Dissidenten in Iran Regime nimmt iranischen Filmemacher Panahi fest
In Iran sind erneut Dissidenten festgenommen worden: Der renommierte iranische Regisseur Jafar Panahi und weitere 18 Personen wurden an einen unbekannten Ort gebracht.
© Carlo Allegri/Getty Images

Der Regisseur Jafar Panahi gilt als einer der wichtigsten unabhängigen Regisseure in Iran
Der iranische Filmemacher Jafar Panahi ist in seinem Haus in Teheran festgenommen worden. In Zivil gekleidete Männer führten den Regisseur, seine Frau, seine Tochter und etwa 15 Gäste am Montagabend ab und brachten ihn an einen unbekannten Ort, wie sein Sohn Panah Panahi mitteilte. Die Festgenommenen kommen alle aus der Filmbranche. Die iranischen Justizbehörden bestätigten die Festnahme und begründeten sie mit einer nicht näher genannten Straftat.
Bei der Aktion durchsuchten die Unbekannten auch das Haus des preisgekrönten Regisseurs in der iranischen Hauptstadt, wie sein Sohn auf der oppositionellen Internetseite Rahesabs erklärte. Die Männer beschlagnahmten demnach Computer und persönliche Dinge Panahis, der die iranische Opposition in ihrem Protest gegen die Regierung von Präsident Mahmud Ahmadineschad offen unterstützt.
Panahi sei nicht festgenommen worden, "weil er ein Künstler ist oder aus politischen Gründen", sagte der Teheraner Staatsanwalt Abbas Dschafari Dolatabadi der iranischen Nachrichtenagentur Isna. Er habe eine "Straftat" begangen und sei aufgrund einer richterlichen Anordnung festgenommen worden.
Der 49-jährige Panahi darf Iran nicht mehr verlassen, seit er sich im vergangenen Sommer beim Filmfestival von Montréal öffentlich hinter die iranische Opposition gestellt hatte. Im Februar war er auch zur Berlinale eingeladen, durfte aber nicht ausreisen. Im Juli waren Panahi und seine Familie schon einmal kurzzeitig festgenommen worden, nachdem sie an einer Gedenkfeier für die Studentin Neda Agha-Soltan teilgenommen hatten, die bei den Protesten gegen die umstrittene Präsidentschaftswahl erschossen worden war.
Panahi, der früher Assistent des Regisseurs Abbas Kiarostami war, zählt zu den im Ausland bekanntesten Filmemachern aus Iran. Trotz ihres internationalen Erfolgs sind die meisten seiner Filme in Iran der Zensur zum Opfer gefallen. Panahi erhielt unter anderem bei der Berlinale 2006 den Silbernen Bären für sein Werk Offside. 2000 wurde er beim Filmfestival von Venedig für den Film Der Kreis mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet, 1995 gewann er die Goldene Kamera in Cannes mit dem Streifen Der weiße Ballon.
- Datum 02.03.2010 - 19:35 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
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USA und Israel (und Merkel-Deutschland?) rüsten zum Krieg gegen den Iran. Da muss Achmadineschad natürlich Störfeuer an der Heimatfront unterbinden, das ist eine Selbstverständlichkeit. Der Iran kämpft um sein Ueberleben; wer in dieser Lage meint, sich als Regimegegner aufspielen zu müssen, ist nichts weiter als ein Verräter und gehoert entsprechend behandelt.
Das verstehen westliche Medien natürlich nicht. Freiheit der Kunst geht über das Ueberleben der eignen Nation, schon klar...
Menschen meiner Generation sind diese Worte noch sehr bekannt, so sprachen die Anhänger der Nazis. Auch seinerzeit gab es diese Feindbilder, zwar nicht Israel, anstatt dessen die zionistischen Kommunisten. Oder so ähnlich. Kurz und schlecht - Ihnen scheint es wohl zu gut zu gehen. Unterhalten Sie sich doch bitte mit den Iranern, die von dem Regime verfolgt werden, nicht mit Menschen, die alle weit vom Regime entfernt sind, nicht konfrontiert sind. Feige und großmäulig vor dem PC sitzen und Stuss verbreiten, unbekannt und weit entfernt, lächerlich aber - widerlich.
Menschen meiner Generation sind diese Worte noch sehr bekannt, so sprachen die Anhänger der Nazis. Auch seinerzeit gab es diese Feindbilder, zwar nicht Israel, anstatt dessen die zionistischen Kommunisten. Oder so ähnlich. Kurz und schlecht - Ihnen scheint es wohl zu gut zu gehen. Unterhalten Sie sich doch bitte mit den Iranern, die von dem Regime verfolgt werden, nicht mit Menschen, die alle weit vom Regime entfernt sind, nicht konfrontiert sind. Feige und großmäulig vor dem PC sitzen und Stuss verbreiten, unbekannt und weit entfernt, lächerlich aber - widerlich.
Menschen meiner Generation sind diese Worte noch sehr bekannt, so sprachen die Anhänger der Nazis. Auch seinerzeit gab es diese Feindbilder, zwar nicht Israel, anstatt dessen die zionistischen Kommunisten. Oder so ähnlich. Kurz und schlecht - Ihnen scheint es wohl zu gut zu gehen. Unterhalten Sie sich doch bitte mit den Iranern, die von dem Regime verfolgt werden, nicht mit Menschen, die alle weit vom Regime entfernt sind, nicht konfrontiert sind. Feige und großmäulig vor dem PC sitzen und Stuss verbreiten, unbekannt und weit entfernt, lächerlich aber - widerlich.
