WelterbeDer Kasseler Herkules hat es geschafft

Der Bergpark in Kassel mit seiner acht Meter hohen Herkules-Statue hat den Status als Welterbe erhalten. Er ist damit die 38. Welterbestätte in Deutschland.

Der Kasseler Bergpark Wilhelmshöhe ist in die Liste der Weltkulturerbestätten aufgenommen worden. "Die Freude ist groß", sagte der Präsident des hessischen Landesamtes für Denkmalpflege, Gerd Weiß, nach der Entscheidung des Unesco-Komitees. Der Park mit der etwa acht Meter hohen Herkules-Statue ist damit die 38. Welterbestätte in Deutschland. 

Die Experten würdigten die Anlage mit den Wasserspielen als hervorragendes Beispiel aus der Ära des europäischen Absolutismus. Gerd Weiß bezeichnete den Herkules als erste künstlerisch gestaltete Großfigur und damit Vorläufer der Freiheitsstatue. Kassel sei damit nicht mehr nur als Documenta-Stadt bekannt, sagte Weiss.

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Kassel hatte schon in den 1980er Jahren deutschlandintern Interesse an einer Eintragung der Wilhelmshöhe in die Welterbeliste angemeldet. Mit dem Mauerfall geriet der Antrag vorübergehend ins Hintertreffen, weil die Bundesregierung zunächst mehr Natur- und Kulturdenkmäler aus den neuen Bundesländern zur Aufnahme vorschlug.  

Nordkorea erhält Welterbestätte

Das Unesco-Komitee nahm am Sonntag unter anderem auch den Golestan-Palast in der iranischen Hauptstadt Teheran auf. Die alte Königshauptstadt Kaesong in Nordkorea aus dem 10. Jahrhundert wurde ebenso als Welterbe eingetragen wie die einstigen griechischen Kolonien aus dem 5. Jahrhundert vor Christus um Chersones auf der Halbinsel Krim in der Ukraine.

Im kommenden Jahr will Deutschland den Welterbestatus für das mehr als 1.200 Jahre alte ehemalige Benediktinerkloster Schloss Corvey bei Höxter in Nordrhein-Westfalen beantragen. Dann findet die Welterbesitzung in Katar statt. 

Welterbestätten gibt es in mehr als 150 Ländern. Dazu gehören Naturlandschaften wie das Obere Mittelrheintal und Bauwerke wie die Chinesische Mauer. Für viele Länder ist es eine Frage der Kapazität, wie oft sie den aufwendigen Prozess eines Antrags auf Aufnahme in die Liste bewerkstelligen können.

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Leserkommentare
    • 29C3
    • 23. Juni 2013 13:24 Uhr
  1. 2. TaTaTa

    Freut mich für die Stadt Kassel.

    • freerk
    • 23. Juni 2013 19:13 Uhr

    toll... wenn jemand da gewesen ist, weiß es, wie schön dort ist. Kassel hat es einfach verdient!!

  2. Ist das die neue Leipziger Rechtschreibungin?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • freerk
    • 23. Juni 2013 23:19 Uhr

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

    • freerk
    • 23. Juni 2013 23:19 Uhr
    5. [...]

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

  3. Das ist eine gute Meldung und ein verdiente Auszeichnung.
    Hätte man da aber nicht ein schöneres Bild von Wilhelmshöhe auswählen können, als ein Blick auf das Gemächt des Herkules? Die Auszeichnung gilt schließlich dem ganzen Park. Wie grandios die Anlage, kann man hier nicht erkennen. Hinter seinem Rücken hält Herkules die Äpfel der Hesperiden, die Statue ist eine Kopie der berühmten antiken Statue Herkules Farnese (heute im Nationalmuseum in Neapel).

  4. ... während der Dokumenta. Kein Eintritt, dafür liefen die Wasserspiele auch nicht (ich glaube, einmal die Woche oder so), und die Anlage sah recht ungepflegt aus. War auch kein Mensch da (Hochsaison im August).

    Wir haben uns sehr gewundert, denn so was würde in Frankreich die Touristen in Scharen anlocken, aber die Franzosen würden so was auch pflegen...

    Gleiches gilt übrigens für viele Stätten hierzulande. Wer von euch war schon mal auf der Hochburg bei Emmendingen -- oder hat gar davon gehört? War im Mai da, wir waren die einzigen...

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  • Quelle dpa, fz
  • Schlagworte Bundesregierung | Welterbe | Kassel | Nordkorea | Ukraine | Kassel
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