Stieg Larsson Moral als InvestitionSeite 2/2

Gekonnt schafft es Alfredson, den im Buch bedenklich ans Splatterhafte grenzenden Showdown zwischen Salander, ihrem Vater und ihrem Bruder auf eine Ebene herunter zu dimmen, die weiterhin atemberaubend bleibt, ohne aber unglaubwürdig zu wirken.

  
So wird das neuerliche Spektakel um Blomkvist und Salander am Ende alleine dadurch getrübt, dass sich just in jenem Moment und ziemlich abrupt die Leinwand verdunkelt, da der Helikopter mit der arg malträtierten, zwischen Leben und Tod schwebenden Lisbeth Salander in einen russgrauen, schwedischen Himmel entschwebt. Wer den Roman nicht gelesen hat, bleibt etwas ratlos zurück, fast alle Fragen bleiben offen.

Soviel sei an dieser Stelle verraten: Die Monster sind immer die anderen, und sie werden es bis zum Schluss bleiben. Grund genug für Salander und Blomkvist, um auch in Teil Drei wieder entschlossen gegen den Weltuntergang zu kämpfen.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Oplev hat einen Film abgeliefert, der international bestehen kann. Straff, kühl und in der Lage, eher triste Schwedische Lokalitäten in neuem, aufregendem Licht erscheinen zu lassen. Alfredsson dagegen ist wieder in den typischen Stil üblicher amateurhaft beleuchteter und geschnittener Samstagabendfernsehkrimis geraten, die sich hölzernen und ohne die üblichen Schauspieler motivieren zu können, durch eine völlig unglaubwürdige Vorlage durcharbeit. Ein Arbeitssieg vielleicht, aber wirklich kein cineastisches Erlebnis.

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