Journalismus : Büchner wird Chef von "Spiegel" und "Spiegel Online"

Nun ist es offiziell: Wolfgang Büchner wechselt von der dpa zum "Spiegel". Er soll sowohl die Leitung des Magazins als auch der Website übernehmen.

Wolfgang Büchner wird neuer Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel und von Spiegel Online. Das teilte der Verlag in Hamburg mit. 

"Er bringt alle Voraussetzungen mit, die beiden Redaktionen des Nachrichten-Magazins Der Spiegel und der Nachrichten-Website Spiegel Online erstmals gemeinsam zu führen und damit die publizistische Zukunft der Medienmarke Spiegel erfolgreich zu gestalten", sagte der Geschäftsführer des Verlags, Ove Saffe.

Die beiden bisherigen Chefredakteure, Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron, waren Anfang April mit sofortiger Wirkung abberufen und beurlaubt worden. Grund seien "unterschiedliche Auffassungen zur strategischen Ausrichtung" gewesen.

Büchner führte seit 2010 die Deutsche Presseagentur (dpa) als Chefredakteur. Zuvor war er bereits in verschiedenen Positionen für den Spiegel tätig. Ab 2001 arbeitete er in leitenden Funktionen für Spiegel Online, zunächst als geschäftsführender Redakteur, dann als stellvertretender Chefredakteur. 2008 übernahm er gemeinsam mit Rüdiger Ditz die Chefredaktion der Nachrichten-Website, nachdem Mathias Müller von Blumencron zum Magazin gewechselt war.

Wer Büchners Nachfolge bei der dpa antritt, ist noch unklar. Einen genauen Zeitplan für die Berufung eines neuen Chefredakteurs gebe es noch nicht, teilte die Agentur mit.

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Kommentare

33 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

@Spieler wg. dpa und so

Es ist nicht ganz fair, die Arbeit von einer Nachrichtenagentur wie dpa, die oft nur Minuten hat, um ihre Meldungen abzusetzen, mit der relativ komfortablen Arbeitsweise eines gesetzten SPIEGEL-Redakteurs zu vergleichen, der oft mehrere Tage Zeit hat, um sein Thema zu recherchieren, zu schreiben und zu bearbeiten, mit einem begnadeten Archiv im Rücken.
Der Chefredakteur soll ja auch nicht in erster Linie selber schreiben, sondern seinen Laden organisieren. Und dass er beim SPIEGEL auf einem heißen Stuhl sitzt, hat ja der fast schon unanständige Rauswurf seiner Vorgänger einmal mehr gezeigt. Mal sehen, ob er in diesem Gewässer überlebt. Wie gesagt, eine Chance hat der Mann verdient! Jakob Augstein hat wohl andere Pläne...