Der Scanner ist der Maulwurf unter den Kameras. Er sieht nur auf kurze Distanz scharf und ist lichtscheu. Mit High-End-Kameras hat er nichts zu tun, auch preislich nicht.

Auf die Idee mit der Scanografie haben mich meine beiden Söhne gebracht. Einmal haben sie bei mir im Büro alle möglichen Dinge gescannt und Ausdrucke davon gemacht. Das ist bei mir hängengeblieben, und dann habe ich selber angefangen, mit dem Scanner zu experimentieren.

Raus aus dem Büro, rein in die Natur, das war dann der nächste Schritt. Es ist spannend, mit einem Scanner durch den Wald zu gehen – solange man nicht dem Förster begegnet. Die Geräte sind ja eher für den stationären Gebrauch im Büro gedacht. Man legt üblicherweise die zu scannenden Objekte auf die Glasfläche. Aber es geht auch andersrum. Man sucht sich ein Objekt und stellt den Scanner davor auf.

Der Scanner kann sogar schwimmen und tauchen. Man muss ihn nur in eine wasserdichte Plastiktüte stecken, ein rechteckiges Loch in der Größe der Scannerfläche ausschneiden und es mit Tesafilm abkleben. Nur das Kabel abzudichten ist eine ziemliche Fummelarbeit.

Das Flächige der Bilder, die enorme Sehschwäche – man muss sich schon einlassen können auf die Einschränkungen des Verfahrens. Aber die vermeintliche Eindimensionalität ist auch eine Herausforderung, sich den Dingen um einen herum mit anderen Augen zu nähern.