Schon verrückt: in dem kleinen, erzkonservativen und tiefkatholischen Dorf, in dem ich aufwuchs und das noch immer in der norddeutschen Tiefebene vor sich hindümpelt, sah ich vor einigen Wochen eine Schaufenster-Deko im Stil von "Alladdin Sane" - dem Bowie-LP-Cover mit dem berühmten Z-Blitz im Gesicht.
30 Jahre zurück versetzt erinnerte ich mich mit Grauen daran, wie es war, als "Freak" dort verurteilt zu werden, nur weil ich "Bowie-Fan" war. Das ging so weit, dass die Eltern meiner besten Freundin - ebenfalls schon früh mit dem Virus "Bowie" infiziert so wie ich etwa im Alter von 10, 11 Jahren - uns als "abartig und krank im Kopf" beschimpften!
Auch in der Schule war es zur damaligen Zeit (Anfang der 80er) nicht leicht, ihn musikalisch zu vertreten. Ich weiß gar nicht, wie oft ich mir den Vorwurf anhören musste, ich könne ja wohl nur lesbisch sein, wenn ich auf Bowie stünde, denn der sei ja schließlich schwul! (Was für eine bestechende Logik!)
Schon seltsam: war ich all die Jahre - mit Ausnahme meiner besten Freundin - allein auf weiter Flur mit meiner Liebe zu David Bowie, seiner Musik, seiner Kunst - bin ich umso verwunderter, dass sein neues Album "The Next Day" in Deutschland auf Platz 1 einstieg (ein absolutes Novum!), was ja ganz offensichtlich bedeutet, dass es außer mir noch ein, zwei andere Bowieaner da draußen geben muss.
Für die - und mich - kann ich nur dringend wünschen, dass die Ausstellung "David Bowie is..." auch nach Deutschland kommt!
Noch nie wurde eine Ausstellung im Londoner Victoria And Albert Museum so heiß erwartet wie diese. Wir zeigen Bilder aus der Retrospektive "David Bowie is".
Wie Cindy Sherman schlüpft die Künstlerin Catrine Val von einer Identität in die nächste. Ihre Bildserie "Feminist" spielt mit dem Akt der weiblichen Selbstinszenierung.
Der Fotograf Andrei Liankevich porträtiert heidnische Bräuche, Sowjetkult und Alltag in seiner Heimat Weißrussland. Auf der Leipziger Buchmesse sind die Bilder zu sehen.
Schon verrückt: in dem kleinen, erzkonservativen und tiefkatholischen Dorf, in dem ich aufwuchs und das noch immer in der norddeutschen Tiefebene vor sich hindümpelt, sah ich vor einigen Wochen eine Schaufenster-Deko im Stil von "Alladdin Sane" - dem Bowie-LP-Cover mit dem berühmten Z-Blitz im Gesicht.
30 Jahre zurück versetzt erinnerte ich mich mit Grauen daran, wie es war, als "Freak" dort verurteilt zu werden, nur weil ich "Bowie-Fan" war. Das ging so weit, dass die Eltern meiner besten Freundin - ebenfalls schon früh mit dem Virus "Bowie" infiziert so wie ich etwa im Alter von 10, 11 Jahren - uns als "abartig und krank im Kopf" beschimpften!
Auch in der Schule war es zur damaligen Zeit (Anfang der 80er) nicht leicht, ihn musikalisch zu vertreten. Ich weiß gar nicht, wie oft ich mir den Vorwurf anhören musste, ich könne ja wohl nur lesbisch sein, wenn ich auf Bowie stünde, denn der sei ja schließlich schwul! (Was für eine bestechende Logik!)
Schon seltsam: war ich all die Jahre - mit Ausnahme meiner besten Freundin - allein auf weiter Flur mit meiner Liebe zu David Bowie, seiner Musik, seiner Kunst - bin ich umso verwunderter, dass sein neues Album "The Next Day" in Deutschland auf Platz 1 einstieg (ein absolutes Novum!), was ja ganz offensichtlich bedeutet, dass es außer mir noch ein, zwei andere Bowieaner da draußen geben muss.
Für die - und mich - kann ich nur dringend wünschen, dass die Ausstellung "David Bowie is..." auch nach Deutschland kommt!
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