Kino-Revolution 3-D Die 3-D-Effekthascherei

Spätestens seit dem Siegeszug von "Avatar" sind 3-D-Filme wieder erfolgreich. Die Filmstudios freuen sich, denn das Umrüsten auf die neue Technik zahlen die Kinos selbst.

Über den Wolken: Filmausschnitt aus dem derzeit sehr erfolgreichen 3-D-Film "Avatar"

Über den Wolken: Filmausschnitt aus dem derzeit sehr erfolgreichen 3-D-Film "Avatar"

1954 drehte Alfred Hitchcock Bei Anruf Mord. Der Film spielt die meiste Zeit in einem einzigen Zimmer. Ziemlich eindimensional, möchte man meinen. Doch der Suspense-Großmeister drehte seinen Thriller damals in 3-D – wie es heißt auf Drängen seines damaligen Filmstudios. 3-D-Kino ist keineswegs eine Erfindung der Postmoderne, vielmehr gab es in beinahe jedem der vergangenen fünf Jahrzehnte den Versuch, unser dreidimensionales Sehen auf die Leinwand zu bringen.

Seit 2008 ist die Technik wieder einmal sehr gefragt. Kinofilme wie Die Reise zum Mittelpunkt der Erde, Ice Age 3, Oben und allen voran natürlich Avatar zeugen davon. Lohnt sich die Rückkehr zur lange Zeit belächelten 3-D-Technik? Die Frage stellt sich auch Thomas Schülke, Marketing-Director der Kinokette UCI. Billig kommt ihn das nicht. "Im Schnitt kostet es knapp 60.000 Euro pro Saal, um auf 3-D-Technik umzurüsten", erklärt Schülke. "Es müssen ein digitaler Projektor und ein Zusatzgerät für den Projektor angeschafft werden." Für die der am weitesten verbreiteten 3-D-Technik namens realD, einem sogenannten Polarisationsverfahren, muss zudem noch die komplette Leinwand ausgetauscht werden. "Die normale reicht da nicht aus", sagt Schülke. "Die 3-D-Leinwand muss silbrig beschichtet und dadurch hochreflektierend sein."

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Schließlich sind noch Brillen erforderlich. "Beim realD-Verfahren sind das Kunststoffbrillen. Es gibt aber auch Techniken die elektronische Shutterbrillen erfordern." Shutterbrillen erzeugen den 3-D-Effekt, indem sie das Licht abwechselnd durch das linke und das rechte Brillenglas hindurchlassen. Diese sind nochmals teurer als die Kunststoffbrillen. Zudem geht mit der Umstellung auf 3-D auch meist noch eine Aufbesserung der Tonanlage in Dolby Digital einher. Da wundert es nicht, dass die Kinos einen Zuschlag für 3-D-Vorstellungen nehmen. In den UCI-Kinos beträgt der – wie passend – drei Euro.

Doch weshalb auf einmal diese Erfolgswelle? Avatar spielte schon in den ersten vier Wochen mehr als eine Milliarde Dollar ein. Zum Start des Films im Dezember vergangenen Jahres hatten bereits 300 Kinosäle in Deutschland auf 3-D umgestellt, trotz der hohen Kosten und des Restrisikos, schließlich konnte den großen Erfolg niemand garantieren, und die Vergangenheit lehrte: Frühere 3-D-Wellen in den fünfziger, sechziger, siebziger und achtziger Jahren waren stets von kurzer Dauer und brachten kaum Erfolge. Was also ist heute anders?

Gereon Blaseio vom Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft der Uni Köln erklärt sich das so: "Zum einen ist es heute technisch einfacher geworden, 3-D-Filme zu zeigen. Zum anderen ist 3-D für Hollywood heute einfach ein unglaublich guter Trick, die Digitalisierung der Kinos umzusetzen. Hollywood will weg von den alten, kostspieligen Filmrollen." Diese werden tatsächlich Geschichte, sobald ein Kino sein altes analoges Abspielgerät durch einen digitalen Filmprojektor ersetzt. Auch wenn der Hauptteil der Kosten damit bei den Kinobetreibern liegt, von dem Wandel profitieren in erster Linie die Filmstudios: Digitale Filmkopien sind deutlich preiswerter als die herkömmlichen Rollen. Und die neuen Geräte garantieren einen besseren Kopierschutz.

