Verpasste Ehrung bei den Oscars Keine Schweigeminute für Farrah Fawcett

Während der Oscar-Nacht wird stets verdienter Schauspieler gedacht, die im vergangenen Jahr gestorben sind. Auch dieses Mal – doch die im Juni verstorbene Farrah Fawcett fehlte.

Farrah Fawcett
Ihr strahlendes Lachen nahm viele für sie ein. Klicken Sie auf das Bild, um zur Fotostrecke zu gelangen

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Nicht jeder kann dabei sein. Das gilt ganz besonders für eine Ehrung während der Oscar-Verleihungen. So trocken war die Erklärung, die die Oscar-Academy abgab auf die Frage, warum die Schauspielerin Farrah Fawcett bei der traditionellen Gedenkminute für die im vergangenen Jahr verstorbenen Schauspieler nicht erwähnt wurde. Fawcett war im Juni 2009 im Alter von 62 Jahren an Krebs gestorben.

Demi Moore hatte die Schweigeminute eingeleitet, Karl Malden wurde erwähnt, Patrick Swayze, Natasha Richardson, Brittany Murphy und selbst Michael Jackson, der wohl mehr wegen seiner Musik und Tanzperformances in Erinnerung bleiben wird als für seine Leistungen im Film. "Es ist unmöglich, jeden (Toten) zu berücksichtigen", sagte die Sprecherin der Academy, Leslie Unger, dem Internetdienst Eonline.com.

Ryan O'Neal hatte sich gleich nach der Oscar-Verleihung in der Nacht zum Montag enttäuscht gezeigt, dass seine langjährige Lebensgefährtin  bei der Nennung der im Jahr 2009 verstorbenen Filmschaffenden nicht erwähnt wurde. "Und wo war Farrah Fawcett? Sie hätte bei den Oscars dabei sein müssen", twitterte auch die Schauspielerin Jane Fonda. O'Neals Tochter Tatum sagte in einer Mitteilung, dass ihre gesamte Familie darüber tief betrübt sei, dass die "wahrhaft schöne und talentierte" Schauspielerin in der Foto- und Videomontage fehlte.

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Sicher, Fawcett war hauptsächlich ein Fernsehstar – einer der Drei Engel für Charlie –, doch die Schauspielerin spielte auch in einem Dutzend Kinofilmen mit, darunter in Auf dem Highway ist die Hölle los und Apostel. Für ihre Rolle in dem Psychothriller Extremities (1986) erhielt sie eine Golden-Globe-Nominierung als beste Drama-Schauspielerin. Gründe genug, um ihrer als verdiente Filmschaffende zu gedenken.

 
Leser-Kommentare
  1. Nicht zuletzt auch, weil sie durch ihre mutige Dokumentation "Farrah's Story" vielen Betroffenen Hoffnung gegeben hat. Diese Dokumentation hat mich tief berührt und finde die Entscheidung der Academy nicht nachvollziehbar.

  2. Henry Gibson wurde nicht erwähnt, er ist vor allem als Kinoschauspieler (bspw. Nashville [1 Oscar, 7 weitere Nominierungen], Blues Brothers, Magnolia [3 Nominierungen]) bekannt gewesen. Aber Michael Jackson war vieeel wichtiger.

    Ich erspare mir mal, weiter aufzuzählen: http://showbiz411.blogs.t...

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