Sasha Waltz : Die Körper-Komponistin

Sasha Waltz ist eine der berühmtesten Choreografinnen für zeitgenössischen Tanz. Nun will sie Berlin verlassen. Wir zeigen Bilder ihrer eindrucksvollsten Inszenierungen.

Sasha Waltz gilt neben der verstorbenen Pina Bausch als bekannteste deutsche Tanzkünstlerin. Berühmt wurde sie für ihre Inszenierung von Alltagsgeschichten und das Wechselspiel von Raum und Körper. Seit mehr als 20 Jahren lebt und arbeitet die Choreografin in Berlin. Nun will sie die Hauptstadt verlassen, da ihre Compagnie nicht mehr wie bisher die Hälfte des Etats von jährlich vier Millionen Euro selbst erwirtschaften kann. Wir zeigen Eindrücke ihrer berühmtesten Inszenierungen.

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Kommentare

5 Kommentare Kommentieren

Arm aber sexy….

…..und zwei Milliarden für die Flughafenpleite. Armes Berlin, das sich wunderbaren zeitgenössischen Tanz nicht mehr leisten kann.
Berlin macht auf Ballermann, und das ist der Anfang von Niedergang…
Dankeschön, .. Sasha Waltz…für die Momente der Grenzübertretungen..und Gute Reise…Leben ist Wandel..und lebendige Bewegung.
..in Augenblicke gegossen.

Könnte es sein,

daß Frau Waltz auf reichlich hohem Niveau klagt? Sie hat eine eigene feste Spielstätte - das Radialsystem unter der Leitung ihres Mannes, Jochen Sandig. Sasha Waltz erhält im Vergleich zu anderen Künstlern vergleichsweise VIEL Geld. Ich werde auch den Eindruck nicht los, daß ihre Berliner Demission mit der mißratenen Einheits-Wippe http://www.zeit.de/kultur... und ihrer Entzweiung mit Johannes Milla, dem Bundeskanzleramt, Herrn Naumann zusammenhängt.

Den Vergleich Sasha Waltz und Pina Bausch finde ich ein ganz klein bißchen überzogen. Ich kenne Inszenierungen von beiden und glaube, daß Frau Waltz sich noch etwas strecken müßte, um an Pina Bausch heran zu reichen. Vielleicht gelingt ihr das ja noch woanders. In diesem Sinn: byebye, Sasha Waltz.

Sie klagt nicht auf hohem Niveau

sondern sie verschliest sich der Realität, dass kein Geld mehr da ist.

@Thema
Da dies nun schon der zweite Artikel dazu ist: Wenn sie so gut ist sollten Leute doch auch bereit sein dafür zu bezahlen, denn so müssen alle anderen Selbstständigen auch ihr Leben verdienen und wenn sie ihre "Ware" nicht loswerden, gibt es auch keine Förderung in Millionenhöhe vom Steuerzahler. Vlt. sollte sie auch ihr Eingaben und Ausgabenmodell mal überprüfen oder wie es Künstler früher machen mussten sich private Mäzen suchen, die bereit sind Geld für ihre Arbeit zu bezahlen.

Ich fürchte, Sie verschließen sich der Realität,

daß in Berlin sehr viel Geld für den blödsinnigsten Blödsinn ausgegeben wird. So zum Beispiel für ein potemkinsches Stadtschloß, für dessen voraussichtliche Baukosten Sasha Waltz und Compagnie 25 Jahre lang voll zu finanzieren wäre.

Oder das für x Jahre Schulspeisung und freie Lehrmittel oder Wohnungen für Obdachlose oder Co-Finanzierung von *bezahlbaren* Ateliers für Künstler oder für Sozialwohnungen oder für eine Kunsthalle für lebende Künstler um einige Preisklassen besser ausgegeben wäre als für die Wünsche eines überschaubar kleinen Kreises spießiger Traditionalisten.