Unesco-WelterbeIslamisten zerstören in Mali Bibliothek von unschätzbarem Wert

In Timbuktu ist das Ahmed-Baba-Zentrum niedergebrannt. Darin befanden sich Zehntausende alte arabische Manuskripte.

Die Bewohner Timbuktus kämpfen seit Monaten um den Erhalt ihres kulturellen Erbes. Vor allem auch um den Erhalt des Ahmed-Baba-Zentrums, einer Bibliothek mit alten Handschriften von unschätzbarem Wert.

Doch auch dieses Gebäude ist den Kämpfen in Mali nun zum Opfer gefallen: Auf der Flucht vor den von Frankreich angeführten Streitkräften haben Islamisten das Gebäude in Brand gesteckt. Die im Innern aufbewahrten altertümlichen arabischen Manuskripte seien zerstört, teilte der Bürgermeister der Stadt, Halley Ousmane, mit. Das ganze Ausmaß der Zerstörung könne er noch nicht absehen. Doch die Situation sei "dramatisch".

Anzeige

Sicherheits- und Armeekreise bestätigten die Brandstiftung. "Die Islamisten verursachten Schaden, bevor sie weggingen", hieß es aus Kreisen eines Aufklärungsteams. "Sie verbrannten Häuser und Manuskripte."

Laut malischem Kulturministerium wurden im 1973 gegründeten Ahmed-Baba-Zentrum für Dokumentation und Forschung bis zu 100.000 Manuskripte aufbewahrt.

Erst im vergangenen Jahr hatten die Islamisten einen Großteil der zum Weltkulturerbe gehörenden antiken Mausoleen in Timbuktu zerstört. Nach Darstellung von Historikern traf dies wichtige Stätten, die zur Geschichte des Islams in Afrika gehören. Die Zerstörung in der Stadt, die ein einziges Labyrinth aus antiken Moscheen, anderen Bauwerken und Häusern aus Lehmziegeln ist, hatte weltweit Proteste ausgelöst.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. Auf diesem Planeten leben 1,5 Milliarden Muslime der unterschiedlichsten Ströme und eine radikale islamistische Gruppe ist für Sie der Anlass über 1,5 Milliarden Muslime unterschiedlichster Herkunft, unterschiedlichster Ausprägung der Religiösität, moderne Muslime, junge Muslime, alte Muslime einfach den Stab zu brechen. Ihr Weltbild ist wirklich ein ganz einfaches.

    "Ich habe Angst vor diesen Leuten und wünsche sie nicht in meiner Nähe oder in unserem Land. Wachten sie doch nur endlich auf!"

    Das ist blanker Rassismus!

    "Bildung heißt das Zauberwort."

    Und dieses Zauberwort gilt auch für Sie.

    17 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Deify
    • 28. Januar 2013 15:57 Uhr

    Wenn Sie noch einmal nachlesen, werden Sie sehen, dass ich "die Islamisten" in Anführungszeichen gesetzt habe und somit auch nur genau die meine, die hier als Extremisten beschrieben sind; die unzulässige Verallgemeinerung sollte also kenntlich gemacht sein. Im übrigen trifft meine Aussage auf alle "Gläubigen" mit Allmachtsanspruch zu, egal, welcher Religion sie anhängen.

    • AlexWoi
    • 28. Januar 2013 16:09 Uhr

    Entfernt. Bitte kommentieren Sie sachlich und nicht pauschalisierend zum konkreten Artikelthema. Danke. Die Redaktion/kvk

    Wir bitten alle User, zurück zum eigentlichen Thema zu gelangen. Danke, die Redaktion/se

    • dacapo
    • 30. Januar 2013 15:02 Uhr

    Rassismus kommt von Rasse. Welcher Rasse gehören die Muslime an?

  2. daß ein Analphabet mit Geschriebenem eben Nichts anfangen kann. Ich kanns nicht lesen, dann brauchst du es auch nicht.
    Ich kann nicht schreiben, deshalb sind Schriftstücke des Teufels. Ich kann auch nicht singen und musizieren, deshalb ist Musik Sünde. Ich brauche auch nicht zu denken, denn dafür habe ich meinen Propheten.

