Kai Biermann, Investigativjournalist von ZEIT ONLINE, ist für seine langjährige Berichterstattung über den NSA-Untersuchungsausschuss ausgezeichnet worden. Bei der Verleihung des Preises Der lange Atem, den der Journalismusverband Berlin-Brandenburg (JVBB) jährlich vergibt, erreichte Biermann den zweiten Platz. 

Georg Löwisch, Chefredakteur der taz und Jurymitglied der Preisvergabe, sagte: "Kai Biermann hat außergewöhnlich akribisch über den NSA-Untersuchungsausschuss berichtet: Ein Chronist, der aufklärt und der erklärt." Er dringe ins Dickicht der Geheimdienste vor und mache hochkomplizierte Strukturen anschaulich.

Mit dem Preis würdigt der JVBB die Leistungen von Journalisten, die langjährig und beharrlich über ein gesellschaftlich relevantes Thema berichten. Der Jury unter dem Vorsitz von Dagmar Engel von Deutsche Welle TV gehören acht prominente Journalisten an. Der erste Preis ist mit 3.000 Euro, der zweite mit 2.000 und der dritte Preis mit 1.000 Euro dotiert.

Der erste Preis ging dieses Jahr an Irène Bluche vom rbb Kulturradio. Sie wurde für eine Reihe von jährlichen Features über die Teenager-Mutter Mandy aus Hellersdorf und ihren Sohn Jonny ausgezeichnet. Den dritten Preis erhielt Klaus Hillenbrand von der taz, der seit langem Ermittlungen und Prozesse gegen frühere NS-Verbrecher begleitet.