Doch die Investitionen der Lichtspielhäuser scheinen sich zu lohnen. Bereits der computeranimierte Film Ice Age 3 vom Sommer 2009 war in diesem Sinne erfolgreich: Zum Zeitpunkt des Filmstarts gab es von den 900 Kopien des Films in Deutschland 160 in 3-D-Version, also etwa 14 Prozent. Von den insgesamt 8,7 Millionen Zuschauern kamen aber 2,5 Millionen aus 3-D-Vorstellungen, also knapp 22 Prozent.

"Die Leute entscheiden sich immer häufiger bewusst für die 3-D-Vorstellung", sagt Schülke. "Und gerade Avatar entwickelt sich zu einem Phänomen! Der Film lebt von einer unglaublichen Mundpropaganda." Mittlerweile werden etwa Dreiviertel des Avatar-Umsatzes mit 3-D-Vorstellung gemacht. "Heute wird mit 3-D-Filmen ganz anders umgegangen", sagt Schülke. "Früher waren die 3-D-Filme technisch und inhaltlich nicht überzeugend, die meisten waren billig gemacht. Heute wird versucht, die Besucher in die Handlung mit einzubeziehen." Mit James Cameron, dem Avatar-Regisseur, hat man eine wahrhafte Hollywood-Ikone als Aushängeschild für 3-D-Filme gewonnen. Auch Peter Jackson (Der Herr der Ringe, King Kong) arbeitet gerade an einem 3-D-Film.

Leser-Kommentare
    • mr.k
    • 06.01.2010 um 20:47 Uhr

    Avatar spielte in den ersten 4 Wochen 1 Milliarde Dollar ein.

    EINE MILLIARDE DOLLAR!

    Der Mensch verliert zunehmend den Sinn und das Gespür für Relationen. Er lässt sich verleiten und verführen. Nach wie vor. Ohne zu überlegen. Unzählige Menschen strömen in solch einen animierten Bilder-Comic. Hat er danach wirklich das Gefühl etwas grandioses oder bewegendes erlebt zu haben?
    Wenn ja, wie lange hält dieses Gefühl? 10min, 20min?

    Was kostet eine Karte? 15€?
    Wieviel Überzeugungskraft muss man heute aufbringen, einen Mensch davon zu überzeugen, für dieses Geld ein Buch zu kaufen oder das Geld zu spenden oder etwas für seine Gesundheit zu tun?

    Etwas gut oder schlecht zu finden wird sehr häufig unbewusst durch unsere Gesellschaft anerzogen. Wenig wird hinterfragt und selten nimmt man sich die Zeit, um das wirklich herauszufinden.

    Das war schon immer so. Bleibt auch so. Aber bei solchen Zahlen denke ich: Alle blöken. Wie eine Schafherde.

    Ich dann wahrscheinlich auch. Und trotzdem nervt es mich.

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    Ja, da kauf ich mir doch für die 15 Euro lieber fünf Bier und bin bin nicht nur 20min lang beeindruckt, sondern für Stunden aus dem Häuschen. Nee das Geldargument zieht nicht :-)

    Mal ehrlich, ich hätte den Film auch nicht ohne die vielen tollen Reviews und Berichte von Freunden agneschaut.
    Und wegen der Neugier auf 3D Kino, mal nicht im IMAX!
    Und ja, ich finde den Film richtig klasse! Einfach ne schöne geschichte und !tolle Bilder!

    Ich gebe im Jahr wahrscheinlich 50 mal so viel Geld für Bücher aus wie für Kinokarten. Dennoch habe ich den Besuch von Avatar (im Nürnberger IMAX, Kosten €8.90) nicht bereut - im Gegenteil.

    Gut, es ist ein Unterhaltungsfilm mit einer einfachen Geschichte, aber was ist schlecht daran? Warum muß ich mir deswegen vorwerfen lassen, Mitglied einer Schafherde zu sein? Muß denn alles, was populär ist, auch schlecht sein?

    Oder ist das auch nur wieder ein Fall von typisch deutschen pseudo-intellektuellen Snobismus?

    In der Tat ist die Handlung mittelmäßig und recht vorhersehbar, auch wenn sie nett inszeniert ist.

    Aber ich denke man muss sich im Klaren darüber sein, dass tiefgründige Handlung und krachende Action nur in den seltensten Fällen zusammengehen.

    Und für viele Leute gilt darum auch der Grundsatz: Handlungs-Filme (also Literaturverfilmungen oder auch Komödien) auf DVD zu schauen, und für die Michel-Bay-Kracher ins Kino zu gehen, wegen des Sounds und der großen Leinwand.

