Petra Schürmann starb in der Nacht zum Donnerstag im Alter von 74 Jahren. Die Klinik Großhadern bestätigte entsprechende Medienberichte. Nähere Angaben zum Zeitpunkt und Ort ihres Todes gab es zunächst nicht.

Hinter Schürmann lag eine glanzvolle Karriere. Als Studentin der Philosophie wurde sie 1956 als Miss World zur schönsten Frau der Welt gekürt. Mitte der 1960er Jahre fing sie beim Bayerischen Fernsehen an – erst arbeitete sie als Ansagerin, dann als Moderatorin.

Die Fernsehzuschauer kannten sie etwa durch die ZDF-Serie Essen wie Gott in Deutschland oder die Prominentenshow Schlüsselloch. Allein für die ARD und das ZDF hatte sie bis zum Jahr 2000 rund 600 Sendungen moderiert. Jahrelang begleitete sie den Auftakt des Münchner Oktoberfestes in der ARD und führte durch große Gala-Shows.

Auch als Schauspielerin war Schürmann in einigen Filmen zu sehen, darunter Die Tote aus der Themse oder Engel des Schreckens. Im Bayerischen Fernsehen stand sie regelmäßig für die wöchentliche Unterhaltungsshow Wir in Bayern vor der Kamera. 1996 ehrte die Staatsregierung Schürmann mit dem Bayerischen Verdienstorden.

Ihren schwersten Schicksalsschlag erlebte Schürmann im Juni 2001, als ihre damals 34-jährige Tochter bei Rosenheim mit einem Geisterfahrer kollidierte und starb. Im August 2008 starb Schürmanns Ehemann Gerhard Freund. Seit dem Tod ihrer Tochter hatte Schürmann unter einer Sprachblockade gelitten und sich in ihre Villa am Starnberger See zurückgezogen. In den vergangenen Tagen hatten sich Gerüchte über den schlechten Gesundheitszustands Schürmanns gehäuft.

Schürmanns Freunde, Kollegen und Fans reagierten schockiert. Die TV-Moderatorin Eva Herman, die eng mit Schürmann befreundet war, ließ über ihre Agentur wissen, sie sei sehr traurig. Weiter wollte sie sich nicht äußern.