Fokus auf junge Filmemacher
Der zweite große Berlinale-Sieger ist der 35-jährige rumänische Filmemacher Florin Şerban: Für sein Spielfilmdebüt If I want to whistle, I whistle um einen jugendlichen Straftäter erhielt er den Großen Preis der Jury (Silberner Bär) sowie den Alfred-Bauer-Preis, der für neue Perspektiven der Filmkunst vergeben wird.
Ein weiterer junger Filmemacher wurde sogar dreifach ausgezeichnet: Der russische Regisseur Alexej Popogrebski bekam für How I Ended This Summer einen Silbernen Bären für die Kameraführung als "herausragende künstlerische Leistung". Außerdem wurden seine beide Hauptdarsteller mit dem Silbernen Bären als beste Darsteller geehrt. Eine Entscheidung, die in diesem Fall absolut gerechtfertigt ist: Grigori Dobrygin und Sergei Puskepalis liefern sich als Arbeiter auf einer einsamen Polarstation ein packendes Kammerspiel in der Natur.
Am Aufsehen erregendsten ist die Verleihung des Silbernen Bären für die Beste Regie an Roman Polanski. Das Votum der Jury für dessen Thriller Ghostwriter kann gleichzeitig auch als Votum für Polanskis Person gewertet werden. Im Herbst war der Regisseur in der Schweiz verhaftet worden. Grund war ein seit 1978 bestehender US-Haftbefehl wegen der Vergewaltigung einer 13-Jährigen. Seitdem befindet sich der 76-Jährige unter Hausarrest in einem Chalet in Gstaad. Ein weiterer isolierter Mann. Er passt gut zu den Protagonisten dieser Berlinale.
- Datum 21.02.2010 - 10:15 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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dass es experimentierfreudige Kinos in der Nähe gibt, die sich auf die neuen Filme einlassen. Auf dem Land fast keine ...
Soweit ich mich erinnere ist das Problem bei Polanski ein Haftbefehl für eine längst verjährte Tat, sondern eine rechtskräftige Verurteilung zu Gefängnisaufenthalt, der sich Polanski durch Flucht in die Schweiz entzogen hat.
Damit würde ich Polanski nicht als isoliert sondern eher auf die Ebene des Serienmörders stellen...
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