    Das heisst: Es ist ein logischer Schritt einen Actionfilm in 3D zu drehen (wobei Avatar so ganz nebenbei auch die beste bisher dagewesende Verschmelzung von Computeranimation und Realfilm bietet), denn ins Kino geht man weniger wegen der Handlung als mehr wegen dem Spektakel.

    Und da hat Avatar einfach eine neue Tür aufgestoßen. Ich zumindest werde mich an diesen Film mein Leben lang erinnern, als wahrscheinlich den ersten "richtigen" 3D Film. Man denke an den ersten modern erzählten Film "Casablanca" der (soweit ich weiß) 2 Jahre in den Kinos lief. Der ist so modern, den können sie Heute noch einem zuschauer vorsetzen ohne dass der Ihnen einschläft.

    Oder denken sie an die "Bullet Time" Kameraperspektive in "Matrix" - die danach bei allen Gelegenheiten kopiert und parodiert wurde und Heute Standard ist.

    So gesehen ist Avatar jetzt schon ein Stück Kinogeschichte... und ich kann ihnen ganz ernsthaft nur empfehlen ihre Vorurteile zu überwinden, das Geld zu investieren und sich das Ding in 3D anzuschauen

    na ja, ich hab' mir letzte Woche 'n Buch gekauft - hat 18 € gekostet, war mäßig...
    ---
    Diese Woche werd' ich jetzt halt mal in's Kino gehen...

    Ich muss zugeben: Auch ich habe gesündigt. Gott sei dank, bin ich nicht streng-katholisch und komme deswegen nicht ins Fegefeuer, weil ich Freude im Leben habe.

    Ich bin mir sicher, Sie verteufeln ebenso die Kirmes, ein Abendessen im Restaurant oder die Übernachtung in einem Hotel.

    Ansonsten haben meine Vor-Kommentatoren wahrscheinlich schon alles zu Ihrem kuriosen Kommentar gesagt.

    Ich finde es jedenfalls schön, dass ich mal wieder ins Popcorn-Kino gehen konnte, ohne einen einfältigen Trashfilm sehen zu müssen. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und die Story bietet im übrigen auch einiges, was einem ein Buch bietet, je nachdem, wie weit der eigene Horizont reicht. Die Umsetzung war sehr detailreich.

    Ja, da kauf ich mir doch für die 15 Euro lieber fünf Bier und bin bin nicht nur 20min lang beeindruckt, sondern für Stunden aus dem Häuschen. Nee das Geldargument zieht nicht :-)

    Mal ehrlich, ich hätte den Film auch nicht ohne die vielen tollen Reviews und Berichte von Freunden agneschaut.
    Und wegen der Neugier auf 3D Kino, mal nicht im IMAX!
    Und ja, ich finde den Film richtig klasse! Einfach ne schöne geschichte und !tolle Bilder!

    Ich gebe im Jahr wahrscheinlich 50 mal so viel Geld für Bücher aus wie für Kinokarten. Dennoch habe ich den Besuch von Avatar (im Nürnberger IMAX, Kosten €8.90) nicht bereut - im Gegenteil.

    Gut, es ist ein Unterhaltungsfilm mit einer einfachen Geschichte, aber was ist schlecht daran? Warum muß ich mir deswegen vorwerfen lassen, Mitglied einer Schafherde zu sein? Muß denn alles, was populär ist, auch schlecht sein?

    Oder ist das auch nur wieder ein Fall von typisch deutschen pseudo-intellektuellen Snobismus?

    In der Tat ist die Handlung mittelmäßig und recht vorhersehbar, auch wenn sie nett inszeniert ist.

    Aber ich denke man muss sich im Klaren darüber sein, dass tiefgründige Handlung und krachende Action nur in den seltensten Fällen zusammengehen.

    Und für viele Leute gilt darum auch der Grundsatz: Handlungs-Filme (also Literaturverfilmungen oder auch Komödien) auf DVD zu schauen, und für die Michel-Bay-Kracher ins Kino zu gehen, wegen des Sounds und der großen Leinwand.

    Das heisst: Es ist ein logischer Schritt einen Actionfilm in 3D zu drehen (wobei Avatar so ganz nebenbei auch die beste bisher dagewesende Verschmelzung von Computeranimation und Realfilm bietet), denn ins Kino geht man weniger wegen der Handlung als mehr wegen dem Spektakel.

