "Vogue", er drehte mit Visconti und an der Seite von Liz Taylor. Ein opulenter Bildband zeigt nun sein bewegtes Leben.

Er galt als der begehrenswerteste Mann der Welt: Helmut Berger war Ludwig II., er schlüpfte in die Rolle von Marlene Dietrich in Luchino Viscontis Die Verdammten und räkelte sich mit Liz Taylor im Bett. Der Bildband Helmut Berger. Ein Leben in Bildern (Schwarzkopf und Schwarzkopf) ist das Kaleidoskop eines ruhelosen Menschen zwischen Filmset und Jet-Set-Partys. Er zeigt aber auch eine bislang unbekannte Seite des öffentlichen Menschen Helmut Berger – Szenen aus seiner Kindheit und Jugend, bevor aus dem jungen Mann eine Projektionsfläche wurde.

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16 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Das kommt davon, wenn gewisse Männer

glauben, dass Frauen einen ähnlichen Geschmack hätten wie sie selbst. ;-))
Frauen lieben männliche Männer. Also nicht Helmut Berger.

Dieser traurige metrosexuelle Herr, der sein junges Leben als männlicher Groupie verbrachte und einzig wegen seines glatten Aussehens ein Liebling seines Meisters war - der nach dem Tod seines Gönners zur Droge griff und endlos abstürzte, der soll uns interessieren?
So ein fades Leben soll ich in Bildern anschauen,gefühlte hundert Jahre später?
Ach nein, ich unterhalte mich lieber mit meiner 90jährigen Nachbarin. Die ist auch alt und faltig, aber hat ein interessantes Leben mit Familie und Beruf gelebt, sie hat etwas zu sagen und sprüht vor Humor. Dummddreiste Ausfälle und eine Anmeldung im Dschungelcamp, um bloß mal wieder Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, hat sie nicht nötig.

Gegen diese tolle Frau ist Herr Berger so interessant wie ein Schluck Wasser.

Was "Frauen" angeblich attraktiv finden

Frauen lieben männliche Männer? Wie kommen Sie denn auf diese absurde Verallgemeinerung? Sprechen Sie für sich, aber bitte nicht für mich.

Sicherlich leben viel mehr junge Frauen als junge Männer das Leben eines - meistens heterosexuellen - Groupies und sind einzig ihres glatten Aussehens wegen Liebling ihres Meisters. Trifft die auch Ihre offen geäußerte Verachtung? Hört sich doch sehr stark nach Homophobie an, Ihr Kommentar. Helmut Berger war in ihren Augen wohl kein 'richtiger' Mann.

Ausnahmeexistenz

Wenn jemand extrem häßlich ist, so hat er es bekanntlich verdammt schwer. Dieser Bursche war in jungen Jahren unglaublich schön, verlo sich im Hedonismus und sein Selbstbewusstsein war verbunden mit dem blendenden Aussehen. Damit setzte er auf das falsche Pferd, da jedes verfließende Jahr diese Kulisse ein Stück weit demontiert. Die heftig ausgelebte Bisexualität verbaute ihm die Möglichkeit, mit einer Familiengründung Stabilität in sein Leben zu bekommen und Verantwortung für andere zu übernehmen. Tragisch.

Familiengründung?

Glücklicher Weise darf jede und jeder nach seiner oder ihrer Fasson glücklich werden und muss nicht dem gesellschaftlichen Ideal der Kleinfamiliengründung folgen. Helmut Berger als treusorgender Familienvater ist wahrscheinlich eine genauso absurde Vorstellung wie Sie als großer, sich rückhaltlos an das Leben verschwendender Schauspieler. Macht ja auch nichts - aber überzeugt davon zu sein, dass andere glücklicher oder zufriedener wären, wenn sie genau so ein Leben führen wie man selbst, ist doch wirklich albern.