Der Ministerpräsident des südindischen Bundesstaates Andhra Pradesh, Y.S. Rajasekhara Reddy, war am Mittwoch zusammen mit vier weiteren Menschen bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Erst nach 24-stündiger Suche waren ihre verkohlten Leichen in einem Waldgebiet entdeckt worden. Tausende Anhänger hatten sich nach der Nachricht vom Tod des 60-jährigen Politikers versammelt, um gemeinsam zu trauern.

Mehr als 60 Menschen nahmen sich das Leben oder erlitten einen Herzstillstand, als das Fernsehen die Todesnachricht meldete. "Reedy hat sein Leben dem Volk gewidmet, nun widme ich mein Leben ihm", schrieb ein junger Mann in seinem Abschiedsbrief, bevor er sich vergiftete. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ians.

Reedy gehörte zu den wichtigsten Politikern der Kongress-Partei, die in Indien die Koalitionsregierung anführt. Einige Politiker und Filmstars genießen in Indien Kult-Status, zu ihren Ehren werden Rituale und Gebete in Tempeln vollzogen. Schon in der Vergangenheit hatte es nach Todesfällen von Prominenten Selbsttötungen gegeben.