Beton war ihm ein Leichtes

Das Museum für Zeitgenössische Kunst (MAC) in Niterói, Brasilien, steht auf einem Felsen mit Blick über die Guanabara Bucht. | © Marcelo Sayao/epa
Oscar Niemeyer war ein Architekt, der Schönheit und Leichtigkeit zu seiner Maxime machte: "Ich versuche, mit immer weniger Stützen zu bauen", sagte er einst. "Meine Bauten sollen immer leichter wirken, wie losgelöst. Geschwungen wie die Wellen des Ozeans, sinnlich wie der Körper einer Frau." In seinen 104 Lebensjahren schuf er einige der eindrucksvollsten Bauten der Modernen Architektur. Hier sehen Sie eine Auswahl an Bildern.
- Datum 06.12.2012 - 13:03 Uhr
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Ein betongewordener Albtraum, an dem der Zahl der Zeit nagt. Das Bundeskanzleramt passt architektonisch ganz gut in diese Retortenstadt.
Niemeyer ist einer der einflussreichsten Architekten seiner Zeit gewesen. Man kann ihm wohl kaum vorhalten - auch nicht die Überschrift des Artikels - dass er am betonierten Wahnsinn Schuld hat. Insbesondere nicht, weil damals die Möglichkeiten zum Bau uniformierter Glaspaläste mangels Werkstofftechnologie nicht vorhanden waren.
Für den damaligen Horizont hat er mehr als üblich geliefert. Insbesondere seine Organischen Formen, mit denen er versuchte, die Kühle des Werkstoffs durch Formgebung zu kompensieren und damit sozial verträglich zu gestalten. Mangelnde Wartung ist wohl eher das Problem der Betreiber.
Dass Bestandteile seines Werks auch im Gigantismus endeten, ist ebenfalls Teil der Epoche, insbesondere der brasilianischen Selbstfindung in den 50er und 60er Jahren.
Einen gewissen Respekt kann man diesem sehr gebildeten und aufgeschlossenen Mann trotzdem erbringen. Nicht Viele arrangieren das UN-Headquarter.
Niemeyer ist einer der einflussreichsten Architekten seiner Zeit gewesen. Man kann ihm wohl kaum vorhalten - auch nicht die Überschrift des Artikels - dass er am betonierten Wahnsinn Schuld hat. Insbesondere nicht, weil damals die Möglichkeiten zum Bau uniformierter Glaspaläste mangels Werkstofftechnologie nicht vorhanden waren.
Für den damaligen Horizont hat er mehr als üblich geliefert. Insbesondere seine Organischen Formen, mit denen er versuchte, die Kühle des Werkstoffs durch Formgebung zu kompensieren und damit sozial verträglich zu gestalten. Mangelnde Wartung ist wohl eher das Problem der Betreiber.
Dass Bestandteile seines Werks auch im Gigantismus endeten, ist ebenfalls Teil der Epoche, insbesondere der brasilianischen Selbstfindung in den 50er und 60er Jahren.
Einen gewissen Respekt kann man diesem sehr gebildeten und aufgeschlossenen Mann trotzdem erbringen. Nicht Viele arrangieren das UN-Headquarter.
Niemeyer ist einer der einflussreichsten Architekten seiner Zeit gewesen. Man kann ihm wohl kaum vorhalten - auch nicht die Überschrift des Artikels - dass er am betonierten Wahnsinn Schuld hat. Insbesondere nicht, weil damals die Möglichkeiten zum Bau uniformierter Glaspaläste mangels Werkstofftechnologie nicht vorhanden waren.
Für den damaligen Horizont hat er mehr als üblich geliefert. Insbesondere seine Organischen Formen, mit denen er versuchte, die Kühle des Werkstoffs durch Formgebung zu kompensieren und damit sozial verträglich zu gestalten. Mangelnde Wartung ist wohl eher das Problem der Betreiber.
Dass Bestandteile seines Werks auch im Gigantismus endeten, ist ebenfalls Teil der Epoche, insbesondere der brasilianischen Selbstfindung in den 50er und 60er Jahren.
Einen gewissen Respekt kann man diesem sehr gebildeten und aufgeschlossenen Mann trotzdem erbringen. Nicht Viele arrangieren das UN-Headquarter.
hat den Hass auf Beton, vor allem bei Mietwohnungen lange
gepredigt, Stichwort Betonburg, so dass der arme Beton
nicht mehr salonfähig ist. Dazu kam noch die Propaganda
der 'Grünen'. Was macht man also heute in Deutschland?
Ja, der Beton wird versteckt hinter Klinker oder
wie z.B. in Berlin nach 1989 die Großfassaden
hinter Platten im Belle Epoque Stil.
Resultat ist dann auch so etwas wie das Wulff-Haus.
Schauen Sie mal in einschlägige Zeitschriften für
Architektur, dann werden sie staunen, was in der
Großen Welt alles mit Sichtbeton gebaut wird.
Es ist eines der schönsten Bilder (und Treppen).
Bei solch einer waghalsigen Konstruktion würden die Außenminster bei uns vermutlich regelmäßig die Treppe runterpurzeln!
gms
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