Plakat-Wettbewerb : Ideen, die kleben bleiben

Plakate verdichten Design und Aussage auf begrenzter Fläche. Eine Ausstellung in Berlin zeigt jetzt 100 Exemplare, bei denen das besonders gut funktioniert.

Was haben Amnesty International und das Reeperbahn Festival gemeinsam? Sie werben mit originellen Aushängen, die von namhaften Grafik-Designern in die Liste der 100 besten Plakate 2012 aufgenommen wurden. Zu sehen gibt es diese Hundert bis zum 23. Juni im staatlichen Museum zu Berlin. Es geht um Theaterstücke, Bücher, Antibiotika in der Milchproduktion. Mal abstrakt, mal ganz direkt, aber immer mit einer guten Idee.

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Kommentare

2 Kommentare Kommentieren

Lesbarkeit war wohl kein Kriterium

Man merkt das die Plakate von Designern ausgewählt wurden.

Wenn ich mir 5s gebe um die Werbewirkung zu testen, sind
z.B. Plakate 9, 12 und teilweise auch die 4 so schwer verständlich,
dass das Motiv vielleicht ansprechend ist, der Inhalt aber
nicht transportiert wird.

Ohne Verknüpfung zum Inhalt wird der gesamte Plakateindruck
aber als wertlos abgetan und vergessen.

… Lesbarkeit ist Ansichtssache!

Anstatt die Freiheit und Spontanität zu zelebrieren, lassen Sie sich darauf ein die Plakate auf ihre Werbewirkung zu testen. Wo würde denn die Vielfalt bleiben, wenn das Leben nur mehr auf Checklisten reduziert wird. Ob Verständlich oder Unverständlich – der Mensch verfügt über Intelligenz und diese zu fordern und zu benutzen, ist sicherlich ideeller und eine wahrzunehmende Abwechslung bei den vielen so leicht verständlichen ›Werbe-Plakaten‹, die sich einfachen massentauglichen Mechanismen bedienen.