Christopher Walken"Ich bin kein Schauspieler, eher Tänzer"

Seine Kleidung ist aus Filmen, für eine Rolle recherchiert er nie: Der Schauspieler Christopher Walken erzählt von den Geheimnissen seines Erfolges. von 

Christopher Walken vor dem nächtlichen Marrakesch

Christopher Walken gilt als versierter Charakterdarsteller von Bösewichtern und tritt auch in Marrakesch - wie es sich für die dunkle Seite gehört - ganz in Schwarz auf  |  © ABDELHAK SENNA/AFP/Getty Images

Christopher Walken: Woher kommen Sie?

ZEIT ONLINE: Aus Deutschland.

Anzeige

Walken: Deutschland? Mein Vater kommt aus Essen.

ZEIT ONLINE: Sprechen Sie ein bisschen Deutsch?

Walken: Ich spreche ein bisschen Deutsch, aber ich verstehe es eher, als es wirklich sprechen zu können.

ZEIT ONLINE: Ihr Vater war ein Bäcker. Das ist ja schon ziemlich deutsch.

Walken: Ja. Mein Vater war Bäcker und meine Mutter, eine Schottin, war verliebt in die Bühne und besonders in Filme. Sie war eine tolle Frau.

ZEIT ONLINE: Sie haben eine lange Karriere hinter sich und bekommen ständig Auszeichnungen für Ihr Lebenswerk. Sammeln Sie die Preise?

Walken: Habe ich. Ich habe ein kleines Zimmer, sehr klein, in dem ich alle Arten von Souvenirs sammle. Ich hab dort meinen Oscar und tausend andere Dinge. Sie kennen das, wenn man zu einem Rockkonzert geht, hat man so ein Halsband mit Ticket, ich habe ganz viele davon.

ZEIT ONLINE: Haben Sie auch Andenken von Ihren Filmen?

Walken: Nein. Aber ich erzähle Ihnen etwas: Ich kaufe nie Kleidung. Immer wenn ich einen Film drehe, nehme ich die Klamotten von dort mit nach Hause.

ZEIT ONLINE: Auch das, was Sie gerade tragen?

Walken: Das Sakko ist von Comfort of Strangers.

Leserkommentare
  1. Christopher Walken ist einer der ganz großen, amerikanischen Charakterschauspieler, dessen Inszenierungenn stets - unabhängig von der Glaubwürdigkeit der Figur - authentisch wirken. Leider, eben auch, weil er selten Rollen ablehnt, ist er kaum als Hauptdarsteller in Filmen zu sehen. Sonst, so meine Meinung, hätte er sicher längst auch schon den Oscar für die beste männliche Hauptrolle erhalten. Aber das ist Walken völlig gleich und so tanzt er seinen fantastischen Tanz in der zweiten Reihe weiter...

    • Atan
    • 18. Dezember 2009 11:02 Uhr

    Das war, neben dem schönen Tom Waits-Interview, das zweite Weihnachtsgeschenk der "Zeit".
    Vielleicht sollten wir übrigens froh sein, das Walken oft in der zweiten Reihe auftrat. Wäre er eine Art Harrison Ford geworden, hätte uns nie so ein schönes Tänzchen wie in z.B. in Weapon of Choice vorgeführt, sondern allenfalls scheußliche Werbung in Japan produziert.

  2. Nichts gegen die Fragen, aber bei den Antworten sollte es doch selbstverständlich sein die Namen der erwähnten Personen richtig zu schreiben. Nachsehen hilft.

    MFG
    Bernd Alt

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Artikel Auf einer Seite lesen
  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Film | Arzt | Auszeichnung | Essen | Karriere | Musical
Service