Dokumentarfilm "Der innere Krieg" "Die meisten, die zurückkommen, sind kaputt"
Astrid Schult hat eine beeindruckende Dokumentation über das US-Militärkrankenhaus in Landstuhl gedreht. Über die Leiden der verwundeten Soldaten spricht sie im Interview
© "Der innere Krieg"/Foto: Martin Bromber

Ein Krankenwagen des US-Militärkrankenhauses in Landstuhl empfängt die verletzten Soldaten
ZEIT ONLINE: Frau Schult, Sie haben eine Dokumentation über das US-Militärkrankenhaus in Landstuhl in Rheinland-Pfalz gedreht, dem größten Militärhospital außerhalb Amerikas. Ist dieser Ort eine Art Insel innerhalb von Deutschland?
Astrid Schult: Ja, ich finde es sehr ungewöhnlich, dass es mitten in Deutschland eine Parallelwelt gibt, von der man nichts mitbekommt, außer man arbeitet dort oder wohnt in der Region.
ZEIT ONLINE: War es schwierig, eine Drehgenehmigung für den Stützpunkt zu bekommen?
Schult: Es war tatsächlich sehr schwierig. Ich habe dann zwei Monate lang ehrenamtlich im Fisher House auf dem Stützpunkt gearbeitet, das ist eine Mischung aus Hotel und Aufnahmestation für Soldaten, die nicht mehr stationär behandelt werden und für die Verwandten der Verletzten. Dadurch bekam ich einen sehr persönlichen Zugang zu den Menschen. Und natürlich auch einen leichteren Zugang zum Krankenhaus.

Astrid Schult, geboren 1979 in Bad Nauheim, studierte Literatur und Geschichte in Berlin sowie Kamera und Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg. Ihre Dokumentation Der innere Krieg, die sie 2008 auf dem Gelände des US-Militärkrankenhauses in Landstuhl drehte, wurde in Koproduktion mit dem ZDF/Das Kleine Fernsehspiel produziert. Das Grimme-Institut verlieh Schult 2010 für den Film das Eberhard-Fechner-Förderstipendium der VG-Bild-Kunst. Seit 2009 arbeitet Schult als freie Autorin, Regisseurin und Kamerafrau in Berlin.
ZEIT ONLINE: Gab es Fragen, die Sie nicht stellen durften?
Schult: Ich hatte die Auflage, keine politischen Fragen zu stellen, keine Fragen zu aktuellen Missionen der US-Armee und keine Nachfragen zu psychischen Erkrankungen meiner Gesprächspartner. Obwohl fast alle, mit denen ich gesprochen habe, davon betroffen waren. Ein Soldat erzählte mir außerdem, dass er vor unserem Interview ein "media briefing" erhalten habe.
ZEIT ONLINE: Wer waren diese Soldaten?
Schult: Bei einigen, vor allem den ganz jungen, merkte man, dass sie aus relativ armen Verhältnissen stammten und einen niedrigen Bildungsstandard hatten. Diese Leute haben entweder die Möglichkeit, für den Rest ihres Lebens in ihrem Heimatort Burger zu wenden und im Trailerpark zu leben, ohne Krankenversicherung. Oder sie gehen zur Army. Viele fanden die Möglichkeit gut, ins Ausland zu reisen. Das Geld ist ein großer Anreiz. Soldaten bekommen viele Sonderleistungen, quasi eine Komplettbetreuung. Auch in Deutschland gibt es immer mehr junge Leute, die keinen Ausbildungsplatz finden und sich dann für die Bundeswehr entscheiden.
ZEIT ONLINE: Eine Mitarbeiterin des Fisher House sagt im Film: "Manchmal habe ich das Gefühl, das sind noch Kinder, die verstehen gar nicht, was um sie herum passiert."
Schult: Sie sind tatsächlich nur ein kleines Rädchen in einer großen Maschine. Und wenn sie nicht mehr tauglich sind, werden sie ausgesondert. Dann fangen viele an zu realisieren, dass sie vielleicht doch nicht das Richtige gemacht haben, weil ihr Leben zu einer Katastrophe geworden ist. Die meisten, die zurückkommen, sind kaputt, und zwar fürs ganze Leben.
ZEIT ONLINE: Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch?
Schult: Vor allem psychisch. Die Selbstmordrate ist extrem hoch. Gerade gab es wieder Berichte, nach denen sich 2009 mehr US-Soldaten umgebracht haben als im Krieg gefallen sind.
- Datum 15.04.2010 - 13:19 Uhr
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...und nach den neusten Plänen unserer Regierung, sollen Reservistenverbände im Inneren der Bundesrepublik bei Krisen und im Katastrophenfall eingesetzt werden.
Sie bekommen beratende Funktionen im Stab des HVB (Hauptverwaltungbeamten - Katastrophenschutzleitung).
