Die US-amerikanische Choreographin und Tänzerin Trisha Brown ist gestorben. Wie auf der Website ihrer Tanzschule steht, starb sie am Samstag nach langer Krankheit im Alter von 80 Jahren in der texanischen Stadt San Antonio. Nach Angaben der New York Times, hatte dies Barbara Dufty, Geschäftsführerin der Tanzschule, bestätigt.

Brown galt als eine der wichtigsten Protagonistinnen des postmodernen Tanzes. Mehr als 30 Jahre lang prägte sie die Stilrichtung und arbeitete häufig mit bildenden Künstlern wie Robert Rauschenberg, Donald Judd und Nancy Graves zusammen.

Einer ihrer Schwerpunkte im Tanz war die Schwerkraft. Ihre Tänzer ließ sie gerne über Dächer und Fassaden gleiten. Oftmals ließ sie sich von alltäglichen Bewegungen sowie von experimenteller Musik inspirieren. In einem Interview mit dem amerikanischen Magazin Bomb sagte sie einmal, dass sie an die Kraft der Improvisation glaube. "Ich werde alles dafür tun, um eine gute Performance zu kreieren, neue Methoden zu finden sowie Experimente zu wagen."

Am kalifornischen Mills College hatte sie Tanz studiert und in New York mit der Tänzerin Anna Halprin zusammengearbeitet. 1962 war sie Mitglied des Avantgarde-Ensembles Judson Dance Theater und gründete 1970 ihre eigene Tanzschule: die Trisha Brown Company. Nach etlichen Aufführungen sowie der Teilnahme an der documenta 12 im Jahr 2007, zog sie sich 2012 wegen ihrer Demenzerkrankung als aktive Künstlerin zurück.