Menschen meiner Generation sind diese Worte noch sehr bekannt, so sprachen die Anhänger der Nazis. Auch seinerzeit gab es diese Feindbilder, zwar nicht Israel, anstatt dessen die zionistischen Kommunisten. Oder so ähnlich. Kurz und schlecht - Ihnen scheint es wohl zu gut zu gehen. Unterhalten Sie sich doch bitte mit den Iranern, die von dem Regime verfolgt werden, nicht mit Menschen, die alle weit vom Regime entfernt sind, nicht konfrontiert sind. Feige und großmäulig vor dem PC sitzen und Stuss verbreiten, unbekannt und weit entfernt, lächerlich aber - widerlich.
Wohl einer der bekanntesten Regiseure im Iran. Seine Festnahme wird wasser auf den Mühlen der Opposition sein.
"Der Iran kämpft um sein Ueberleben; wer in dieser Lage meint, sich als Regimegegner aufspielen zu müssen, ist nichts weiter als ein Verräter und gehoert entsprechend behandelt."
Sie sagen es; solche Praktiken kennen wir ja bestens aus der Nazi-Zeit.
...sind keine Nationale Angelegenheit. Diese dürfen nicht tolleriert werden. Es braucht mehr politischen Druck auf den Iran. Wann legen die Politiker Lösungen vor? Oder wenigstens Ideen...
Genau. Aber einen berühmten Regiss.. eh Verräter einsperren reicht nicht. Man sollte vielleicht ein Gebäudekomplex errichten in denen Verräter oder alle mit einem IQ über 20 aufbewahrt werden. Vielleicht sollte man auch mehrerer solcher Gebäude bauen und sie mit einem Eisenbahnnetz verbinden. So könnte man Provokateure, die sich als Regimegegner aufspielen besser und schneller zusammen kriegen. Und in diesen Gebäuden, könnte man diesen Menschen beibringen, dass es hier um das Überleben des Regim... eh des Iran geht. Immer nur das Handynetz abschalten, die Internetzugänge blockieren, Zeitungen schließen, Menschen exekutieren und Menschen foltern wird auch irgendwann langweilig. Hoffentlich kommt es nicht zu einem Umsturz. Wäre echt schade. Saddam weg, Taliban weg, wenn jetzt noch der letzte große Humanist im Nahen Osten wegfällt, möchte ich nicht wissen, wie es da bald aussieht. Am Ende blüht den Menschen dort noch das selbe Schicksal wie uns. Demokratie und Freiheit. Ich bin es leid immer meine Meinung äußern zu dürfen und dafür noch nicht einmal gefoltert zu werden. Das wäre doch das Mindeste.
"Saddam weg, Taliban weg, wenn jetzt noch der letzte große Humanist im Nahen Osten wegfällt"
Er ist bestimmt nicht der allerletzte Humanist im Nahen Osten. Aber möglicherweise einer der letzten, die nicht nach der Pfeife des Westens tanzen. Außerdem wird es immer wieder neue "Humanisten" geben solange die Spezies Mensch so ist wie sie ist. Denn selbst die fortgeschrittenen Westlichen Gesellschaften lassen es an einer ordentlichen Portion "Humanismus", im Umgang mit sich selbst und mit anderen, nicht fehlen.
"Saddam weg, Taliban weg, wenn jetzt noch der letzte große Humanist im Nahen Osten wegfällt"
Er ist bestimmt nicht der allerletzte Humanist im Nahen Osten. Aber möglicherweise einer der letzten, die nicht nach der Pfeife des Westens tanzen. Außerdem wird es immer wieder neue "Humanisten" geben solange die Spezies Mensch so ist wie sie ist. Denn selbst die fortgeschrittenen Westlichen Gesellschaften lassen es an einer ordentlichen Portion "Humanismus", im Umgang mit sich selbst und mit anderen, nicht fehlen.
"Saddam weg, Taliban weg, wenn jetzt noch der letzte große Humanist im Nahen Osten wegfällt"
Er ist bestimmt nicht der allerletzte Humanist im Nahen Osten. Aber möglicherweise einer der letzten, die nicht nach der Pfeife des Westens tanzen. Außerdem wird es immer wieder neue "Humanisten" geben solange die Spezies Mensch so ist wie sie ist. Denn selbst die fortgeschrittenen Westlichen Gesellschaften lassen es an einer ordentlichen Portion "Humanismus", im Umgang mit sich selbst und mit anderen, nicht fehlen.
• In der SBZ gab es von 1945 bis zur Gründung der DDR 1949 121 Todesurteile durch deutsche Behörden, von denen 47 vollstreckt wurden.- Seit 1949 gab es in der DDR 227 rechtskräftige Todesurteile, davon wurden 166 vollstreckt.
• USA: Seit 1976 wurden über 1000 Todeskandidaten hingerichtet,
http://de.wikipedia.org/w...
• Nach Ansicht des politischen Historikers Ervand Abrahamian ist für den Iran festzustellen: » während weniger als 100 politische Gefangene zwischen 1971 und 1979 [Iran unter dem Schah] durchgeführt worden waren, wurden mehr als 7900 wurden zwischen 1981 und 1985 [Iran als Islamische Republik] durchgeführt.«
http://en.wikipedia.org/w...
Iran frees award-winning filmmaker's wife, daughter
AFP | March 4, 2010
Iranian authorities have freed 14 people arrested at award-winning filmmaker Jafar Panahi's home but the pro-opposition director remains detained, an opposition website said on Thursday.
Kaleme.com said Panahi's wife and their daughter were among the 14 released late on Wednesday, adding that Panahi and two other people, Mohammad Rassoulof and Mehdi Pourmoussa, were still being held.
According to the website, at least six human rights activists, including women's rights militant Mahboubeh Karami, were among the group of 17 people arrested overnight on Monday.
Apart from Panahi, the other five were identified as Hessam Firouzi, Behzad Mehrani, Navid Khanjani, Mansour Taghipour and Aboufazl Abedini.
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