    Und da hat Avatar einfach eine neue Tür aufgestoßen. Ich zumindest werde mich an diesen Film mein Leben lang erinnern, als wahrscheinlich den ersten "richtigen" 3D Film. Man denke an den ersten modern erzählten Film "Casablanca" der (soweit ich weiß) 2 Jahre in den Kinos lief. Der ist so modern, den können sie Heute noch einem zuschauer vorsetzen ohne dass der Ihnen einschläft.

    Oder denken sie an die "Bullet Time" Kameraperspektive in "Matrix" - die danach bei allen Gelegenheiten kopiert und parodiert wurde und Heute Standard ist.

    So gesehen ist Avatar jetzt schon ein Stück Kinogeschichte... und ich kann ihnen ganz ernsthaft nur empfehlen ihre Vorurteile zu überwinden, das Geld zu investieren und sich das Ding in 3D anzuschauen

    na ja, ich hab' mir letzte Woche 'n Buch gekauft - hat 18 € gekostet, war mäßig...
    ---
    Diese Woche werd' ich jetzt halt mal in's Kino gehen...

    Ich muss zugeben: Auch ich habe gesündigt. Gott sei dank, bin ich nicht streng-katholisch und komme deswegen nicht ins Fegefeuer, weil ich Freude im Leben habe.

    Ich bin mir sicher, Sie verteufeln ebenso die Kirmes, ein Abendessen im Restaurant oder die Übernachtung in einem Hotel.

    Ansonsten haben meine Vor-Kommentatoren wahrscheinlich schon alles zu Ihrem kuriosen Kommentar gesagt.

    Ich finde es jedenfalls schön, dass ich mal wieder ins Popcorn-Kino gehen konnte, ohne einen einfältigen Trashfilm sehen zu müssen. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und die Story bietet im übrigen auch einiges, was einem ein Buch bietet, je nachdem, wie weit der eigene Horizont reicht. Die Umsetzung war sehr detailreich.

  1. am Ende zählt nicht das Spektakel, sondern eine gute Geschichte. Avatar ist imgrunde nur ein interstellarer Spätwestern mit vielen digitalen Effekten. Die Story ist vorhersehbar, die Charaktere bleiben blaß.

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    Tausendmal besser als Star Trek, ein Verräter als Held, eine Geschichte, die insofern abgeschmackt ist, dass Imperialismus an den Pranger gestellt wird und Liebe zwischen einem weißen Mann und einer schwarzen, äh, blauen Frau thematisiert wird... für eine Hollywood Mainstream-Produktion halte ich das für nicht so richtig schwach. Eher im Gegenteil.

    Und warum muß jede Story neu sein? Die besten Geschichten sind uralt und werden immer wieder erzählt. Einmal erzählt werden nur schlechte Geschichten.

    Tausendmal besser als Star Trek, ein Verräter als Held, eine Geschichte, die insofern abgeschmackt ist, dass Imperialismus an den Pranger gestellt wird und Liebe zwischen einem weißen Mann und einer schwarzen, äh, blauen Frau thematisiert wird... für eine Hollywood Mainstream-Produktion halte ich das für nicht so richtig schwach. Eher im Gegenteil.

    Und warum muß jede Story neu sein? Die besten Geschichten sind uralt und werden immer wieder erzählt. Einmal erzählt werden nur schlechte Geschichten.

  2. Ernsthaft. Gerade Avatar ist ein Film (vielleicht einer der ersten), die 3D wirklich sinnhaft einsetzen. Da gibt es überhaupt keine billige Effekthascherei, da gibt es nur Tiefe und wunderschöne Landschaften und Sequenzen, die zweidimensional einfach nicht umsetzbar sind. Hat der Autor den Film eigentlich gesehen? Der Film hat seinen Erfolg durchaus verdient und ist den Preis für das Ticket durchaus wert. Ich habe ihn mittlerweile zweimal gesehen.

    Und es gibt nicht nur UCI und all die anderen seelenlosen Profitketten. Es gibt auch sehr engagierte kleinere Kinos, die den großen Ketten in punkto Technik teilweise weit voraus sind und noch dazu preiswerter sind. Das Atelier in Düsseldorf zeigt den Film für 11 Euro (9 Euro mit Gildepass) und dort kann man sich auch Übertragungen aus der MET ansehen, Oper digital und live aus New York. Gibt es das auch im UCI?

    Irgendwie klingt das genauso wie die verächtlichen Ausrufe bei den ersten Ton- und Farbfilmen. Kultur ist nicht nur das, was schon tot ist, Leute.