Das heißt (ein wenig überspitzt) bei Krisen und im Katastrophenfall helfen traumatisierte Menschen, die an der Waffe ausgebildet wurden, diese Krisen zu bewältigen ?!
http://www.frankenpost.de...
in aller Deutlichkeit,daß nicht nur die gefallenen Soldaten auf der eigenen Seite am Kriegsschauplatz die Opfer sind,sondern auch die traumatisierten Heimkehrenden.Mit oft fatalen Folgen für die eigene Familie,die nicht nur darunter leidet ,sondern auch oft genug auseinanderbricht.Viele werden obwohl noch jung,zu Dauerpflegefällen.Aus den USA ist bekannt,daß nach dem Vietnamkrieg,an dem ca.2 Mill. US-Soldaten teilgenommen haben,über 300 000 später straffällig wurden und im Gefängnis landeten.Tausende haben Selbstmord begangen, heute nach über 35 Jahren vagabundieren noch immer über 60 000 Vietnam -Veteranen durchs Land.Alles für einen Krieg der lt.McNamara unnötig war. Als würde das nicht schon reichen,kommem nun noch die traumatisierten Irak-Afgh.Kämpfer hinzu.Das Gleiche wird auch auf Deutschland zukommen,wenn sich das Afgh.-Abenteuer noch länger hinzieht.Die heuchlerischen Politiker,die bei jeden gefallenen Soldaten-bestürzt und tief betroffen-reagieren,werden sich in Zukunft mit einer anderen Ausdrucksweise kaum noch steigern können.
das es im Film um Amerikaner geht, bei denen man auf Truppengründen die Aufenthaltszeiten im Kriegsgebiten über das normale Mass hinaus verlängert hat um mehr truppen im Einsatz zu haben. SO weit ich weis werden deutsche Soldaten wsntlich eher wieder ersetzt und haben dann auch mehr Zeit die EReignisse zu verarbeiten befor sie wieder als Abwechslung eingesetzt werden.
Den USA hatte mna schon im 2. Irak Krieg gesagt das ihre Politik auf lange Sicht die eingenen Soldaten zerstören wird da sie übberbelastet sind, aber es fehlt den usa halt weiterhin an Truppen.
So weis ich nicht ob man die Ergebnisse 1:1 auf deutsche Soldaten übertragen kann.
füllten ehemalige Soldaten bei uns die Nervenheilanstalten und mussten mit Gutachten zahlungsunwilligen Behörden beweisen, dass sie Rechtsansprüche gegen den Staat hatten. Der Dank des Vaterlandes ....
Die deutschen Soldaten des II. Weltkrieges waren unvergleichbaren Belastungen ausgesetzt. Der Artikel von Carolin Ströbele wirft die Frage auf, wie es den damaligen Kriegsheimkehrern, die meist noch eine jahrelange Gefangenschaft ertragen mußten und von denen etliche, die ihren Wehrdienst und Arbeitsdienst in den dreißiger Jahren abgeleistet hatten und deshalb zunächst keinen Berufsabschluß vorweisen konnten, gelungen ist, die legendäre Aufbauleistung Deutschlands maßgeblich zu gestalten.
Die Ursache ist in der Struktur westlicher Gesellschaften zu suchen. In den Kriegen der Vereinigten Staaten von Amerika kämpfen nur die Armen, für die es im zivilen Leben keine Möglichkeit zum Aufstieg gibt. In Deutschland zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab. Im Mutterland des Wohlstandspazifismus propagiert die linksliberale Führungsschicht militärische Einsätze, die angeblich aus Menschenfreundlichkeit geführt werden, und sie überläßt den Kampf der neuen Unterschicht und den verbliebenen Konservativen, die sie offen verachtet.
Wer der Auffassung ist, im Krieg zu sterben sei halt das „Berufsrisiko“ des Soldaten, der soll sich schämen.
deutsche sind nach Stalingrad gegangen, weil sie es wollten (jetzt bitte die deutschen nicht als opfer von zwang darstellen).
wenn sie das bereut haben, weil sie den krieg verloren haben, dann ist das nicht bemitleidenswert. jedoch ist es sehr traurig welches leid die deutschen auf die welt damals brachten.
mitleid kommt da (wie bei ihnen) meistens nur von rechts.
verwechseln sie nicht humanitäre hilfe mit einem ad hoc beistandsangebot (CDU an die USA). dank Schröder sind WIR damals nicht in den Irak gezogen.
deutsche sind nach Stalingrad gegangen, weil sie es wollten (jetzt bitte die deutschen nicht als opfer von zwang darstellen).
wenn sie das bereut haben, weil sie den krieg verloren haben, dann ist das nicht bemitleidenswert. jedoch ist es sehr traurig welches leid die deutschen auf die welt damals brachten.
mitleid kommt da (wie bei ihnen) meistens nur von rechts.
verwechseln sie nicht humanitäre hilfe mit einem ad hoc beistandsangebot (CDU an die USA). dank Schröder sind WIR damals nicht in den Irak gezogen.
deutsche sind nach Stalingrad gegangen, weil sie es wollten (jetzt bitte die deutschen nicht als opfer von zwang darstellen).
wenn sie das bereut haben, weil sie den krieg verloren haben, dann ist das nicht bemitleidenswert. jedoch ist es sehr traurig welches leid die deutschen auf die welt damals brachten.
mitleid kommt da (wie bei ihnen) meistens nur von rechts.
verwechseln sie nicht humanitäre hilfe mit einem ad hoc beistandsangebot (CDU an die USA). dank Schröder sind WIR damals nicht in den Irak gezogen.
an den Regierungen, die Soldaten in Kriege schicken, muss allerdings auch darauf hingewiesen werden, dass Soldaten sich des Risikos bewusst sein müssen, das sie eingehen.
Nur schöne Bilder mit dicken Ballermännern im Arm und der geilen Sonnenbrille auf der Nase darf man als Soldat nicht im Kopf haben. Zerfetzte Körper, traumatisierte, gebrochene Überlebende kennen wir aus zwei Weltkriegen. Bilder davon sind heute jedem Interessierten zugänglich und Literatur zu diesem Thema, z.B. Erich-Maria Remarque, Heinrich Böll u.a. gibt es auch genug.
Was erwarten die Soldaten, die freiwillig in den Krieg ziehen?
Diese Frage beschäftigt mich schon sehr.
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