Der Verlag des Nachrichtenmagazins Der Spiegel baut im Rahmen seines Sparprogramms etwa 150 Stellen ab, wie das Unternehmen mitteilte. Demzufolge sollen bis Ende 2016 rund 35 Vollzeitstellen in der Redaktion, 14 in der Dokumentation und 100 im Verlag wegfallen. Wie viele Personen genau betroffen sind, konnte die Geschäftsführung nicht sagen.

"Es sind harte und schmerzliche Einschnitte, die wir vor uns haben. Aber es gibt leider keine Alternative zu diesem Abbau von Stellen, wenn wir die wirtschaftliche Zukunft unseres Unternehmens sichern wollen", sagte Spiegel-Verlagsgeschäftsführer Thomas Hass.

Im Juni hatte das Unternehmen bereits angekündigt, dauerhaft etwa 15 Millionen Euro im Jahresetat von Redaktion, Dokumentation und Verlag einsparen zu wollen. Die Mitarbeiterzahl, Personal- und Sachkosten blieben nach Angaben des Mediendienstes kress.de seit 2011 stabil, während die Auflage zurückging und weniger Anzeigen verkauft werden konnten.

Neben dem Sparprogramm beschlossen Chefredaktion und Verlag elf neue Projekte. Ab Februar 2016 soll für drei Monate ein Spiegel-Regionalteil für Nordrhein-Westfalen getestet werden. Außerdem setzt der Verlag vermehrt auf mobile Angebote sowie auf Bezahlangebote auf Spiegel Online

"Es ist für die Zukunft des Qualitätsjournalismus wichtig, dass aufwendig recherchierte und herausragend geschriebene Texte nicht nur gedruckt, sondern auch digital verkauft und nicht verschenkt werden" sagte Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer gegenüber kress.de.