Graffiti in Brasilien : Protestkunst zwischen Bank und Strand

Bunt, lyrisch und politisch: Brasiliens Graffiti-Szene ist kreativ und gesellschaftskritisch wie keine andere. In Frankfurt ist ihre Kunst während der Buchmesse zu sehen.

Brasiliens Großstädte sind berühmt für ihre Graffiti-Kunst, die mit politischen Botschaften und einer außergewöhnlichen Stil- und Formenvielfalt das Straßenbild prägt. Riesige Bilder zieren Häuserwände, gesprühte Stencils kommentieren den Alltag und sogenannte Wholetrains rattern über und über mit Graffiti verziert durch die Vororte. Anlässlich der Frankfurter Buchmesse zeigt die Schirn Kunsthalle Arbeiten der Street-Art-Szene aus dem Gastland Brasilien. Die Künstler dürfen sich im Rahmen des Projekts der Kunsthalle auch an Frankfurts Banken verewigen.

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Kommentare

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deutsche Graffiti- Künstler sollten Brasilien besuchen

In Berlin sieht man solche Graffiti - wie auf den elf Fotos aus Brasilien gezeigt - extrem selten oder nie. Das scheint offenbar eine Frage der Intelligenz oder der Bildung zu sein.
Mich wundern völlig sinnlose und unansehnliche Schmierereien in Berlin -sogar auf S-Bahnen. Da kann man diejenigen Mitbürger(innen) in Deutschland verstehen, die wesentlich härtere Strafen für die Verschandelung der Stadtlandschaft fordern. Da die uniformierten Streifen der Ordnungsämter offenbar nur wochentags von morgens 8 Uhr bis nachmittags 16 Uhr tätig sind, empfehle ich - analog zu den "Kopfgeldjägern" (bounty-huntern) in Berliner U-und S-Bahnen - "mit Hoheitsaufgaben beliehene Kleinunternehmer" zu beauftragen, die auch nachts in Zivil auf Streife gehen und Bußgelder verhängen können. Vermutlich werden die nebenbei auch asoziale Hundehalter, Kabeldiebe, Brandstifter und andere Straftäter auf frischer Tat ertappen.