    16 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Ich kann nicht" durch "Es ist Dir verboten", dann wird ein Schuh draus.

  3. Gibt es denn dafür Belege? Etwa ein Bekennerschreiben? Die Stadt ist bombardiert und zweimal erobert worden. Nun ist die Bibliothek abgebrannt. Wer war es?

    3 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    So, sie meinen also, die Bibliothek wäre durch die Bombardements in Brand geraten. Man wird die Wahrheit ja an den Gebäudeschäden sehen können. In Diaballa waren jedenfalls die Bombardements der Franzosen so zielgenau, dass kein einziger Zivilist ums Leben kam. Gerade in Timbuktu, der berühmten Stadt der tausend Bücher, wird man sehr genau darauf geachtet haben, keine Schäden am Weltkulturerbe anzurichten. Woher kommt eigentlich die Lust daran, immer den Westen für alles Übel dieser Welt verantwortlich zu machen.

    • Deify
    • 28. Januar 2013 15:57 Uhr

    Wenn Sie noch einmal nachlesen, werden Sie sehen, dass ich "die Islamisten" in Anführungszeichen gesetzt habe und somit auch nur genau die meine, die hier als Extremisten beschrieben sind; die unzulässige Verallgemeinerung sollte also kenntlich gemacht sein. Im übrigen trifft meine Aussage auf alle "Gläubigen" mit Allmachtsanspruch zu, egal, welcher Religion sie anhängen.

    5 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sie scheinen selbst nicht mehr zu wissen, was Sie geschrieben haben, daher hier noch einmal IHR Text:

    "Und da wundert sich hoffentlich nicht ernsthaft jemand, dass viele hier "den Islam" und seine Anhänger ablehnen? Sie verbreiten für mich nur Angst und Schrecken, Dummheit, Intoleranz, Denkfremdheit, "Mittelalter", Unbildung, Vorurteil, Machtstreben.... ich kann nichts, aber auch gar nichts Schützenswertes, nicht mal etwas zu Tolerierendes erkennen, ganz im Gegenteil. Ich habe Angst vor diesen Leuten und wünsche sie nicht in meiner Nähe oder in unserem Land. Wachten sie doch nur endlich auf! Bildung heißt das Zauberwort"

    Also ich lese da nur "den Islam"...

  4. 13. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Aussagen, die als pauschalisierend oder islamophob verstanden werden können. Danke, die Redaktion/jp

    22 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Moin Moin,

    so oder ähnlich haben auch diejenigen argumentiert, die unersetzliche Kunstschätze in europäische Museen verbrachten (z.B. Sven Hedin oder Max von Oppenheim). Ein großer Teil davon wurde dann im zweiten Weltkrieg vernichtet.
    Also bitte immmer schön bescheiden bleiben, ja?

    CU

    • welll
    • 28. Januar 2013 16:00 Uhr

    So wie Kreuzritter des Mittelalters letztlich gescheitert sind, werden auch die "Halbmondritter" von heute scheitern.
    Die Tragig ist, dass der Weg des Scheiterns mit Mord, Elend, Leid und allen erdenkbaren Abgründen des menschlichen Handelns sowie der Zerstörung von Kultur gepflastert ist.

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • coo.per
    • 28. Januar 2013 16:06 Uhr

    war immer ein Zeichen des Niedergangs. Die so gescholtene RKK hat immer bewahrt. Bilderstürmer sind aber auch in Europa bekannt. Wer war's bloß (siehe Notre Dame in Paris)?

  5. Der Islam und die arabische Hockultur der Antike sind nicht zwangsläufig miteinander verknüpft. Diese religiösen Fanatiker zerstören nicht ihre eigene Identität, sondern die der gesamten Menschheit.

    11 Leserempfehlungen
  6. Lasst sie zurück, im Dunkel der Geschichte! Sie wollen es so.

    9 Leserempfehlungen

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, Reuters, sk
  • Schlagworte Bibliothek | Brand | Brandstiftung | Dokumentation | Gebäude | Islam
Service