  3. 4. Naja

    Tausendmal besser als Star Trek, ein Verräter als Held, eine Geschichte, die insofern abgeschmackt ist, dass Imperialismus an den Pranger gestellt wird und Liebe zwischen einem weißen Mann und einer schwarzen, äh, blauen Frau thematisiert wird... für eine Hollywood Mainstream-Produktion halte ich das für nicht so richtig schwach. Eher im Gegenteil.

    Und warum muß jede Story neu sein? Die besten Geschichten sind uralt und werden immer wieder erzählt. Einmal erzählt werden nur schlechte Geschichten.

  4. Ja, da kauf ich mir doch für die 15 Euro lieber fünf Bier und bin bin nicht nur 20min lang beeindruckt, sondern für Stunden aus dem Häuschen. Nee das Geldargument zieht nicht :-)

    Mal ehrlich, ich hätte den Film auch nicht ohne die vielen tollen Reviews und Berichte von Freunden agneschaut.
    Und wegen der Neugier auf 3D Kino, mal nicht im IMAX!
    Und ja, ich finde den Film richtig klasse! Einfach ne schöne geschichte und !tolle Bilder!

    Antwort auf "unglaublich!!"
  5. 6. @1

    Ich gebe im Jahr wahrscheinlich 50 mal so viel Geld für Bücher aus wie für Kinokarten. Dennoch habe ich den Besuch von Avatar (im Nürnberger IMAX, Kosten €8.90) nicht bereut - im Gegenteil.

    Gut, es ist ein Unterhaltungsfilm mit einer einfachen Geschichte, aber was ist schlecht daran? Warum muß ich mir deswegen vorwerfen lassen, Mitglied einer Schafherde zu sein? Muß denn alles, was populär ist, auch schlecht sein?

    Oder ist das auch nur wieder ein Fall von typisch deutschen pseudo-intellektuellen Snobismus?

    Antwort auf "unglaublich!!"
  6. In der Tat ist die Handlung mittelmäßig und recht vorhersehbar, auch wenn sie nett inszeniert ist.

    Aber ich denke man muss sich im Klaren darüber sein, dass tiefgründige Handlung und krachende Action nur in den seltensten Fällen zusammengehen.

    Und für viele Leute gilt darum auch der Grundsatz: Handlungs-Filme (also Literaturverfilmungen oder auch Komödien) auf DVD zu schauen, und für die Michel-Bay-Kracher ins Kino zu gehen, wegen des Sounds und der großen Leinwand.

    Das heisst: Es ist ein logischer Schritt einen Actionfilm in 3D zu drehen (wobei Avatar so ganz nebenbei auch die beste bisher dagewesende Verschmelzung von Computeranimation und Realfilm bietet), denn ins Kino geht man weniger wegen der Handlung als mehr wegen dem Spektakel.

    Und da hat Avatar einfach eine neue Tür aufgestoßen. Ich zumindest werde mich an diesen Film mein Leben lang erinnern, als wahrscheinlich den ersten "richtigen" 3D Film. Man denke an den ersten modern erzählten Film "Casablanca" der (soweit ich weiß) 2 Jahre in den Kinos lief. Der ist so modern, den können sie Heute noch einem zuschauer vorsetzen ohne dass der Ihnen einschläft.

    Oder denken sie an die "Bullet Time" Kameraperspektive in "Matrix" - die danach bei allen Gelegenheiten kopiert und parodiert wurde und Heute Standard ist.

    So gesehen ist Avatar jetzt schon ein Stück Kinogeschichte... und ich kann ihnen ganz ernsthaft nur empfehlen ihre Vorurteile zu überwinden, das Geld zu investieren und sich das Ding in 3D anzuschauen

    Antwort auf "unglaublich!!"
  7. ...ich habe LANGE nicht mehr während eines Filmes Gänsehaut bekommen (und NEIN, die Heizung war ok :-) )

    Irgendwann nach 10 Minuten oder so nimmt man den 3D Effekt nicht mehr bewusst wahr, man ist einfach nur noch prädsent.

    Abgesehen davon ist die Animation eine schauspielerische Glanzleistung. Die Leistung der Schauspieler wird wirklich auf die animierten Charaktere übertragen, man hat keinen Moment das Gefühl Puppen zu betrachten, man denkt immer, es seien die (geschminkten ?!?) Schauspieler selbst, die da agieren.

    Das einzig negative das ich über diesen Film sagen kann...
    ...er verdirbt einen für 2D Kino.

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