Unesco-WelterbeIslamisten zerstören in Mali Bibliothek von unschätzbarem Wert

In Timbuktu ist das Ahmed-Baba-Zentrum niedergebrannt. Darin befanden sich Zehntausende alte arabische Manuskripte.

Die Bewohner Timbuktus kämpfen seit Monaten um den Erhalt ihres kulturellen Erbes. Vor allem auch um den Erhalt des Ahmed-Baba-Zentrums, einer Bibliothek mit alten Handschriften von unschätzbarem Wert.

Doch auch dieses Gebäude ist den Kämpfen in Mali nun zum Opfer gefallen: Auf der Flucht vor den von Frankreich angeführten Streitkräften haben Islamisten das Gebäude in Brand gesteckt. Die im Innern aufbewahrten altertümlichen arabischen Manuskripte seien zerstört, teilte der Bürgermeister der Stadt, Halley Ousmane, mit. Das ganze Ausmaß der Zerstörung könne er noch nicht absehen. Doch die Situation sei "dramatisch".

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Sicherheits- und Armeekreise bestätigten die Brandstiftung. "Die Islamisten verursachten Schaden, bevor sie weggingen", hieß es aus Kreisen eines Aufklärungsteams. "Sie verbrannten Häuser und Manuskripte."

Laut malischem Kulturministerium wurden im 1973 gegründeten Ahmed-Baba-Zentrum für Dokumentation und Forschung bis zu 100.000 Manuskripte aufbewahrt.

Erst im vergangenen Jahr hatten die Islamisten einen Großteil der zum Weltkulturerbe gehörenden antiken Mausoleen in Timbuktu zerstört. Nach Darstellung von Historikern traf dies wichtige Stätten, die zur Geschichte des Islams in Afrika gehören. Die Zerstörung in der Stadt, die ein einziges Labyrinth aus antiken Moscheen, anderen Bauwerken und Häusern aus Lehmziegeln ist, hatte weltweit Proteste ausgelöst.

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Leserkommentare
    • welll
    • 28. Januar 2013 16:25 Uhr

    Der Kern ist der Alleinvertretungsanspruch monothistischer Religionen. Das war auch im Christentum immer wieder Antrieb gegen Un- oder Falschgläubig auch mit gröbster Gewalt vorzugehen.
    Gewalt gegen "Ungläubige" lässt sich aus dem Neuen Testament aber nicht ohne weiteres ableiten. Der Koran ist hier gegenüber Ungläubigen z.T. sehr viel konkreter und gewaltbefürwortender.

    4 Leserempfehlungen
  1. vielleicht nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Sonst könnte man uns/den Deutschen auch noch, zur Ergänzung der Aufreihung, die Erbauung der KZs sowie die dort durchgeführte Massenvernichtung von Menschen vorwerfen.

    Aber, in der Tat, stellt sich der praktizierte Islam als rückschrittlich, barbarisch und menschenverachtend dar. Dennoch hoffe ich nicht, dass es jeweils soweit kommen wird, wie in England: Da wächst die Zahl der Menschen, wie aus eigener Familie bekannt, die z.B. eine Stadt wie Leicester deshalb tunlichst meidet, weil dort eine große Anzahl Muslime lebt.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
  2. "Ich kann nicht" durch "Es ist Dir verboten", dann wird ein Schuh draus.

  3. Auch Erfindungen und Entdeckungen arabischer Forscher und Wissenschaftler aus den letzten paar Jahrhunderten haben zu unserer eigenen technischen Evolution beigetragen, ganz abgesehen davon, dass es in unserer globalisierten Welt kein "wir" und "die" mehr gibt.
    Und immerhin haben Sie ganz offensichtlich einen Artikel über "die da" gelesen, obwohl Sie in Ihrem Kommentar behaupten, dass es Sie nicht besonders interessiert, was "die da" machen. Schon allein, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, einen Kommentar zu posten, zeigt, dass es Ihnen wohl doch nicht so egal ist ...

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sie schrieben:

    "Auch Erfindungen und Entdeckungen arabischer Forscher und Wissenschaftler aus den letzten paar Jahrhunderten haben zu unserer eigenen technischen Evolution beigetragen"

    Vielleicht sollten wir da mal jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt, vielleicht einen islamischen Physikprofessor aus Pakistan:

    http://www.spiegel.de/pol...

    Hier ein Zitat:

    "Welche bedeutende Erfindung oder Entdeckung haben Muslime in den vergangenen tausend Jahren gemacht? Strom? Elektromagnetische Wellen? Antibiotika? Den Verbrennungsmotor? Computer? Nein, nichts, jedenfalls nichts, was eine moderne Zivilisation ausmacht. So ist es nun einmal."

  4. In den meisten islamischen Ländern scheint Forstwirtschaft ein Fremdwort zu sein. Nomaden pflanzen keine Bäume, sondern ihre Ziegen und Kamele fressen den letzten Halm, in Afghanistan graben Frauen und Kinder die Wurzeln aus, auf der Suche nach Brennholz.

    11 Leserempfehlungen
    Antwort auf
    • AlexWoi
    • 28. Januar 2013 16:38 Uhr

    ... ich habe versucht, Erfindungen aus aller Welt als Beispiel aufzuführen. Das ist nur nicht ganz einfach.
    Aber wie Sie wissen wurde die erste Herztransplantation am Menschen in Südafrika vollführt, der Buchdruck mit beweglichen Lettern in China entwickelt (und später in Europa), ohne die arabische (nicht muslimische!) Mathematik könnten hätten wir nicht mal die Zahl Null, Ackerbau und Viehzucht wurde in Vorderasien das erste Mal betrieben, im alten Ägypten wurden Höchstleistungen in medizinischen Dingen vollbracht.

    > Frühe muslimische Kulturen haben Blütezeiten in Kunst,
    > Kultur, Medizin, Astronomie und Mathematik gehabt.

    Sie haben fast(!) recht, es gab genug Hochkulturen, von denen Europa profitiert hat, auch viele des arabischen Raums waren darunter, nur muslimisch geprägt war keine darunter - der Islam entstand ja erst Mitte des ersten Jahrtausends.

    8 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Aus Ihrer Sicht, aha"
  5. Hass auf Religionen wird unter Rassismus mitsubsumiert. Außerdem gibt es ohnehin keine "Rassen" aber trotzdem Rassismus. Macht das stutzig.

    Ansonsten dürften Ihre haltlosen Unterstellungen ziemlich fix von der Redaktion gelöscht werden.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Man stelle sich vor"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf rassistische Kommentare. Danke, die Redaktion/ds

  6. 40. Dennoch

    "BlackPower" ist genauso rassistisch wie "Frauenpower" männerfeindlich ist.

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Man stelle sich vor"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, Reuters, sk
  • Schlagworte Bibliothek | Brand | Brandstiftung | Dokumentation | Gebäude | Islam
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